Pfiffis (!) und andere... *PIC*

Pilz-Läufer, (vor 8162 Tagen)

Heute war mal mein Tag! Nachdem ich Pfifferlinge sonst immer nur sehr lokal und verstreut antraf, habe ich heute mal auf einem Wall am Weg unter jungen Eichen auf ca. 75m ungefähr 25 blasse, zum Teil sehr kräftige Exemplare im Laub entdeckt. Dazu kamen noch ca. 10 Stück aus einem Moospolster, die wohl eher der gelberen Varietät zuzuordnen sind. Mal ein Vergleichsfoto:

[image]

Dann waren da im lichten Fichtenwald am Rand noch diese:

[image]

Tippe mal auf Schiefknolligen Anischampignon (A. essettei)?

Ansonsten waren weder Täublinge zu sehen noch irgendein Röhrling, obwohl ich so gehofft hatte und auch Gewitter und Sturm mich nicht vom Spaziergang abhalten konnten! Aber das wird!

Grüße aus Dortmund
Stefan

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Re: Pfiffis (!) und andere...

Dedimyk, (vor 8162 Tagen) @ Pilz-Läufer

Hallo Stefan,

Du hast recht mit Deiner Bestimmung des schiefknolligen Anischampignon Agaricus essettei. Sehr gut ist die schiefe angewachsene Knolle und die Verfärbung an den Druckstellen zu sehen. Jetzt brauchst Du nur noch zu schnüffeln, denn der Pilz riecht angenehm nach Anis.
Viele Grüße Dedimyk

Heute war mal mein Tag! Nachdem ich Pfifferlinge sonst immer nur sehr lokal

und verstreut antraf, habe ich heute mal auf einem Wall am Weg unter
jungen Eichen auf ca. 75m ungefähr 25 blasse, zum Teil sehr kräftige
Exemplare im Laub entdeckt. Dazu kamen noch ca. 10 Stück aus einem
Moospolster, die wohl eher der gelberen Varietät zuzuordnen sind. Mal ein
Vergleichsfoto:
Dann waren da im lichten Fichtenwald am Rand noch diese:
Tippe mal auf Schiefknolligen Anischampignon (A. essettei)?
Ansonsten waren weder Täublinge zu sehen noch irgendein Röhrling, obwohl ich
so gehofft hatte und auch Gewitter und Sturm mich nicht vom Spaziergang
abhalten konnten! Aber das wird!
Grüße aus Dortmund
Stefan

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Re: Pfiffis (!) und andere...

DieterB, (vor 8162 Tagen) @ Pilz-Läufer

Hallo Stefan,

das sind möglicherweise nicht zwei Varietäten, sondern zwei Arten:

1. oben der helle, massige Laubwald-Pfifferling Cantharellus subpruinosus
2. unten der klassische Echte Pfifferling C. cibarius

Grüße
Dieter

Heute war mal mein Tag! Nachdem ich Pfifferlinge sonst immer nur sehr lokal
und verstreut antraf, habe ich heute mal auf einem Wall am Weg unter
jungen Eichen auf ca. 75m ungefähr 25 blasse, zum Teil sehr kräftige
Exemplare im Laub entdeckt. Dazu kamen noch ca. 10 Stück aus einem
Moospolster, die wohl eher der gelberen Varietät zuzuordnen sind. Mal ein
Vergleichsfoto:

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Re: Pfiffis (!) und andere...

Pilz-Läufer, (vor 8162 Tagen) @ DieterB

Hallo Dieter,

Du hast recht, hier war mein biologisches Vokabular etwa diffus!

Grüße
Stefan

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Re: Pfiffis (!) und andere...

ThomasHofheim, (vor 8162 Tagen) @ DieterB

Hallo Dieter,
kannst Du oder jemand anderes vielleicht mal ein paar Literaturangaben machen, mit denen man die "neuen" Pfifferlingsarten wie subpruinosus kennenlernen bzw. bestimmen kann?
Vielen Dank und viele Grüße
Thomas

Hallo Stefan,
das sind möglicherweise nicht zwei Varietäten, sondern zwei Arten: 1. oben
der helle, massige Laubwald-Pfifferling Cantharellus subpruinosus
2. unten der klassische Echte Pfifferling C. cibarius
Grüße
Dieter

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Re: Pfiffis (!) und andere... *PIC*

Matthias, (vor 8162 Tagen) @ DieterB

Hallo Stefan,
das sind möglicherweise nicht zwei Varietäten, sondern zwei Arten: 1. oben
der helle, massige Laubwald-Pfifferling Cantharellus subpruinosus
2. unten der klassische Echte Pfifferling C. cibarius
Grüße
Dieter

Hallo Dieter,
der erste dürfte der "normale Laubwaldpfifferling" Cantharellus cibarius var. pallens sein, der "Bereifte Pfifferling" Cantharellus subpruinosus sollte jung deutlich bereifter sein als auf dem Bild von Stefan,
hier zwei Bilder vom AMU-Treffen vom letzten Juni bei Ulm:

[image]

[image]

viele Grüsse
Matthias

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Re: Pfiffis (!) und andere...

Matthias, (vor 8162 Tagen) @ ThomasHofheim

Hallo Dieter,
kannst Du oder jemand anderes vielleicht mal ein paar Literaturangaben
machen, mit denen man die "neuen" Pfifferlingsarten wie
subpruinosus kennenlernen bzw. bestimmen kann?
Vielen Dank und viele Grüße
Thomas

Hallo Thomas,
hier findest du einen Beitrag zu dem Thema im DGfM-Forum:
http://www.dgfm-ev.de/phorum/read.php?f=3&i=164&t=164
viele Grüsse
Matthias

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Re: Pfiffis (!) und andere...

