Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern geraten *PIC*

Mäxle, (vor 8043 Tagen)

Hallochen
Mein heutiger Pirschgang in den Wald wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Kurz nachdem ich "mein Revier" erreicht hatte, hörte ich in der Ferne lautes Hundegebell. Kurz darauf ertönte aus einem Horn das Halali, also Beginn der Treibjagd. Plötzlich sah ich mich von laut Heija schreienden und mit Stöcken gegen die Bäume schlagenden Männern in grellgelben Jacken eingekreist, die beidseits des Waldes den Hang hinunter liefen, nach einer geraumen Zeit wieder auftauchten und laut kreischend an mir vorbeizuhetzen versuchten. Da einer von ihnen in Rufnähe kam, rief ich ihn an, ob es für mich gefährlich werden könnte. Nein, nein schrie er mir zu, ich solle mich einfach nicht ausserhalb dieses Waldgebietes bewegen, dann passiere mir nichts. Ausserdem würde ich ja die gleich grellgelbe Jacke tragen wie sie. Und schade wäre es ja auch um mich, rief er mir noch grinsend zu! Ich blieb wie angewurzelt stehen und beobachtete das Treiben der Männer, bis sie aus meinem Blickwinkel im oberen Teil des Waldes verschwanden. Kurze Zeit später hörte ich einen Schuss - das Wild war erlegt. Noch einmal tönte das Gebell der Hunde durch die Stille und das Horn liess seinen Ruf zum Ende der Jagd erklingen. Mir war recht mulmig zumute und ich konnte mich an dem reich mit Maronen und Herbstrotfüessli gefüllten Korb gar nicht so recht erfreuen. Warum, frage ich mich, sperrt man das Gebiet, in dem gerade gejagt wird, nicht ab? Nirgends war auch nur der geringste Hinweis gegeben, dass z.Z. eine Jagd stattfindet. Dieses Erlebnis hätte ich mir gerne erspart.

Bei meiner Pilzsuche bin ich auf folgenden Erstfund gestossen:

[image]

[image]

Ist meine Vermutung richtig, dass es sich hierbei um einen Porphyr-Röhrling handelt?

Irgendwie war das heute gar nicht mein Tag. Als ich die Pilze putzen und das Körbchen dazu auf den Tisch stellen wollte, blieb ich mit dem Ärmel an einem Henkel hängen und stiess das Ganze zu Boden. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie die Pilzli danach aussahen - ziemlich zerquetscht und sämtliche Stiele abgebrochen - ein jämmerlicher Anblick. Inzwischen sind sie aber in der Pfanne gelandet und werden tiefgefroren. Geschmeckt hätten sie mir heute ohnehin nicht mehr.

Pilzige Grüessli vom Mäxle, das hoffentlich nicht noch vom Halali träumt.

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Deine Vermutung ist richtig:o) *oT*

Jürgen, (vor 8043 Tagen) @ Mäxle

- kein Text -

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Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat

Dedimyk, (vor 8042 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle,

wie Du schon schriebst "mein heutiger Pirschgang" ,das ist das Ergebnis.
Wer auf die Pilzjagd geht, der muß mit den Jägern rechnen. Aber Spaß beiseite, ich finde es absolut unverantwortlich, eine Treibjagd durchzuführen ohne entsprechende Sicherheitsmaßnahmen für die nicht jagende Bevölkerung.
Ich kann Deine Stimmung voll nachempfinden, mir wäre es nicht anders ergangen. Trotzdem weiter unverzagt den Sammelkorb geschnappt und rein ins Revier und ein pilzreiches Wochenende.

