Gibt es noch einen, der...

Parasol-Lover, (vor 7975 Tagen)

am 24. Dez. abends eine Mahlzeit mit frischen Pilzen (nicht aus Züchtung)
genossen hat ?

War für mich jedenfalls ein Novum. Hab mir das Wochen vorher fest vorgenommen.
Also hab ich mich von 10 bis 17 Uhr durch den örtlichen Flußauen-Dschungel geschlagen und es hat sich natürlich gelohnt. Mittlerweile bin ich ein richtiger
Winterrübling-Experte geworden. Ca. 500 g hab ich gefunden.

Eventuell interessant für den einen oder anderen Leser dieses Beitrages könnte die Beschreibung des m.E. idealtypischen Standortes von Samtfußrüblingen sein.

An optisch "gesunden" Weiden, Buchen und anderen Laubbäumen kaum zu finden
An kranken, sterbenden durchaus zu finden manchmal auch nennenswert ergiebig.
Fichten in ihrer Nähe mögen sie offensichtlich gar nicht.
Samtis am Holunder relativ häufig aber fast immer sehr klein und unergiebig. Vermutlich eigene Unterart.

Mit Abstand idealster Standort und teilweise ergiebigem Vorkommen (manchmal an
einem Platz fast eine Portion für eine Person):

Flußufer (Überschwemmungsgebiet), vermodernde abgefallene Äste oder kleinere Stämme von Weiden unter zerfallenem Schilf/Gras, leicht sumpfig. Oftmals
spinnwebenartig eingeschlossen mit einer Pflanze, die mir unbekannt ist.
Eigenartig ist vielleicht noch, daß man unter Umständen 1 Stunde lang am
Ufer entlang läuft und absolut nichts findet, obwohl die Bedingungen überall
ähnlich sind und dann plötzlich tauchen sie auf. Geht man dann auf die andere
Uferseite, dann exakt das selbe Bild. Immer auf gleicher Höhe Funde oder
1 h lang nichts. Mir absolut unverständlich. :-(

Da ich auf meinen Touren, ausser ein paar verständnislosen Anglern, keine
Konkurrenz habe, kann ich es mir leisten die ganz jungen Samtis stehen
zu lassen. Insgesamt muss man sagen, daß das Wachstum sehr sehr langsam
von statten geht. Wenn da noch ein paar Leute mehr auf die Pirsch gingen,
dann wären sie wohl fast so selten wie Trüffel. :-)

PL

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Samtfußrüblinge an vielen Substraten

Karl Keck ⌂, (vor 7975 Tagen) @ Parasol-Lover

An kranken, sterbenden durchaus zu finden manchmal auch nennenswert ergiebig.
Fichten in ihrer Nähe mögen sie offensichtlich gar nicht.
Samtis am Holunder relativ häufig aber fast immer sehr klein und unergiebig.
Vermutlich eigene Unterart.

Hallo PL,

Samtfußrüblinge kannst Du außerdem auch an Buche, Ahorn, Esche, Ulme, Erle, Robinie, Birke, Hainbuche, Hasel, Linde und vermutlich noch einigen anderen Laubbäumen finden. Einmal fand ich ein Büschel auch an Fichte!
Vorkommen an anderem Substrat und kleiner oder größer als üblich muss noch keine Varietät ("Unterart") sein.

Grüße aus dem tiefverschneiten Biberach an der Riss
Karl