Ja liebe Freunde,
ich muß gestehen, dass diese eigenartigen Gesellen nicht aus hiesiger Gegend stammen, sondern aus USA. Bis Pfingsten war ich in den Nationalparks unterwegs (Yellowstone, Yosemite, Sequoia) und habe diese runden Dinger öfter angetroffen. Die wachsen dort nicht selten an lebendem und totem Nadelholz verbreitet im nördlichen Nord-Amerika von Mai- August, über Winter auch in Kalifornien. Maße (lt. Literatur): 1,5 - 8,5 cm. Meine waren so ca. 2 - 3 cm dick. Der Witz ist, dass die Poren von einer dicken Membran umschlossen sind. (siehe Bild). Diese ist Anfangs geschlossen und öffnet sich bei Sporenreife kreisförmig um die Sporen heraus zu lassen. Wenn das Loch auftritt werden die Pilze relativ hart.
Die Amis nennen ihn "Veiled Polypore", was Verhüllter Porling heißt.
Es handelt sich um Cryptoporus volvatus (Peck)Shear.
Er kommt wohl auch in Japan vor und besitzt krebshemmende Eigenschaften.
Und hier isser aufgeschnitten:
![[image]](http://hometown.aol.de/zuehli/images/a2.jpg)
Ansonsten war pilzmäßig recht tote Hose, weil es wie bei uns recht trocken war. Gyromitra gigas, zwei Cortinarien, einige undefinierbare Psathyrellen, Trichaptum abietinum (vielleicht auch biforme?) reichlich und zum Schluß noch zwei Champignons: A.augustus (Prachtexemplar) und A.xanthoderma. Des wars auch schon.
Gruß Harald