Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Stefan Eckelmann, (vor 9588 Tagen)

Hallo Pilzfreunde!

Also ich war heute auch in den Pilzen, und da standen auch zig Hexenpilze.
Mal ne Frage: Ist Hexenpilz gleich Satanspilz?

Ist der Hexenpilz oder der Satanspilz genießbar oder schmeckt der richtig gut?

Was ist das für ein Pilz, der gleich blaues Fleisch bekommt, wenn man ihn in der Kappe zerbricht?

Tschau

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Andreas Gminder, (vor 9588 Tagen) @ Stefan Eckelmann

Hallo Pilzfreunde!
Also ich war heute auch in den Pilzen, und da standen auch zig Hexenpilze.
Mal ne Frage: Ist Hexenpilz gleich Satanspilz?
Ist der Hexenpilz oder der Satanspilz genießbar oder schmeckt der richtig
gut?
Was ist das für ein Pilz, der gleich blaues Fleisch bekommt, wenn man ihn in
der Kappe zerbricht?
Tschau

Hallo,

also der Reihe nach: Satansröhrling und Hexenröhrling ist nicht dasselbe! Aber beide sind nahe verwandt und gehören zur Gruppe der rot-porigen Röhrlinge. Alle diese Röhrlingen gemeinsam ist abgesehen von besagten roten Röhrenmündungen auch das starke Blauen des Fleisches (nicht nur im Hut, auch im Stiel).

Was also war Dein Pilz? Dazu müßtest Du noch einige weitere Daten wissen, z.B. die Farbe des Hutes (weißlich bis hellgrau "steingrau" oder dunkelbraun und etwas wildlederartig oder mehr olivlich-grau mit rosalichen oder ziegelorangenen Tönen oder ....). Dann sollte man wissen, wie die Stieloberfläche beschaffen war: Hatte der Pilz ein deutliches, etwas erhabenes Netz oder ein feines undeutliches oder gar keines sondern nur rote Flöckchen oder gar völlig glatt? War die Stielform eher knollig, so dass der Pilz mit Hutrand kaum vom Boden wegkommt oder streckt sich der Stiel etwas walzenförmig bei älteren Pilzen? Noch ein Merkmal für den Netzstieligen Hexenröhrling: Wenn man vorsichtig die Röhrenschicht ablöst, ist das darunter sichtbar werdende Hutfleisch orangerot (wird aber dann sehr schnell blau, man muss ziemlich schnell gucken :-))

Alle diese rotporigen Röhrling sind roh oder zu kurz gekocht unbekömmlich bis giftig. Die Hexenröhrling sind gekocht gute Speisepilze, wobei beim Netzstieligen H. relativ viele Leute Probleme bei gleichzeitigem Alkoholgenuß haben (wobei "gleichzeitig" bedeutet: bis zu 2 Tagen nach UND vor dem Pilzessen kein Alkohol!!!).

Wenn Du uns noch verrätst, was Du sonst noch so in der Nähe gefunden hast, kann man anhand der Ökologie vielleicht weitere Hinweise bekommen. Der Satansröhrling ist nämlich ein strenger Kalkzeiger, der nur mit Laubbäumen vorkommt.

Der Flockenstielige Hexenröhrling schmeckt meiner Meinung nach richtig gut, zumindest dafür, dass es ein Röhrling ist ;-)

Grüße,
Andreas

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Andreas Gminder, (vor 9588 Tagen) @ Andreas Gminder

Hab' doch glatt noch was vergessen:
Muskarin enthalten alle diese Arten keines! Nur der Satans-Röhrling und (vermutlich) die Purpur-Röhrlinge sind als giftig einzustufen, wobei es sich um ganz gewöhnliche Magen-Darm-Geschichten handelt (Gastrointestinales Syndrom), Also nix weltbewegendes, aber bei Magenproblemen nach einem Pilzessen reagieren viele Leute ziemlich panisch ....

