Bestimmungshilfe Fälbling u. Ritterl. (?) 5 Fotos *PIC*

interhias ⌂, (vor 8029 Tagen)

Servus!

Hier zwei Funde von gestern aus den Teegernseer Bergen, zu denen ich gern eure Meinung wüsste.
Diese hier standen in einer langen Reihe mit ca. 20 Exemplaren verschiedensten Alters in einem Fichtenjungwald an einem steilen feuchten Hang auf ca. 1200 m:
Bild 1-3:
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Infos:
Hutdurchmesser: 3-5 cm; Hut trocken, blass (fahl) hellbraun, bisweilen deutlich gezont und fleckig, Huthaut nur am Rand abziehbar;
Lamellen: breit angewachsen, untermischt, bauchig, hellbraun;
Stiel: 7-8 cm lang, bis knapp 1 cm breit, verbogen, bisweilen längsrissig, weißlich, weißschuppig überhaucht, vor allem an der Basis mit der Zeit bräunend, ohne Ringzone, voll;
Trama: im Zentrum dickfleischig, zum Rand hin dünn; weißlich, hellbraun verfärbend;
Geschmack: mild, rettichartig;
Geruch: schwach rettichartig;
Sporenpulver: ockerbraun;

Mein Tipp: Hebeloma longicaudum, der Langstielige Fälbling

Und diese hier fand ich im Mischwald (Tanne-Fichte-Buche) auf ca. 1000 m, mutmaßlicher Mykorrhiza-Partner: Weißtanne
Bild 4-5:
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Infos:
Hutdurchmesser: 3-4 cm; Hut trocken, radialfaserig, feinfilzig, kastanienbraun, zur Mitte hin dunkel- bis schwarzbraun, Rand glatt, Huthaut abziehbar; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, untermischt, wellig bis bauchig, cremefarben bis blassgelb, zu den Schneiden hin und an den Schneiden fleischbräunlich bis gelbbraun;
Stiel: 3-4 cm lang, 1 cm breit, hutfarben, dunkelbraun längsfaserig, stellenweise feinschuppig überhaucht, an der Spitze heller; alt hohl, an der Basis verjüngt bis zugespitzt und verbogen wurzelnd;
Fleisch: weißlich bis blassgelb, vor allem an Fraßstellen und im Stiel bräunend;
Geschmack: mild, schwach mehlig; Geruch: schwach; Sporenpulver: weiß;

Mein Tipp: Tricholoma pseudonictitans
Was meint ihr?

Weitere Fotos findet ihr auf meiner Bestimmungsseite.

Gruß aus Müchen
Hias

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Re: Bestimmungshilfe Fälbling u. Ritterl. (?) 5 Fo

Jens ⌂, (vor 8028 Tagen) @ interhias

Hallo hias,

ich kann leider zu Deinen Funden nicht allzu viel sagen, aber jemand, der sie so genau beschreibt, hat einfach eine Antwort verdient :-))

Von der Gattung her liegst Du garantiert zweimal richtig. Aber die Arten?

Zum langstieliegen Fälbling (H. longicaudum) schreibt Kreisel, daß er überhaupt nicht nach Rettich riecht. Daher für mich mit Fragezeichen.

Zum Ritterling; Tricholoma pseudonictitans ist doch der gelbblättrige Ritterling, der in den meisten Büchern T. fulvum heißt. Das könnte schon hinkommen. Etwas besseres fällt mir jedenfalls nicht ein.

Gruß Jens

Servus!
Hier zwei Funde von gestern aus den Teegernseer Bergen, zu denen ich gern
eure Meinung wüsste.
Diese hier standen in einer langen Reihe mit ca. 20 Exemplaren
verschiedensten Alters in einem Fichtenjungwald an einem steilen feuchten
Hang auf ca. 1200 m: Bild 1-3:


Infos: Hutdurchmesser: 3-5 cm; Hut trocken, blass (fahl) hellbraun, bisweilen
deutlich gezont und fleckig, Huthaut nur am Rand abziehbar;
Lamellen: breit angewachsen, untermischt, bauchig, hellbraun;
Stiel: 7-8 cm lang, bis knapp 1 cm breit, verbogen, bisweilen längsrissig,
weißlich, weißschuppig überhaucht, vor allem an der Basis mit der Zeit
bräunend, ohne Ringzone, voll;
Trama: im Zentrum dickfleischig, zum Rand hin dünn; weißlich, hellbraun
verfärbend;
Geschmack: mild, rettichartig;
Geruch: schwach rettichartig;
Sporenpulver: ockerbraun;
Mein Tipp: Hebeloma longicaudum, der Langstielige Fälbling
Und diese hier fand ich im Mischwald (Tanne-Fichte-Buche) auf ca. 1000 m,
mutmaßlicher Mykorrhiza-Partner: Weißtanne
Bild 4-5:

