Frage zum Beutrag Riesenhallimasch

Frank H., (vor 8045 Tagen)

Hallo Pilzexperten,

wie stellt man eigentlich fest, das der Pilz wirklich so groß ist wie die hier angegebenen 500 x 800 Meter ? Wie kann man sicher sein, das die hunderte von Metern auseinander stehenden Fruchtkörper zu ein und demselben Pilz gehören ? Geschweige den bei den amerikanischen Exemplaren von noch viel gigantischeren Ausmaßen. Werden die Fruchtkörper gentechnisch untersucht oder gibt es andere Möglichkeiten der eindeutigen Bestimmung ?
Bin mal auf die Antworten gespannt und bedanke mich schon mal im Voraus.

Gruß an alle
Frank

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Re: Frage zum Beutrag Riesenhallimasch

Thomas Pruß, (vor 8044 Tagen) @ Frank H.

Moin Frank,
du hast es schon angedeutet: Fruchtkörper oder Mycelteile werden gentechnisch untersucht. So findet man recht schnell die maximale Ausdehnung der Pilze heraus. Wenn die verschiedenen Teile alle denselben „genetischen Strichcode“ haben, muss es sich um einen einzigen Organismus handeln.
Grüsslis
Thomas

wie stellt man eigentlich fest, das der Pilz wirklich so groß ist wie die
hier angegebenen 500 x 800 Meter ? Wie kann man sicher sein, das die
hunderte von Metern auseinander stehenden Fruchtkörper zu ein und
demselben Pilz gehören ? Geschweige den bei den amerikanischen Exemplaren
von noch viel gigantischeren Ausmaßen. Werden die Fruchtkörper
gentechnisch untersucht oder gibt es andere Möglichkeiten der eindeutigen
Bestimmung ?
Bin mal auf die Antworten gespannt und bedanke mich schon mal im Voraus.
Gruß an alle
Frank

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Re: Frage zum Beutrag Riesenhallimasch

Andreas ⌂, (vor 8044 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin Frank,
du hast es schon angedeutet: Fruchtkörper oder Mycelteile werden gentechnisch
untersucht. So findet man recht schnell die maximale Ausdehnung der Pilze
heraus. Wenn die verschiedenen Teile alle denselben „genetischen
Strichcode“ haben, muss es sich um einen einzigen Organismus handeln.
Grüsslis
Thomas

Hallo,

in Amerika wurden nicht die Fruchtkörper, sondern die Rhizomorphen (die schwarzen Myzelstränge) untersucht.
Diese befähigen den Hallimasch dazu, relativ weite Strecken ohne Holzkontakt im Erdboden oder im Humus weiterzuwachsen um neues Substrat zu finden. Wenn man größere morsche Baumstämme umdreht wird man auch bei uns fast immer diese schwarzen Rhizomorphen finden.
Die Amerikaner haben in einem kompletten Waldstück Proben entnommen und dabei per DNA-Analyse die Identität aller Stücke herausgefunden. Ob diese Teile aber noch zusammenhängend waren konnten sie nicht sagen. Dies dürfte auch recht unwahrscheinlich sein, es sind also genaugenommen lauter Klone mit Eigenleben entstanden, so wie sich manche Würmer und viele Pflanzen auch teilen können.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Frage zum Beutrag Riesenhallimasch

Thomas Pruß, (vor 8044 Tagen) @ Andreas

Moin Andreas,

Die Amerikaner haben in einem kompletten Waldstück Proben entnommen und dabei
per DNA-Analyse die Identität aller Stücke herausgefunden. Ob diese Teile
aber noch zusammenhängend waren, konnten sie nicht sagen.

Das ist klar. Mit viel Pech haben sie bei der Probenentnahme aus einem Organismus mehrere gemacht ;-)

Dies dürfte auch

recht unwahrscheinlich sein, es sind also genaugenommen lauter Klone mit
Eigenleben entstanden, so wie sich manche Würmer und viele Pflanzen auch
teilen können.

Um das herauszufinden, müsste man den Stofftransport im Mycel verfolgen. Aber wer macht sich die Arbeit und „füttert“ den Pilz am einen Ende des Waldes mit einem Marker und wartet und schaut, wo der überall an anderen Stellen wieder auftaucht?

Obwohl: Interessant wär’s schon.
Grüsslis
Thomas