Gruß Detlef

Hallochen

Mein heutiger Pirschgang in den Wald wird mir noch lange in Erinnerung
bleiben. Kurz nachdem ich "mein Revier" erreicht hatte, hörte
ich in der Ferne lautes Hundegebell. Kurz darauf ertönte aus einem Horn
das Halali, also Beginn der Treibjagd. Plötzlich sah ich mich von laut
Heija schreienden und mit Stöcken gegen die Bäume schlagenden Männern in
grellgelben Jacken eingekreist, die beidseits des Waldes den Hang hinunter
liefen, nach einer geraumen Zeit wieder auftauchten und laut kreischend an
mir vorbeizuhetzen versuchten. Da einer von ihnen in Rufnähe kam, rief ich
ihn an, ob es für mich gefährlich werden könnte. Nein, nein schrie er mir
zu, ich solle mich einfach nicht ausserhalb dieses Waldgebietes bewegen,
dann passiere mir nichts. Ausserdem würde ich ja die gleich grellgelbe
Jacke tragen wie sie. Und schade wäre es ja auch um mich, rief er mir noch
grinsend zu! Ich blieb wie angewurzelt stehen und beobachtete das Treiben
der Männer, bis sie aus meinem Blickwinkel im oberen Teil des Waldes
verschwanden. Kurze Zeit später hörte ich einen Schuss - das Wild war
erlegt. Noch einmal tönte das Gebell der Hunde durch die Stille und das
Horn liess seinen Ruf zum Ende der Jagd erklingen. Mir war recht mulmig
zumute und ich konnte mich an dem reich mit Maronen und Herbstrotfüessli
gefüllten Korb gar nicht so recht erfreuen. Warum, frage ich mich, sperrt
man das Gebiet, in dem gerade gejagt wird, nicht ab? Nirgends war auch nur
der geringste Hinweis gegeben, dass z.Z. eine Jagd stattfindet. Dieses
Erlebnis hätte ich mir gerne erspart.
Bei meiner Pilzsuche bin ich auf folgenden Erstfund gestossen:

Ist meine Vermutung richtig, dass es sich hierbei um einen Porphyr-Röhrling
handelt?
Irgendwie war das heute gar nicht mein Tag. Als ich die Pilze putzen und das
Körbchen dazu auf den Tisch stellen wollte, blieb ich mit dem Ärmel an
einem Henkel hängen und stiess das Ganze zu Boden. Ihr könnt Euch sicher
vorstellen, wie die Pilzli danach aussahen - ziemlich zerquetscht und
sämtliche Stiele abgebrochen - ein jämmerlicher Anblick. Inzwischen sind
sie aber in der Pfanne gelandet und werden tiefgefroren. Geschmeckt hätten
sie mir heute ohnehin nicht mehr.
Pilzige Grüessli vom Mäxle, das hoffentlich nicht noch vom Halali träumt.

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Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat

cyberpike, (vor 8042 Tagen) @ Mäxle

hallo mäxle,

das gebiet für eine treibjagd abzusperren kann kann aus jagdtechnischen gründen nicht funktionieren.

ohne dir was zu wollen, aber die rechte der jäger im wald stehen nun mal vor den rechten des pilzlers. niemand zwingt dich den wald zu betreten u. wenn du es doch tust dann auf eigene gefahr. jeder ist für sich selbst verantwortlich.

im wald ist nun mal mit jägern zu rechnen u. bei eintreffen der nacht mit dunkelheit ;-)

im grunde genommen ist ein pilzsammler ja nur geduldeter gast in einer meist o. oft für viel geld angepachteten jagd. viele jäger nehmen selber gerne pilze zu ihrem geschossenen wild mit nach hause.

davon abgesehen hoffe ich nicht daß du irgendwann mal in eine situation gerätst, wo du froh bist daß aufeinmal ein mann mit einem schießgewehr da ist.

ein tipp von mir: erkundige dich doch in deinem stammwald einfach bevor du ihn betrittst bei demjenigen der die jagdrechte hat ob eine treibjagd ansteht.

ich glaube im übrigen daß eine wirkliche gefahr durch eine treibjagd weniger gegeben ist. größere gefahr droht da wohl eher durch einen einzelnen jäger der ansitzt. den nimmst du nämlich garnicht wahr. im übelsten falle nicht mal den schuß...

erfolgreiches pilziges wochenende wünscht rüdiger

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Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat

Ilmtalratz, (vor 8042 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle,

ich kann nur sagen, wie es bei uns läuft. Hier wird immer Anfang Januar eine Treibjagd auf Wildschweine abgehalten, und diese wird in der Zeitung angekündigt; außerdem treffe ich immer wieder mal den Förster. Es stellt sich allerdings die Frage, was gefährlicher ist: Die Jäger oder der Angriff einer wütenden Bache...

Die Porphyr-Röhrlinge kann ich bestätigen, sie sollen aber nicht besonders gut sein (mir fehlt hier die kulinarische Erfahrung) und gelten meines Wissens nach als ungenießbar.

Grüße: Ratz

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Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat

Birgit, (vor 8042 Tagen) @ cyberpike

Hallo Cyberpike

ohne dir was zu wollen, aber die rechte der jäger im wald stehen nun mal vor
den rechten des pilzlers.