Infos: Hutdurchmesser: 3-4 cm; Hut trocken, radialfaserig, feinfilzig,
kastanienbraun, zur Mitte hin dunkel- bis schwarzbraun, Rand glatt,
Huthaut abziehbar; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, untermischt, wellig
bis bauchig, cremefarben bis blassgelb, zu den Schneiden hin und an den
Schneiden fleischbräunlich bis gelbbraun;
Stiel: 3-4 cm lang, 1 cm breit, hutfarben, dunkelbraun längsfaserig,
stellenweise feinschuppig überhaucht, an der Spitze heller; alt hohl, an
der Basis verjüngt bis zugespitzt und verbogen wurzelnd;
Fleisch: weißlich bis blassgelb, vor allem an Fraßstellen und im Stiel
bräunend;
Geschmack: mild, schwach mehlig; Geruch: schwach; Sporenpulver: weiß;
Mein Tipp: Tricholoma pseudonictitans
Was meint ihr?
Weitere Fotos findet ihr auf meiner Bestimmungsseite .
Gruß aus Müchen
Hias

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Re: Bestimmungshilfe Fälbling u. Ritterl. (?) 5 Fo

Andreas ⌂, (vor 8028 Tagen) @ interhias

Hallo,

also der Ritterling ist auch meiner Meinung nach ein klarer Tricholoma pseudonictitans.

Der Faelbling sieht sehr nach Hebeloma bryogenes aus, der vermutlich jetzt H. incarnatulum heissen muss. Frueher meist als H. longicaudum bestimmt.

beste Gruesse,
Andreas

Servus!
Hier zwei Funde von gestern aus den Teegernseer Bergen, zu denen ich gern
eure Meinung wüsste.
Diese hier standen in einer langen Reihe mit ca. 20 Exemplaren
verschiedensten Alters in einem Fichtenjungwald an einem steilen feuchten
Hang auf ca. 1200 m: Bild 1-3:


Infos: Hutdurchmesser: 3-5 cm; Hut trocken, blass (fahl) hellbraun, bisweilen
deutlich gezont und fleckig, Huthaut nur am Rand abziehbar;
Lamellen: breit angewachsen, untermischt, bauchig, hellbraun;
Stiel: 7-8 cm lang, bis knapp 1 cm breit, verbogen, bisweilen längsrissig,
weißlich, weißschuppig überhaucht, vor allem an der Basis mit der Zeit
bräunend, ohne Ringzone, voll;
Trama: im Zentrum dickfleischig, zum Rand hin dünn; weißlich, hellbraun
verfärbend;
Geschmack: mild, rettichartig;
Geruch: schwach rettichartig;
Sporenpulver: ockerbraun;
Mein Tipp: Hebeloma longicaudum, der Langstielige Fälbling
Und diese hier fand ich im Mischwald (Tanne-Fichte-Buche) auf ca. 1000 m,
mutmaßlicher Mykorrhiza-Partner: Weißtanne
Bild 4-5:

Infos: Hutdurchmesser: 3-4 cm; Hut trocken, radialfaserig, feinfilzig,
kastanienbraun, zur Mitte hin dunkel- bis schwarzbraun, Rand glatt,
Huthaut abziehbar; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, untermischt, wellig
bis bauchig, cremefarben bis blassgelb, zu den Schneiden hin und an den
Schneiden fleischbräunlich bis gelbbraun;
Stiel: 3-4 cm lang, 1 cm breit, hutfarben, dunkelbraun längsfaserig,
stellenweise feinschuppig überhaucht, an der Spitze heller; alt hohl, an
der Basis verjüngt bis zugespitzt und verbogen wurzelnd;
Fleisch: weißlich bis blassgelb, vor allem an Fraßstellen und im Stiel
bräunend;
Geschmack: mild, schwach mehlig; Geruch: schwach; Sporenpulver: weiß;
Mein Tipp: Tricholoma pseudonictitans
Was meint ihr?
Weitere Fotos findet ihr auf meiner Bestimmungsseite .
Gruß aus Müchen
Hias