Andreas

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Flocki und Steini

KARL, (vor 9588 Tagen) @ Andreas Gminder

Der Flockenstielige Hexenröhrling schmeckt meiner Meinung nach richtig gut,
zumindest dafür, dass es ein Röhrling ist ;-)

Vorgestern habe ich sowohl ein paar Flockenstielige Röhrlinge als auch Steinpilze gefunden und separat in der Pfanne mit wenig Butter knusprig gebraten. Die Flockis haben meiner Frau und mir sehr gut geschmeckt, aber die Steinpilze bewerten wir wegen des knackigeren Fleisches noch höher.

Karl

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Ewald, (vor 9584 Tagen) @ Andreas Gminder

Hab' doch glatt noch was vergessen: Muskarin enthalten alle diese Arten
keines! Nur der Satans-Röhrling und (vermutlich) die Purpur-Röhrlinge sind
als giftig einzustufen, wobei es sich um ganz gewöhnliche
Magen-Darm-Geschichten handelt (Gastrointestinales Syndrom), Also nix
weltbewegendes, aber bei Magenproblemen nach einem Pilzessen reagieren
viele Leute ziemlich panisch ....
Andreas

Servus!
Der Satansröhrling und die Purpurröhrlinge sind auch nur roh giftig!! Auch der Satansröhrling ist gut gekocht eßbar!! Selber ausprobiert!!! 25 min abgekocht, in der Pfanne gebrutzelt und runtergewürgt!! Schmeckt nämlich nach nichts!! Das waren 5 große Satanspilze, haben halt schon ein wenig nach Aas gerochen (Puuuuuuuuuuhhhhhhhhh), aber gekocht geht der Geruch weg!! Habe nicht mal einen Durchmarsch gekriegt!!

Haberderi
Ewald!

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

KalleB, (vor 9582 Tagen) @ Andreas Gminder

Hallo,
also der Reihe nach: Satansröhrling und Hexenröhrling ist nicht dasselbe!
Aber beide sind nahe verwandt und gehören zur Gruppe der rot-porigen
Röhrlinge. Alle diese Röhrlingen gemeinsam ist abgesehen von besagten
roten Röhrenmündungen auch das starke Blauen des Fleisches (nicht nur im
Hut, auch im Stiel).
Was also war Dein Pilz? Dazu müßtest Du noch einige weitere Daten wissen,
z.B. die Farbe des Hutes (weißlich bis hellgrau "steingrau" oder
dunkelbraun und etwas wildlederartig oder mehr olivlich-grau mit
rosalichen oder ziegelorangenen Tönen oder ....). Dann sollte man wissen,
wie die Stieloberfläche beschaffen war: Hatte der Pilz ein deutliches,
etwas erhabenes Netz oder ein feines undeutliches oder gar keines sondern
nur rote Flöckchen oder gar völlig glatt? War die Stielform eher knollig,
so dass der Pilz mit Hutrand kaum vom Boden wegkommt oder streckt sich der
Stiel etwas walzenförmig bei älteren Pilzen? Noch ein Merkmal für den
Netzstieligen Hexenröhrling: Wenn man vorsichtig die Röhrenschicht ablöst,
ist das darunter sichtbar werdende Hutfleisch orangerot (wird aber dann
sehr schnell blau, man muss ziemlich schnell gucken :-))
Alle diese rotporigen Röhrling sind roh oder zu kurz gekocht unbekömmlich bis
giftig. Die Hexenröhrling sind gekocht gute Speisepilze, wobei beim
Netzstieligen H. relativ viele Leute Probleme bei gleichzeitigem
Alkoholgenuß haben (wobei "gleichzeitig" bedeutet: bis zu 2
Tagen nach UND vor dem Pilzessen kein Alkohol!!!).
Wenn Du uns noch verrätst, was Du sonst noch so in der Nähe gefunden hast,
kann man anhand der Ökologie vielleicht weitere Hinweise bekommen. Der
Satansröhrling ist nämlich ein strenger Kalkzeiger, der nur mit Laubbäumen
vorkommt.
Der Flockenstielige Hexenröhrling schmeckt meiner Meinung nach richtig gut,
zumindest dafür, dass es ein Röhrling ist ;-)
Grüße,
Andreas