Wo soll denn das stehen?

niemand zwingt dich den wald zu betreten u. wenn
du es doch tust dann auf eigene gefahr. jeder ist für sich selbst
verantwortlich.

Aah ja, deswegen sind ja Truppenübungsplätze während der Übungszeiten voll zugänglich, kann ja jeder selbst auf sich aufpassen.

im wald ist nun mal mit jägern zu rechnen u. bei eintreffen der nacht mit
dunkelheit ;-)
im grunde genommen ist ein pilzsammler ja nur geduldeter gast in einer meist
o. oft für viel geld angepachteten jagd. viele jäger nehmen selber gerne
pilze zu ihrem geschossenen wild mit nach hause.

Hä, warum soll ein Pilzler, Wanderer etc. nur ein geduldeter Gast sein? Das bayrische Naturschutzgesetz regelt den freien Zugang zur Natur inkl. Wald für alle (Radfahrer, Reiter, Rollstuhlfahrer, Spaziergänger) auf allen Wegen, inkl. Waldwegen und für Fußgänger auch im Wald direkt. Ausnahmen müssen genehmigt und begründet werden. Und wenn der Jäger Geld dafür ausgibt in einem hier in Bayern frei zugänglichen Wald eine Jagd zu betreiben, muß er trotzdem auf die anderen ebenfalls Berechtigten Rücksicht nehmen.

davon abgesehen hoffe ich nicht daß du irgendwann mal in eine situation
gerätst, wo du froh bist daß aufeinmal ein mann mit einem schießgewehr da
ist.

Wann denn? Einige hiesige Erzählungen von Erlebnissen mit Jägern in der direkten Nachbarschafft lassen mich eher hoffen nie einem Mann mit Gewehr im Wald zu begegnen. Ich rede nicht von der alljährlich stattfindenden Treibjagd(?) nach Hasen, die direkt über die an unserem Haus benachbarten Felder geht. Wir haben zwar immer etwas Angst um unsere Katzen, aber passiert ist noch nie was.

ein tipp von mir: erkundige dich doch in deinem stammwald einfach bevor du
ihn betrittst bei demjenigen der die jagdrechte hat ob eine treibjagd
ansteht.

Sag mal, wie soll denn das praktikabel sein? Jedesmal, wenn man mal für ein Stündchen in den Wald springt soll man den Jäger anrufen??

ich glaube im übrigen daß eine wirkliche gefahr durch eine treibjagd weniger
gegeben ist. größere gefahr droht da wohl eher durch einen einzelnen jäger
der ansitzt. den nimmst du nämlich garnicht wahr. im übelsten falle nicht
mal den schuß...

das denk ich auch, aber ich war auch nie bei einer Treibjagd. Waldarbeiter schaffen es seltsamerweise bei Baumfällarbeiten auch, Warnhinweise anzubringen. In einem begrenzten Waldgebiet wär das jedenfalls machbar.

Gruß

Birgit

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Hallo Birgit,Du sprichst mir aus der Seele, Detlef *oT*

Dedimyk, (vor 8042 Tagen) @ Birgit

- kein Text -

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Re: Mir auch, Birgit, Danke. *oT*

Mäxle, (vor 8042 Tagen) @ Dedimyk

- kein Text -

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Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat

cyberpike, (vor 8041 Tagen) @ Birgit

hallo birgit,

ich habe mir erlaubt deine meiner meinung nach nicht unbedingt sachlichen einwände zum besseren verständnis nochmal zu interpretieren.

ohne dir was zu wollen, aber die rechte der jäger im wald stehen nun mal vor
den rechten des pilzlers.
Wo soll denn das stehen?

steht nirgends aber was nützt es dir "recht" zu haben mit einer ladung schrot im allerwertesten?(im idealfall)

niemand zwingt dich den wald zu betreten u. wenn
du es doch tust dann auf eigene gefahr. jeder ist für sich selbst
verantwortlich.

