Hallo Pilzmel,
Inocyben werden allgemein als Risspilze bezeichnet, nicht als Dussel 
Dass die ursprüngliche Bestimmung durch die Mikroskopie widerlegt wird, ist auch keine Tragödie, sondern da wird es doch erst richtig interessant! Wichtig wären jetzt detaillierte Aufzeichnungen, die man aber oft gar nicht mehr anlegt, wenn die Bestimmung vermeintlich klar ist (da habe ich mich auch schon manchmal über meine Nachlässigkeit geärgert).
Einige Fragen würden mich schon noch interessieren:
- war hier wirklich der süßliche pyriodora- (bzw. fraudans-) Geruch da?
- hat sich das Fleisch im Schnitt irgendwie verfärbt?
- War der Stiel komplett mit Caulocystiden bereift (auf dem Bild scheint es so)?
- Die Größe der Sporen?
- Größen und Wandstärken der Cystiden?
Bei der Kombination stämmiger Wuchs und ganz bereifter, oben bräunlicher Stiel mit mehr oder weniger knolliger (gerandet, abgesetzt?) Basis, dürfte die Eingrenzung der Verwandtschaft nicht allzu schwer sein. Je nachdem kann aber die genaue Festlegung auf eine Art durchaus diffizil werden.
Einstweilen frostige Grüße aus der Oberpfalz
Helmut
Hallo Pilzfreunde!
Weil der Winter wohl doch nicht mehr aufzuhalten ist, habe ich mir u.a.
vorgenommen, meine Rißpilze "aufzuploppen und durchzustangln".
Nicht gerade über Weihnachten (da prüfe ich nur Psathyrellen), aber so
nach und nach. Gleich beim ersten Versuch die Tragödie.
Den hatte ich mal als Inocybe fraudans bestimmt. Fruktifizierte (mit
Ausnahme 2004) beständig im lockeren Gras bei Weiden und Pappeln, an einem
Teichrand und einem Bachufer. Größe sehr variabel. Oft mit
"rechtwinklig abgebogenem" Hutrand. Aromatisch. Mikroskopisch
haut das aber nicht hin. Cheilo- und Pleurozystiden sehr zahlreich,
erstere größer und ziemlich schlank. Kaulozystiden erstaunlich vielfältig
in Größe und Form.
Weiß jemand damit etwas anzufangen? Für Richtungsweisungen immer dankbar!
Beste Grüße! pm.