hallo.
ich schreibe jetzt das erste mal bei sowas mit. ich hoffe, daß das korrekt ist, wenn ich den vorherigen text stehen lasse? ( lasse mich gerne belehren )
hier meine frage (n):

ich sammle seit kindestagen an ( bin baujahr ´61 )
dank meinen eltern, pilze.
auch die hexenpilze verzehren wir seit jahren.
bisher allerdings nur immer die flockenstieligen.
wie riskant sind dann also die netzstieligen? sammeln und trocknen, und später dann das verwenden in vorzüglichem gulasch :))) u.ä. gerichten?
ne fachlich fundierte antwort wäre echt klasse.
vielen dank im voraus.
Bis denne.

Mfg an alle.

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Andreas ⌂, (vor 9582 Tagen) @ KalleB

hallo.
ich schreibe jetzt das erste mal bei sowas mit. ich hoffe, daß das korrekt
ist, wenn ich den vorherigen text stehen lasse? ( lasse mich gerne
belehren )
hier meine frage (n): ich sammle seit kindestagen an ( bin baujahr ´61 )
dank meinen eltern, pilze.
auch die hexenpilze verzehren wir seit jahren.
bisher allerdings nur immer die flockenstieligen.
wie riskant sind dann also die netzstieligen? sammeln und trocknen, und
später dann das verwenden in vorzüglichem gulasch :))) u.ä. gerichten?
ne fachlich fundierte antwort wäre echt klasse.
vielen dank im voraus.
Bis denne.
Mfg an alle.

Hallo Kalle,

herzlich willkommen im Forum. Du kannst den vorigen Text stehen lassen oder löschen, oder nur Teile davon verwenden, ganz wie es Dir beliebt.

Zu den Hexenröhrlingen kann ich dir sagen, dass roh oder ungenügend gekocht ALLE giftig sind. Gekocht ist der Flockenstielige völlig unbedenklich. Der Netzstielige dagegen kann zusammen mit Alkohol (es reicht schon ein Bier) zu Vergiftungserscheinungen führen (Bluthochdruck, Schweissausbrüche, Herzrasen etc.). Dabei kann der Genuss von Alkohol zwischen 2 Tagen vor und 2 Tagen nach der Mahlzeit noch Auswirkungen haben!
Ich kenne allerdings nur einen Fall persönlich, der entsprechend reagierte, doch soll es nicht so selten vorkommen. Ich denke, dass Vorsicht angebracht ist. Wenn Du's unbedingt testen willst, dann bitte nur unter Aufsicht. Die Symptome klingen nach wenigen Stunden ab, ein Krankenhausbesuch mit Magenauspumpen wäre also nicht erforderlich. Der Bekannte, der es ausprobiert hat und o.a. Reaktionen durchmachte, sieht jedoch von weiteren Versuchen ab ;-)

Gruß,
Andreas

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

interhias ⌂, (vor 9580 Tagen) @ Andreas

Servus Andreas

Finde ich ziemlich bemerkenswert, daß du jemanden kennst, dem vom netzstieligen Hexenröhrling schlecht geworden ist. Aber neuerdings wird ja auch in den Pilzbüchern immer wieder drauf hingewiesen, daß der netzstielige "Blaue" leicht giftig ist.

Mir persönlich ist nur ein Fall bekannt, wo ihn jemand angeblich nicht vertragen hat. Das waren zwei Freunde von mir, die die Hexen gebraten und Rotwein dazu gepichelt haben. Aber so wie ich die zwei kenne, bin ich davon ausgegangen, daß ihnen von dem vielen Wein schlecht geworden ist.

Ansonsten verwende ich den netztstieligen Hexenröhrling schon seit ich denken kann, und zwar ohne ihn abzukochen, sondern meist einfach im Mischgericht aus der Pfanne. Sehr häufig auch getrocknet. Im übrigen, so wie ich mich kenne, auch nie ohne Alkohol. Vielleicht sollte man einfach von einer individuellen Unverträglichkeit ausgehen?!