Aah ja, deswegen sind ja Truppenübungsplätze während der Übungszeiten voll zugänglich, kann ja jeder selbst auf sich aufpassen.

keine ahnung wovon du sprichst? jedenfalls muss jeder auf sich selbst aufpassen. im wald und überall. auf einem truppenübunsplatz hat niemand etwas zu suchen außer soldaten o. besonders befugte.(schon in eigenem interesse) ich kenne keinen truppenübungsplatz an dem nicht hinweisschilder stehen, die das betreten streng verbieten. die stellt der bund schon aus versicherungstechnischen gründen auf. ob während einer übung oder danach spielt keine rolle. außerdem: wer einen truppenübungsplatz betritt, geschweige denn dort pilze sucht, dem ist nicht mehr zu helfen. was nützen dir die schönsten pilzfunde wenn dir irgendwann ein blindgänger um die ohren fliegt u. dich womöglich schwer verletzt? klar kannst du dann vor gericht ziehen und dein glück versuchen. und wer gibt dir dein augenlicht zurück?es bleibt immer etwas liegen, das kann ich dir aus meiner eigenen soldatenzeit bestätigen. und ich war nicht nur in deutschland, holland und texas stationiert, sondern zeitweise sogar in hammelburg/bayern ;-) eine andere sache ist wenn plötzlich ein schützenpanzer mit einer 20mm kanone losballert den du garnicht gesehn hast weil getarnt. solltest du da näher als 15-20 mtr. in der nähe sein erleidest du ein knalltrauma und im schlimmsten fall einen gehörschaden für´s leben! ich kenne keinen pilz der das wert wäre.

im wald ist nun mal mit jägern zu rechnen u. bei eintreffen der nacht mit
dunkelheit ;-)
im grunde genommen ist ein pilzsammler ja nur geduldeter gast in einer meist
o. oft für viel geld angepachteten jagd. viele jäger nehmen selber gerne
pilze zu ihrem geschossenen wild mit nach hause.

Hä, warum soll ein Pilzler, Wanderer etc. nur ein geduldeter Gast sein? Das bayrische Naturschutzgesetz regelt den freien Zugang zur Natur inkl. Wald für alle (Radfahrer, Reiter, Rollstuhlfahrer, Spaziergänger) auf allen Wegen, inkl. Waldwegen und für Fußgänger auch im Wald direkt. Ausnahmen müssen genehmigt und begründet werden. Und wenn der Jäger Geld dafür ausgibt in einem hier in Bayern frei zugänglichen Wald eine Jagd zu betreiben, muß er trotzdem auf die anderen ebenfalls Berechtigten Rücksicht nehmen.

klar muss er rücksicht nehmen. und wenn er dir eine "verpasst" hat tut ihm das auch sicher sehr leid und er gelobt dem richter besserung. und was nützt es dir?

davon abgesehen hoffe ich nicht daß du irgendwann mal in eine situation
gerätst, wo du froh bist daß aufeinmal ein mann mit einem schießgewehr da
ist.

Wann denn? Einige hiesige Erzählungen von Erlebnissen mit Jägern in der direkten Nachbarschafft lassen mich eher hoffen nie einem Mann mit Gewehr im Wald zu begegnen. Ich rede nicht von der alljährlich stattfindenden Treibjagd(?) nach Hasen, die direkt über die an unserem Haus benachbarten Felder geht. Wir haben zwar immer etwas Angst um unsere Katzen, aber passiert ist noch nie was.

du scheinst eher ein grundsätzliches "problem" mit jägern zu haben, soll´s ja geben.

ein tipp von mir: erkundige dich doch in deinem stammwald einfach bevor du
ihn betrittst bei demjenigen der die jagdrechte hat ob eine treibjagd
ansteht.

Sag mal, wie soll denn das praktikabel sein? Jedesmal, wenn man mal für ein Stündchen in den Wald springt soll man den Jäger anrufen??

nein das soll natürlich niemand, und verlangt auch niemand. ist nur ein gutgemeinter tip von mir für leute die angst haben, weiter nix. und ich verstehe eben leute nicht die sich an ihren pilzfunden nicht erfreuen können nur weil jäger zugegen waren. mit einem kurzen anruf könnten sich diese leute die pilzpirsch event. etwas stressfreier gestalten.

ich glaube im übrigen daß eine wirkliche gefahr durch eine treibjagd weniger
gegeben ist. größere gefahr droht da wohl eher durch einen einzelnen jäger
der ansitzt. den nimmst du nämlich garnicht wahr. im übelsten falle nicht
mal den schuß...

das denk ich auch, aber ich war auch nie bei einer Treibjagd. Waldarbeiter schaffen es seltsamerweise bei Baumfällarbeiten auch, Warnhinweise anzubringen. In einem begrenzten Waldgebiet wär das jedenfalls machbar.

