Bestimmung(en) *PIC*

eckzel, (vor 8055 Tagen)

hallo,

waren heute wieder am land spazieren und haben einige pilze gefunden, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob essbar oder nicht (bin da nicht so der pro, leider)

Fund 1:

auf großen abgesägten relativ frisch baumstämmen (buche neh ich an), ich würde mal auf austernseitling tippen, was meint ihr?

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Fund 2:
folgende pilze wuchsen auf dem gleichen holzhaufen, nur in einer viel größeren anzahl, hüte teilweise übertellergroß:

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Fund 3:
die folgenen halte ich für wiesenchampignons, sgefunden haben wir sie auf einer leicht verwilderten pferdekoppel, teilweise wuchsen sie direkt auf alten pferdedung, die lamellen sind aber nur ganz leicht rosa, mehr weiss, sporen weiß

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und die nächsten kenn ich leider garnicht, dachte zuerst an psilocybe azurescens, hab den gedanken aber wieder verworfen, wuchsen in der au direkt am wegrand (grenze laubwald/wiese)

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farben leider durch den blitz leicht verfälscht, aber vielleicht erkennt ja doch einer von den pros die arten

grüße
alex

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Re: Bestimmung(en)

Andreas ⌂, (vor 8054 Tagen) @ eckzel

Hallo Alex,

Fund 1: auf großen abgesägten relativ frisch baumstämmen (buche neh ich an),
ich würde mal auf austernseitling tippen, was meint ihr?

Meiner Meinung nach ist das der Berindete Seitling (Pleurotus dryinus). Wächst an Laub- und Nadelholz und fast das ganze Jahr über. Wir hatten ihn letzte Woche im Kurs im Fichtenwald gefunden.

Fund 2: folgende pilze wuchsen auf dem gleichen holzhaufen, nur in einer viel
größeren anzahl, hüte teilweise übertellergroß:

Das wäre für mich eigentlich der Pappel-Schüppling (Pholiota destruens), was aber bedeuten würde, dass das Holz Pappelholz sein muß.

Fund 3: die folgenen halte ich für wiesenchampignons, sgefunden haben wir sie
auf einer leicht verwilderten pferdekoppel, teilweise wuchsen sie direkt
auf alten pferdedung, die lamellen sind aber nur ganz leicht rosa, mehr
weiss, sporen weiß

Das sieht mir sehr nach dem Rosablättrigen Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites) aus, der allerdings erst alt und auch dann nicht immer rosa getönte Lamellen bekommt. Die Arten in dieser Gruppe sind schwierig auseinanderzuhalten und möglicherweise eh nur eine einzige sehr variable Art.

und die nächsten kenn ich leider garnicht, dachte zuerst an psilocybe
azurescens, hab den gedanken aber wieder verworfen, wuchsen in der au
direkt am wegrand (grenze laubwald/wiese)

Das sind Hallimasch (Armillaria mellea agg.), aber welche Art in diesem Komplex kann ich Dir nicht sagen. Sieht fast nach dem Dunklen Hallimasch (A. ostoyae) aus, aber wenn er auf der Wiese wuchs (sprich auf unterirdischen Wurzelausläufern oder vergrabenem Holz) dann spricht das eher dagegen und eher für den Fleischfarbenen Hallimasch (A. gallica = bulbosa). A. ostoyae wächst typisch in dichten Büscheln auf Nadelholz, vor allem Fichte.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Bestimmung(en)

eckzel, (vor 8053 Tagen) @ Andreas

Hallo Andres,m

vielen Dank für deine schnelle Hilfe, eines ist mir nun nach langer Suche noch unklar: beim Pleurotus dryinus sind sich viele Seiten anscheinend nicht einig, ob er essbar ist, oder nicht, weisst du es vielleicht zuverlässig? Für die beiden Exemplare ist es nun leider zu spät (lagen mir zu lange an der ungekühlten luft), aber für zukünftige Funde (jetzt weiss ich ja, wo ich sie wieder finde) wäre das schon sehr interessant. Seltsamerweise fand ich auch ein paar Internetseiten, die den Leucoagaricus leucothites als essbar definierten, das stimmt aber sicher nicht, oder?

grüße aus wien
alex

Hallo Alex,
Meiner Meinung nach ist das der Berindete Seitling (Pleurotus dryinus).
Wächst an Laub- und Nadelholz und fast das ganze Jahr über. Wir hatten ihn
letzte Woche im Kurs im Fichtenwald gefunden.
Das wäre für mich eigentlich der Pappel-Schüppling (Pholiota destruens), was
aber bedeuten würde, dass das Holz Pappelholz sein muß.
Das sieht mir sehr nach dem Rosablättrigen Egerlingsschirmling (Leucoagaricus
leucothites) aus, der allerdings erst alt und auch dann nicht immer rosa
getönte Lamellen bekommt. Die Arten in dieser Gruppe sind schwierig
auseinanderzuhalten und möglicherweise eh nur eine einzige sehr variable
Art.
Das sind Hallimasch (Armillaria mellea agg.), aber welche Art in diesem
Komplex kann ich Dir nicht sagen. Sieht fast nach dem Dunklen Hallimasch
(A. ostoyae) aus, aber wenn er auf der Wiese wuchs (sprich auf
unterirdischen Wurzelausläufern oder vergrabenem Holz) dann spricht das
eher dagegen und eher für den Fleischfarbenen Hallimasch (A. gallica =
bulbosa). A. ostoyae wächst typisch in dichten Büscheln auf Nadelholz, vor
allem Fichte.
beste Grüße,
Andreas

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Re: Bestimmung(en)

Wolfgang P., (vor 8053 Tagen) @ Andreas

Sieht fast nach dem Dunklen Hallimasch
(A. ostoyae) aus, aber wenn er auf der Wiese wuchs (sprich auf
unterirdischen Wurzelausläufern oder vergrabenem Holz) dann spricht das
eher dagegen und eher für den Fleischfarbenen Hallimasch (A. gallica =
bulbosa). A. ostoyae wächst typisch in dichten Büscheln auf Nadelholz, vor
allem Fichte.

Hallo Andreas,

typische ostoyae haben einen häutigen Ring mit einem braunen Zahnkranz, gallica ein Spinnweb. Auch dieses Merkmal spricht deutlich für gallica.

Wolfgang

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Re: Bestimmung(en)

Marcell Rost, (vor 8054 Tagen) @ eckzel

Hallo,

Es währe schön, wenn Du die Pilz komplett fotografieren könntest ( Mit Stiel ).
Das macht die Bestimmung einfacher. Hallimasch glaube ich auch. Wiesenchampions sind es garantiert nicht. An die anderen trau ich mich noch nicht ran.

Schöne Grüße,

Marcell

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Re: Bestimmung(en)

eckzel, (vor 8053 Tagen) @ Marcell Rost

Hi Marcell,

konnte leider keine Bilder von den Pilzen in ihrer Umgebung (inkl. Stiel) machen, da gerade da die Akkus meiner Kamera leer waren :( werde es aber zukünftig sicherlich machen, danke für dein Hilfe.

Hallo,
Es währe schön, wenn Du die Pilz komplett fotografieren könntest ( Mit Stiel
).
Das macht die Bestimmung einfacher. Hallimasch glaube ich auch.
Wiesenchampions sind es garantiert nicht. An die anderen trau ich mich
noch nicht ran.
Schöne Grüße,
Marcell