Interhias

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Andreas ⌂, (vor 9580 Tagen) @ interhias

Servus Andreas
Finde ich ziemlich bemerkenswert, daß du jemanden kennst, dem vom
netzstieligen Hexenröhrling schlecht geworden ist. Aber neuerdings wird ja
auch in den Pilzbüchern immer wieder drauf hingewiesen, daß der
netzstielige "Blaue" leicht giftig ist.
Mir persönlich ist nur ein Fall bekannt, wo ihn jemand angeblich nicht
vertragen hat. Das waren zwei Freunde von mir, die die Hexen gebraten und
Rotwein dazu gepichelt haben. Aber so wie ich die zwei kenne, bin ich
davon ausgegangen, daß ihnen von dem vielen Wein schlecht geworden ist.
Ansonsten verwende ich den netztstieligen Hexenröhrling schon seit ich denken
kann, und zwar ohne ihn abzukochen, sondern meist einfach im Mischgericht
aus der Pfanne. Sehr häufig auch getrocknet. Im übrigen, so wie ich mich
kenne, auch nie ohne Alkohol. Vielleicht sollte man einfach von einer
individuellen Unverträglichkeit ausgehen?!
Interhias

Ja, es ist natürlich eine individuelle Reaktion. Aber wenn es sich nicht nur um Ausnahmefälle handelt, sondern immer mal wieder berichtet wird, so muss man als Pilzsachverständiger Ratsuchende darauf hinweisen. Und es handelt sich nicht nur um Einzelfälle! Ich vertrag' ihn übrigens auch problemlos und abkochen tu ich Pilze prinzipiell nie. Da lass ich sie lieber gleich im Wald stehen ....

Ich kann nur ernstlich warnen, den Netzstieligen Hexenröhrling unbesorgt an alle Leute zu verteilen. Weist sie bitte auf das Risiko hin (wenn es auch klein sein mag) und laßt sie selbst entscheiden, ob sie das probieren wollen oder nicht.

Gruß,
Andreas

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

KalleB, (vor 9580 Tagen) @ Andreas

Ja, es ist natürlich eine individuelle Reaktion. Aber wenn es sich nicht nur
um Ausnahmefälle handelt, sondern immer mal wieder berichtet wird, so muss
man als Pilzsachverständiger Ratsuchende darauf hinweisen. Und es handelt
sich nicht nur um Einzelfälle! Ich vertrag' ihn übrigens auch problemlos
und abkochen tu ich Pilze prinzipiell nie. Da lass ich sie lieber gleich
im Wald stehen ....
Ich kann nur ernstlich warnen, den Netzstieligen Hexenröhrling unbesorgt an
alle Leute zu verteilen. Weist sie bitte auf das Risiko hin (wenn es auch
klein sein mag) und laßt sie selbst entscheiden, ob sie das probieren
wollen oder nicht.
Gruß,
Andreas

hallo.

also, die sache mit der individualität scheint auch bei uns in der familie positiv zu verlaufen.
mit rücksprache meiner mutter, haben wir tatsächlich auch schon die netzstieliegen in einem mischgericht gegessen.
nun stellt sich mir die frage:
welche stoffe sind denn in den beiden pilzen drin enthalten ( oder auch nicht enthalten ) die zu vergiftungen führen können. und warum vertragen manche leute diese stoffe ( sind es denn nun echte gifte? ) und manche nicht.

Bis denne.

Mfg.

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Ewald, (vor 9580 Tagen) @ KalleB

hallo.
also, die sache mit der individualität scheint auch bei uns in der familie
positiv zu verlaufen.
mit rücksprache meiner mutter, haben wir tatsächlich auch schon die
netzstieliegen in einem mischgericht gegessen.
nun stellt sich mir die frage: welche stoffe sind denn in den beiden pilzen
drin enthalten ( oder auch nicht enthalten ) die zu vergiftungen führen
können. und warum vertragen manche leute diese stoffe ( sind es denn nun
echte gifte? ) und manche nicht.
Bis denne.
Mfg.

Servus

Im Netzstieligen iss irgendsoein Stoff drin, der sich mit Alkohol net vertragen soll! Glaube, Coprin heißt das Ding!! Champignons und Rehgoaßl vertragen auch net jeder!!

Dann Haberderi

Ewald!