ich persönlich habe noch niemals eine treibjagd erlebt die nicht durch schilder oder zeitungsanzeige oder beidem o. sonstwie öffentlich bekanntgegeben worden ist. womit wir wieder bei der versicherung wären.
im konkreten fall von mäxle denke ich eher das die schilder/zeitung einfach nicht gesehen worden sind. eine treibjagd ohne entsprechende info gibt es meines wissens nicht. zumindest nicht in deutschland. wie es in bayern ist weiß ich net. ;-)

verstehe mich bitte nicht falsch. ich selber bin kein jäger. aber ich habe nur ein leben und dafür bin ich mir gegenüber selber verantwortlich und zwar in jeglicher hinsicht. egal was irgendwo in irgendeinem gesetz steht. recht zu haben bringt es einem eben nicht immer. bedachtes handeln schon eher.

gruß
rüdiger

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Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat

Birgit, (vor 8041 Tagen) @ cyberpike

hallo birgit,
ich habe mir erlaubt deine meiner meinung nach nicht unbedingt sachlichen
einwände zum besseren verständnis nochmal zu interpretieren.
ohne dir was zu wollen, aber die rechte der jäger im wald stehen nun mal vor
den rechten des pilzlers.
Wo soll denn das stehen?
steht nirgends aber was nützt es dir "recht" zu haben mit einer
ladung schrot im allerwertesten?(im idealfall)

Eben es steht nirgends, also warum - nun noch einmal meine Frage - sollten die Rechte von Jägern vor denen anderer Waldnutzer stehen? Weil ich sonst eine Ladung SChrot im Hintern habe - das übersetze ich für mich so: weil der andere ein Gewehr hat und ich nicht - das Recht des Stärkeren also? Ich dachte, wir wären heutzutage schon - in zivilen Situationen jedenfalls - ein bißchen weiter im sozialen Zusammenleben.

Aah ja, deswegen sind ja Truppenübungsplätze während der Übungszeiten voll
zugänglich, kann ja jeder selbst auf sich aufpassen.
keine ahnung wovon du sprichst? jedenfalls muss jeder auf sich selbst
aufpassen. im wald und überall. auf einem truppenübunsplatz hat niemand
etwas zu suchen außer soldaten o. besonders befugte.(schon in eigenem
interesse) ich kenne keinen truppenübungsplatz an dem nicht
hinweisschilder stehen, die das betreten streng verbieten. die stellt der
bund schon aus versicherungstechnischen gründen auf. ob während einer
übung oder danach spielt keine rolle. außerdem: wer einen
truppenübungsplatz betritt, geschweige denn dort pilze sucht, dem ist
nicht mehr zu helfen. was nützen dir die schönsten pilzfunde wenn dir
irgendwann ein blindgänger um die ohren fliegt u. dich womöglich schwer
verletzt? klar kannst du dann vor gericht ziehen und dein glück versuchen.
und wer gibt dir dein augenlicht zurück?es bleibt immer etwas liegen, das
kann ich dir aus meiner eigenen soldatenzeit bestätigen. und ich war nicht
nur in deutschland, holland und texas stationiert, sondern zeitweise sogar
in hammelburg/bayern ;-) eine andere sache ist wenn plötzlich ein
schützenpanzer mit einer 20mm kanone losballert den du garnicht gesehn
hast weil getarnt. solltest du da näher als 15-20 mtr. in der nähe sein
erleidest du ein knalltrauma und im schlimmsten fall einen gehörschaden
für´s leben! ich kenne keinen pilz der das wert wäre.

Eben, genau dieses mitsamt Warnschildern - die bei der Treinjagd bei mäxle ja fehlten - meinte ich. Dein Bild mit dem unangekündigten Panzer ist als Vergleich zzwar etwas drastisch und übertrieben, triffts aber schon. Anscheinend ist meine "Ironie" da nicht ganz durchgedrungen, das kann auch mein Fehler gewesen sein.

Hä, warum soll ein Pilzler, Wanderer etc. nur ein geduldeter Gast sein? Das
bayrische Naturschutzgesetz regelt den freien Zugang zur Natur inkl. Wald
für alle (Radfahrer, Reiter, Rollstuhlfahrer, Spaziergänger) auf allen
Wegen, inkl. Waldwegen und für Fußgänger auch im Wald direkt. Ausnahmen
müssen genehmigt und begründet werden. Und wenn der Jäger Geld dafür
ausgibt in einem hier in Bayern frei zugänglichen Wald eine Jagd zu
betreiben, muß er trotzdem auf die anderen ebenfalls Berechtigten
Rücksicht nehmen.
klar muss er rücksicht nehmen. und wenn er dir eine "verpasst" hat
tut ihm das auch sicher sehr leid und er gelobt dem richter besserung. und
was nützt es dir?