DieterB, (vor 8162 Tagen) @ Matthias

Hallo Matthias,

wahrscheinlich hast Du recht (ich habs auch nur als Möglichkeit hingestellt). Die beiden äußeren sind doch so jung, dass ich auch C. cibarius für wahrscheinlich halte bezogen auf die Bereifung. Bei dem mittleren älteren Pilz würde ich mich von der Färbung her nicht mehr sicher entscheiden wollen zwischen cibarius und subpruinosus. Wenn ich es allerdings nochmals bedenke, glaube ich bei allen dreien nicht wirklich an subpruinosus, die müssten nach meinem "inneren Bild" klotziger sein.

Es wäre sicher dankenswert, wenn ein Forumsteilnehmer der Mycologia europaea sich mal die Mühe machen würde und den damaligen Thread in den Kernaussagen hier auf deutsch wiedergeben würde. Allzugroße Sicherheit scheint bei der Unterscheidung der hellen Cantharellus-Arten nicht verbreitet zu sein (mich eingeschlossen).

Viele Grüße
Dieter

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Re: Pfiffis (!) und Anischampignon

Birgit, (vor 8162 Tagen) @ Matthias

Hi Matthias,

der erste dürfte der "normale Laubwaldpfifferling" Cantharellus
cibarius var. pallens sein, der "Bereifte Pfifferling"
Cantharellus subpruinosus sollte jung deutlich bereifter sein als auf dem
Bild von Stefan,

Wenn die bereiften Pfifferlinge älter werden verlieren sie den Reif auch ziemlich schnell und werden meist noch kräftiger orange als echte Pfifferlinge (es ist ja nicht klar, wie lange die gezeigten pfifferlinge vielleicht schon ohne zu wachsen da standen). Wenn ich Christoph Hahn richtig verstanden habe, finden wir hier in den Buchenwäldern auf Kalk am allerhäufigsten den bereiften Pfifferling und ich habe den persönlich noch nie so stark bereift gefunden wie auf dem von dir gezeigten Foto, obwohl ich den von dir gezeigten Pilz ja damals auch gesehen habe. C. cibarius var. pallens sollte meines Wissens nach seltener als C. subpruinosus sein.

Fazit: für mich spricht eigentlich nix gegen den bereiften Pfifferling

Die angeblichen ANischampignons würde ich zur Sicherheit mal längs durchschneiden, wenn sie auch im Fleisch der Stielbasis gilben, warens vielleicht doch Karbolchampignons: beim Reiben des Fleisches in der Stielbasis riecht er nach Desinfektionsmittel (Apotheke, oder auch Tinte) riecht. Die wuchtige Stielknolle würde zwar eher dagegen sprechen, aber Karbolchampignons sidn ziemlich wandlungsfähig. Leider läßt sich meine Karbolchmpignonkolonie am Haus gerade noch nicht sehen. Essbar wäre sowieso nur noch der rechte Kandidat.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Pfiffis (!) und Anischampignon

Matthias, (vor 8162 Tagen) @ Birgit

Hi Matthias,
Wenn die bereiften Pfifferlinge älter werden verlieren sie den Reif auch
ziemlich schnell und werden meist noch kräftiger orange als echte
Pfifferlinge (es ist ja nicht klar, wie lange die gezeigten pfifferlinge
vielleicht schon ohne zu wachsen da standen). Wenn ich Christoph Hahn
richtig verstanden habe, finden wir hier in den Buchenwäldern auf Kalk am
allerhäufigsten den bereiften Pfifferling und ich habe den persönlich noch
nie so stark bereift gefunden wie auf dem von dir gezeigten Foto, obwohl
ich den von dir gezeigten Pilz ja damals auch gesehen habe. C. cibarius
var. pallens sollte meines Wissens nach seltener als C. subpruinosus sein.
Fazit: für mich spricht eigentlich nix gegen den bereiften Pfifferling

Hallo Birgit,
ich kenne den "normalen Laubwaldpfifferling" aus dem Odenwald auf sauren Böden (Sandstein und Granit), der ist da stellenweise sogar recht häufig.
Zumal zu den gezeigten Pfifferlingen ja auch nicht die Bodenbeschaffenheit mit angegeben wurde werden wir es nur mit dem Foto nicht rausbekommen welcher es nun genau ist,
liebe Grüsse
Matthias

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Karbolchampignons auch geruchlos

Mebo, (vor 8162 Tagen) @ Birgit

Die angeblichen ANischampignons würde ich zur Sicherheit mal längs
durchschneiden, wenn sie auch im Fleisch der Stielbasis gilben, warens
vielleicht doch Karbolchampignons: beim Reiben des Fleisches in der
Stielbasis riecht er nach Desinfektionsmittel (Apotheke, oder auch Tinte)
riecht. Die wuchtige Stielknolle würde zwar eher dagegen sprechen, aber
Karbolchampignons sidn ziemlich wandlungsfähig. Leider läßt sich meine
Karbolchmpignonkolonie am Haus gerade noch nicht sehen. Essbar wäre
sowieso nur noch der rechte Kandidat.
Liebe Grüße
Birgit

Hallo Birgit,

gerade was Karbolchampignons angeht, habe ich vor zweieinhalb Wochen eine unangenehme Überraschung erlebt. Die ungefähr 25 Stück hatten zwar die typische Verfärbung der Knolle, waren aber völlig geruchlos.
Der Geruch war erst mehrere Stunden später an 3 Exemplaren wahrnehmbar, allerdings auch nicht besonders ausgeprägt. Verspeist wurden sie natürlich nicht.

Viele Grüße
Matthias

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DANKE *oT*

ThomasHofheim, (vor 8162 Tagen) @ Matthias

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