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Birgit, (vor 9580 Tagen) @ Ewald

Servus
Im Netzstieligen iss irgendsoein Stoff drin, der sich mit Alkohol net
vertragen soll! Glaube, Coprin heißt das Ding!! Champignons und Rehgoaßl
vertragen auch net jeder!!
Dann Haberderi
Ewald!

Hallo Ewald

Coprin ist im netzstieligen Hexenröhrling nachgewiesenermaßen nicht drin (steht in irgendeinem Beitrag hier auch mal drin). Ich hab den auch schon mit Alkohol zusammen ohne Probleme gegessen.
In einigen Tintlingen (nicht im Schopftintling) ist Coprin drin, ich denke, daß da fast jeder dann Probleme mit Allohol hat, und nicht nur einige ganz wenige, aber nix genaues weiß ma net.

Pfüati

Birgit

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Andreas ⌂, (vor 9579 Tagen) @ Birgit

Hallo Ewald
Coprin ist im netzstieligen Hexenröhrling nachgewiesenermaßen nicht drin
(steht in irgendeinem Beitrag hier auch mal drin). Ich hab den auch schon
mit Alkohol zusammen ohne Probleme gegessen.
In einigen Tintlingen (nicht im Schopftintling) ist Coprin drin, ich denke,
daß da fast jeder dann Probleme mit Allohol hat, und nicht nur einige ganz
wenige, aber nix genaues weiß ma net.
Pfüati
Birgit

Doch, Birgit, stimmt nämlich genau. Die besagten Tintlinge sind der Faltentintling (coprinus atramentosus) und der Glimmer-T. (C. micaceus), sowie vermutlich einige nah verwandte, kaum unterscheidbare Arten.
Irgendeiner hat unlängst mal anhand eines wissenschaftlichen Beitrags versucht zu erklären, dass besagte Alkoholunverträglichkeiten beim Netzstieligen in Wahrheit auf den Ochsenröhrling (Boletus torosus) zurückzuführen sind. Halt ich für ziemlichen Quatsch, denn dieser Pizl ist wesentlich seltener als Vergiftungen mit dem Netzstieligen. Bei dem Fall den ich kenne, war's auf jeden Fall der Netzstielige und kein Ochsenrörhling. Das einzige was bisher nicht bekannt ist, ist dagegen der Stoff selbst, der diese Reaktion auslöst. Coprin ist's jedenfalls nicht, wie du richtig bemerkt hast.

P.S.: Dein Röhrling ist gut angekommen, Bescheid folgt demnächst :-)

Gruß,
Andreas

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Birgit, (vor 9579 Tagen) @ Andreas

Doch, Birgit, stimmt nämlich genau. Die besagten Tintlinge sind der
Faltentintling (coprinus atramentosus) und der Glimmer-T. (C. micaceus),
sowie vermutlich einige nah verwandte, kaum unterscheidbare Arten.
Irgendeiner hat unlängst mal anhand eines wissenschaftlichen Beitrags
versucht zu erklären, dass besagte Alkoholunverträglichkeiten beim
Netzstieligen in Wahrheit auf den Ochsenröhrling (Boletus torosus)
zurückzuführen sind. Halt ich für ziemlichen Quatsch, denn dieser Pizl ist
wesentlich seltener als Vergiftungen mit dem Netzstieligen. Bei dem Fall
den ich kenne, war's auf jeden Fall der Netzstielige und kein
Ochsenrörhling. Das einzige was bisher nicht bekannt ist, ist dagegen der
Stoff selbst, der diese Reaktion auslöst. Coprin ist's jedenfalls nicht,
wie du richtig bemerkt hast.

Also wenn ichs richtig verstanden habe, dann bekommt praktisch jeder nach den Tintlingen und Alkoholgenuß massive probleme?

P.S.: Dein Röhrling ist gut angekommen, Bescheid folgt demnächst :-)

Christoph glaubt nach den Fotos, daß es ein depilatus war (Ich scann die Bilder bald ein und stell sie mal hier rein, so überragend sind sie leider nicht geworden, ich kämpf momentan ein bißchen mit meiner Kamera). Auf den Fotos sieht man auch die "Tortengußstruktur" und das Marmorierte, was mir in natura seltsamerweise nicht aufgefallen ist.