Du weichst wieder aus in deiner Argumentation.. Das einzige, was du mir auch hier wieder erwiderst ist, daß ich prinzipiell Recht habe, mir das aber nix nützt, wenn er mir eine verpaßt hat. Du lieferst keinerlei Begründung dafür, warum andere Waldnutzer nur geduldete Gääste sein sollen. Ich hab nicht prinizpiell was gegen Jäger, aber es gab hier einen Fall, in dem mit SChrot hinter einer Reiterin hergeschossen wurde, weil der Weg angeblich fürs Reiten gesperrt war (was definitiv nicht stimmte).

du scheinst eher ein grundsätzliches "problem" mit jägern zu haben,
soll´s ja geben.

Ich schrieb doch schon, daß ich nix gegen die zweimal stattfindende Treibjagd auf den Feldern habe, obwohl es sicherlich nicht jedermanns Sache ist, wenn die 5 m vorm Küchenfenster vorbeigehen.

ich persönlich habe noch niemals eine treibjagd erlebt die nicht durch
schilder oder zeitungsanzeige oder beidem o. sonstwie öffentlich
bekanntgegeben worden ist. womit wir wieder bei der versicherung wären.
im konkreten fall von mäxle denke ich eher das die schilder/zeitung einfach
nicht gesehen worden sind. eine treibjagd ohne entsprechende info gibt es
meines wissens nicht. zumindest nicht in deutschland. wie es in bayern ist
weiß ich net. ;-)

mäxle kommt meines Wissens nach aus der SChweiz, wie das dort gehandhabt wird, weiß ich nicht.

verstehe mich bitte nicht falsch. ich selber bin kein jäger. aber ich habe
nur ein leben und dafür bin ich mir gegenüber selber verantwortlich und
zwar in jeglicher hinsicht. egal was irgendwo in irgendeinem gesetz steht.
recht zu haben bringt es einem eben nicht immer. bedachtes handeln schon
eher.

Okay, dann gehst du also nicht in den Wald, weil ja eine Treibjagd sein könnte? Was denkst du, warum wir uns etwas aufgeregt haben? In diesem Falle liegt es eben nicht mehr in meiner Hand für mein Leben selbst veranbtwortlich zu sein, weil ich gar nicht wissen kann, wo ein Jäger auf einem Hochsitz ansitzt oder mäxle eben nicht wissen konnte, daß dort eine Treibjagd stattfindet. Du hast selber keinerlei Einfluß mehr und kannst dich nur darauf verrlassen, daß der Jäger verantwortlich und besonnen handelt. Bei den Vorkommnissen hier in unmittelbarer Umgebung habe ich da aber berechtigte Zweifel, was aber sicherlich eine Ausnahme ist, die ich bisher in keinem meiner anderen Pilzreviere so erlebt habe.

Gruß

Birgit

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Der Truppenübungsplatz Hammelburg

Jürgen, (vor 8040 Tagen) @ cyberpike

ist mykologisch übrigens hoch interessant - besonders die Buchenwälder auf Kalk östlich vom Übungsdorf Bonnland!!!

Das soll jetzt aber kein Aufruf sein, sich dort bei Schießbetrieb herumzutreiben. Ich war sonntags drin - mit Erlaubnis der StoV, versteht sich;)

Grüße, Jürgen

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Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat

cyberpike, (vor 8040 Tagen) @ Birgit

guten morgen birgit,

die rechte einen wald betreten zu dürfen o. nicht obliegt wohl immer der im konkreten fall geltenden situation. manche wälder sind eben privat u. manche dienen der öffentlichkeit als naherholungsgebiet für städter und what ever... und in der schweiz ist es wieder anders und in frankreich noch etwas anders und in italien ist so in österreich so....

das spielt doch aber nicht wirklich eine rolle. irgendwie scheinst du mich nicht zu verstehen und pochst auf dein recht. sonst würdest du doch nicht wieder diesen einwand bringen, zitat:

Eben es steht nirgends, also warum - nun noch einmal meine Frage - sollten die Rechte von Jägern vor denen anderer Waldnutzer stehen? Weil ich sonst eine Ladung SChrot im Hintern habe - das übersetze ich für mich so: weil der andere ein Gewehr hat und ich nicht - das Recht des Stärkeren also? Ich dachte, wir wären heutzutage schon - in zivilen Situationen jedenfalls - ein bißchen weiter im sozialen Zusammenleben. zitat ende.

nochmal zu den truppenübungsplätzen:
ich kann nur jeden warnen diese zu betreten geschweige den dort mit pilzmessern im erdreich rumzustochern. wer die gefahr nicht erkennt, dem sei hier gesagt: sie ist dort allgegenwärtig. ich hoffe nicht daß sich einige leute durch dein beispiel nun ermuntert fühlen dort nach pilzen zu suchen.

zitat:
Du weichst wieder aus in deiner Argumentation.. Das einzige, was du mir auch hier wieder erwiderst ist, daß ich prinzipiell Recht habe, mir das aber nix nützt, wenn er mir eine verpaßt hat. Du lieferst keinerlei Begründung dafür, warum andere Waldnutzer nur geduldete Gääste sein sollen. Ich hab nicht prinizpiell was gegen Jäger, aber es gab hier einen Fall, in dem mit SChrot hinter einer Reiterin hergeschossen wurde, weil der Weg angeblich fürs Reiten gesperrt war (was definitiv nicht stimmte). zitat ende

weiter oben habe dazu schon etwas geschrieben. es obliegt mir auch nicht über recht und unrecht zu urteilen. höchstens aus meinem subjektiven empfinden. zu der reiterin: ein jäger der vorsätzlich auf menschen schießt ist ganz offensichtlich mit seiner im betrauten aufgabe völlig überfordert und gehört zum schutze der allgemeinheit weggesperrt. schwarze schafe gibt es aber überall. deshalb alle jäger über einen kamm zu scheren wäre unangebracht. es gibt ja sogar leute die behaupten alle angler wären potentielle mörder....

zitat:
Ich schrieb doch schon, daß ich nix gegen die zweimal stattfindende Treibjagd auf den Feldern habe, obwohl es sicherlich nicht jedermanns Sache ist, wenn die 5 m vorm Küchenfenster vorbeigehen. zitat ende

wenn ein jäger nur 5 m vor deinem küchenfenster vorbeigeht hat er sicherlich das recht dazu. wenn er es nicht hätte, bzw. er dein grundstück betritt könntest du ihn doch des grundstücks verweisen (sollte es dein grundstück sein würde er sich des landfriedensbruchs strafbar machen)

mein angelverein hat z.b. ein see von einem bauern gepachtet der selber jäger ist. dieser hat im pachtvertrag eine klausel, die ihn berechtigt an jagdtagen das betreten für andere zu untersagen.

zitat:
Okay, dann gehst du also nicht in den Wald, weil ja eine Treibjagd sein könnte? Was denkst du, warum wir uns etwas aufgeregt haben? In diesem Falle liegt es eben nicht mehr in meiner Hand für mein Leben selbst veranbtwortlich zu sein, weil ich gar nicht wissen kann, wo ein Jäger auf einem Hochsitz ansitzt oder mäxle eben nicht wissen konnte, daß dort eine Treibjagd stattfindet. Du hast selber keinerlei Einfluß mehr und kannst dich nur darauf verrlassen, daß der Jäger verantwortlich und besonnen handelt. Bei den Vorkommnissen hier in unmittelbarer Umgebung habe ich da aber berechtigte Zweifel, was aber sicherlich eine Ausnahme ist, die ich bisher in keinem meiner anderen Pilzreviere so erlebt habe. zitat ende

also habe mich nicht aufgeregt und das werde ich auch nicht. ich gehöre nicht zur angsthasen-fraktion und habe mich auch nicht beschwert. mich wegen jägern nicht an meinem pilzfrund zu erfreuen scheint mir etwas "befremdlich", wenn ich es mal so formulieren darf.
ich bin eher der typ der die konversation mit jägern sucht(soweit möglich) und nach dieser event. schlauer ist als vorher (was die pilze angeht). und wie bereits erwähnt stellt eine treibjagd meiner meinung nach keine größere gefahr da als vom lkw überfahren zu werden.

die sache mit dem ansitz-jäger ist genau so wie du es beschrieben hast. ich kann mich eben nicht zu 100% auf andere menschen verlassen. und genau aus diesem grunde sage ich jeder ist für sich selber verantwortlich. es ist jedem selber überlassen in den wald zu gehen o. nicht. garantie das nichts passiert kann dir niemand geben. aber wo bekommst du die schon? mal ehrlich...

zum abschluß erlaube ich mir noch einmal erich kästner zu zitieren:

Wirds besser?
Wirds schlimmer?
Fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich,
das Leben ist immer
lebensgefährlich.
(Erich Kästner)

freundlicher gruß von rüdiger

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Das entwickelt sich ja zur unendlichen Geschichte *oT*

Dedimyk, (vor 8040 Tagen) @ cyberpike

- kein Text -

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Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat

Thomas Pruß, (vor 8039 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle,
das ist unverständlich: Eigentlich hätte eine Treibjagd mit Warnhinweisen beschildert sein sollen. So macht man es zumindest bei uns.
Grüsslis
Thomas

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Re: Das entwickelt sich ja zur unendlichen Geschic

Gork, (vor 8039 Tagen) @ Dedimyk

Also soweit ich weiss, ist es zwar so, das ein Jäger einen Wald pachtet und somit das alleinige Jagdrecht in diesem Gebiet hat, aber eben nicht das Recht diesen Wald alleine zu betreten!

Desweiteren ist es soweit mir bekannt ist so, das ein Jäger vor der Jagt dafür zu sorgen hat, das das bejagte Gebielt mit SICHERHEIT frei von Menschen ist, die in Gefahr geraten könnten!

Klar ist das unpraktikabel, der Jäger geht in den Wald und sieht sich um, läd seine Knarre und ballert los...

Nur wenn er wen trifft oder auch nur gefährdet ist er eben seine Jagdlizenz los und so weiter... Strafe etc. Aber was hilft es hinterher mit Schrot im Ar.....

Also einfach ne rote Jacke anziehen und beim Pilzesammeln mit beiden Händen immer kräftig winken und dabei ständig laut rufen... "Ich bin kein schmackhaftes Reh... Ich bin kein schmackhaftes Reh... Ich bin kein schmackhaftes Reh..."

Recht haben und kriegen ist in Deutschland ja immer so eine Sache....
Im zweifel einen Schein machen, Knarre kaufen und schnell zurückballern! Grins...

(Alles nicht ganz ernst gemeint....)

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Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat

Mäxle, (vor 8038 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas

Du hast schon Recht, das würde ich mir auch wünschen, aber in unserem Gebiet im Raume Solothurn ist das nicht so. Ich vermute mal, dass im Gratis-Wochenanzeiger der umliegenden Gebiete die Jagdzeiten der entsprechenden Gemeinden veröffentlicht werden. Aber wer liest das schon alles! Im Übrigen sind die Wälder ja von so vielen Seiten durch offizielle Wander- und Forstwege zugänglich, dass die Aufstellung von Hinweistafeln ein enormer Aufwand wäre. Im dunklen Nadelwald bin ich sogar bis auf ca. 5m auf einen ansitzenden Jäger mit Gewehr bei Fuss herangekommen, den ich in der Dunkelheit erst spät erkannte. Er hat nur seinen Kopf gedreht, aber nichts gesagt. Ich war so erschrocken, dass ich sofort den Rückweg antrat und mich in den gegenüberliegenden Wald verzog, wo ich dann etwas später die Begegnung mit den Treibern hatte. Bei meinen Waldgängen trage ich immer eine grellgelbe Wetterjacke, die mich wohl auch in Zukunft vor unliebsamen Überraschungen schützen wird.

Pilzige Grüessli vom Mäxle.

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Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat

Thomas Pruß, (vor 8038 Tagen) @ Mäxle

Moin Mäxle,
ich habe mich gestern noch mal schlau gemacht, denn immerhin betrifft mich das ja auch persönlich, weil ich gerade den Lehrgang zur Jägerprüfung mache. Ich schreibe jetzt mal das, was ich für mein Heimatland Schleswig-Holstein herausgefunden habe. Hier müssen Treib- und Drückjagden kenntlich gemacht werden, und ich denke mal, das gilt auch für ganz Deutschland (Jagdrecht ist bei uns teilweise föderales Recht). Und das ergibt ja auch Sinn: Die allermeisten Jagdreviere werden von Straßen durchzogen, und dort müssen entsprechende Schilder aufgestellt werden! Als Pilzsucher fällt man dann förmlich darüber. In einem Hochgebirgsland wie der Schweiz, mit ganz anderen Straßenverläufen, liegen die Verhältnisse anders, außerdem habt ihr ja auch ein anderes Jagdrecht.
Übrigens dürfte der Jäger, den du getroffen hast, sehr dankbar für dein Verhalten gewesen sein, denn wer so lautlos durch den Wald schleicht wie du, der vergrämt das Wild auch nicht.
Grüsslis
Thomas