Gruß

Birgit

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

Ewald, (vor 9579 Tagen) @ Birgit

Hallo Ewald
Coprin ist im netzstieligen Hexenröhrling nachgewiesenermaßen nicht drin
(steht in irgendeinem Beitrag hier auch mal drin). Ich hab den auch schon
mit Alkohol zusammen ohne Probleme gegessen.
In einigen Tintlingen (nicht im Schopftintling) ist Coprin drin, ich denke,
daß da fast jeder dann Probleme mit Allohol hat, und nicht nur einige ganz
wenige, aber nix genaues weiß ma net.
Pfüati
Birgit

Servus Birgit!

Das mit dem Coprin hab ich auch nur gelesen! Glaub es nämlich auch net!! Aber neuerdings haben sie aa schon im Schopftintling Coprin gefunden, steht in nem Schwammerlbuch drin!! Obwohl, ich hab schon öfter nen Faltentintling gegessen, einmal hab i das vergessen und 2 Stunden später ein Weißbier runtergekippt! Bis auf ein ganz kleins bisschen Schädlbrummen, das nach 1 Stunde wieder völlig weg war, hat mir überhaupt nix gefehlt! Also müßte das stimmen, daß nicht jeder drauf anspricht!! Hab zwar nur 1, 2 Tintlinge gegessen, aber das müßte sich auch mehr auswirken!!

Hasta la vista!
Ewald

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Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling?

hansuwe, (vor 9579 Tagen) @ Andreas

Doch, Birgit, stimmt nämlich genau. Die besagten Tintlinge sind der
Faltentintling (coprinus atramentosus) und der Glimmer-T. (C. micaceus),
sowie vermutlich einige nah verwandte, kaum unterscheidbare Arten.
Irgendeiner hat unlängst mal anhand eines wissenschaftlichen Beitrags
versucht zu erklären, dass besagte Alkoholunverträglichkeiten beim
Netzstieligen in Wahrheit auf den Ochsenröhrling (Boletus torosus)
zurückzuführen sind. Halt ich für ziemlichen Quatsch, denn dieser Pizl ist
wesentlich seltener als Vergiftungen mit dem Netzstieligen. Bei dem Fall
den ich kenne, war's auf jeden Fall der Netzstielige und kein
Ochsenrörhling. Das einzige was bisher nicht bekannt ist, ist dagegen der
Stoff selbst, der diese Reaktion auslöst. Coprin ist's jedenfalls nicht,
wie du richtig bemerkt hast.
P.S.: Dein Röhrling ist gut angekommen, Bescheid folgt demnächst :-)
Gruß,
Andreas

Hallo Pilzoholiker,
aus den Beiträgen muss ich zunächst mal lernen, dass das was in vielen Pilzbüchern über Alkohol mit Pilzen steht wohl gerechtfertigt ist, wenn
auch längst nicht alle Menschen empfindlich sind.
Ich habe bisher immer den Vedacht gehegt, dass Pilzbücher mit solchen Gefahrenhinweisen von fanatischen und intoleranten Antialkoholikern verfasst wurden. Ich habe selbst nie aus sicheren Quellen von solchen Vrgiftungsfällen gehört.
Ich konnte es auch nicht ganz glauben, weil weder ich noch meine Familie oder
Bekannte nach Pilzmischgerichten, die irgendwelche Hexenrörlinge auch getrocknete oder eingefrorene enthielten irgendwelche Beschwerden hatten.
Mit oder ohne Alohol.
Tintlinge in Mischgerichten habe ich bisher nur der Familie verfüttert,
habe ich Gästen noch nicht vorzusetzen gewagt.
Aber auch hier hat ein wenig von dem beliebten Lösungsmittel in Verbindung
mit dem Pilzgericht noch keine Symptome augelöst, die nicht auf diesen vielerseits beliebten Getränkegeschmacksverbesserer zurückzuführen gewesen wären.

Alohodri
hansuwe