Leccinum auranticum? *PIC*

thomasku, (vor 7942 Tagen)

Das unten abgebildete Rätsel brachte mich mal wieder dazu die Rauhstielröhrlingsfunde des letzten Jahres zu prüfen.

Meist konnte ich sie nicht 100%-ig richtig zuordnen. Jetzt versuche ich das nachträglich noch. Bei folgenden drei Bildern müsste es sich doch auf Grund der weißlichen Stielflocken um Leccinum auranticum handeln, der Espenrotkappe.

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Sie stammen allesamt von verschiedenen Standorten bodensaurer Nadelmischwälder. Pappeln waren zumindest bei Bild 2 und 3 in der Nähe. Bei Bild 1 war eine Ansammlung von Pappeln ca. 30m entfernt. Birken, Eichen und Fichten waren jedoch jeweils auch nicht fern. Gefunden jeweils spät im Jahr, Ende September bis Anfang November.

Und noch eine Frage:

Wie unterscheidet man im Wald sicher Leccinum vulpinum von Leccinum versipelle? Nur an der Hutfarbe kann ja wohl nicht richtig sein?!

Vielen Dank,
Thomas

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Re: Leccinum auranticum?

Rudi, (vor 7942 Tagen) @ thomasku

Hallo Thomas,

die ersten zwei Pilze könnten wirklich die Espenrotkappen sein. Neben der Stieloberfläche sprechen auch die herumliegenden Blätter dafür.
Den unteren Pilz halte ich für eine andere Art- vielleicht der Pappelraufuß?
Schau mal meine Bilder an:

http://pilzseite.de/Pilzgalerie/Leccinum/aurantiacum/FrameSet.htm

dort ist auch ein e Verbindung zum Pappelraufuß, Leccinum duriusculum

PG Rudi

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Leccinum auranticum?

thomasku, (vor 7941 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,

an dem Fundtag war es dunkel und die Aufnahme erfolgte mit Blitz. Dadurch sind die Farben natürlich etwas verfälscht. Den Pilz ließ ich auch am Standort. Bei genauem Betrachten halte ich aber nun auch bei Nr. 3 L. duriusculum für wahrscheinlicher.

Danke für den Hinweis. Übrigens habe ich Deine Bilder natürlich bereits verglichen und bin dort wegen der dunkleren Stielschuppen von L. duriusculum abgekommen. Ist aber denke ich kein Ausschlußkriterium?!
Gruß
Thomas

Hallo Thomas,
die ersten zwei Pilze könnten wirklich die Espenrotkappen sein. Neben der
Stieloberfläche sprechen auch die herumliegenden Blätter dafür.
Den unteren Pilz halte ich für eine andere Art- vielleicht der Pappelraufuß?
Schau mal meine Bilder an:
http://pilzseite.de/Pilzgalerie/Leccinum/aurantiacum/FrameSet.htm
dort ist auch ein e Verbindung zum Pappelraufuß, Leccinum duriusculum
PG Rudi

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Re: Leccinum auranticum?

Jürgen, (vor 7941 Tagen) @ thomasku

Hallo Thomas,

ich muss Rudi hier widersprechen: Auch Bild 3 ist sicher Leccinum aurantiacum. Die Aufnahme ist nur unterbelichtet, weshalb der Pilz so dunkel wirkt.

Was deine Frage zu Birken- und Fuchsrotkappe betrifft, sagt die Hutfabe in diesem Fall schon viel aus. Entscheidend bei L. versipelle ist die Kombination schwarze Stielschuppen und orangefarbener Hut. L. vulpinum (selten!) erinnert an die Eichenrotkappe, der Hut ist mehr braunrot (nie orange oder gar gelb), ebenso die Stielschuppen (die allerdings bis ins Schwärzliche spielen können, besonders bei der Form im Fichtenwald). L. versipelle schwärzt im Schnitt stärker, außerdem MUSS Birke in der Nähe sein.

Grüße, Jürgen

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Leccinum auranticum?

thomasku, (vor 7941 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

da ist dann wohl doch viel Erfahrung dabei, diese Farbunterschiede wahrzunehmen. Ich werde nächstes Jahr versuchen, darauf zu achten. Danke für die Infos.

Grüße
Thomas

Hallo Thomas,
ich muss Rudi hier widersprechen: Auch Bild 3 ist sicher Leccinum
aurantiacum . Die Aufnahme ist nur unterbelichtet, weshalb der Pilz so
dunkel wirkt.
Was deine Frage zu Birken- und Fuchsrotkappe betrifft, sagt die Hutfabe in
diesem Fall schon viel aus. Entscheidend bei L. versipelle ist die
Kombination schwarze Stielschuppen und orangefarbener Hut. L. vulpinum
(selten!) erinnert an die Eichenrotkappe, der Hut ist mehr braunrot (nie
orange oder gar gelb), ebenso die Stielschuppen (die allerdings bis ins
Schwärzliche spielen können, besonders bei der Form im Fichtenwald). L.
versipelle schwärzt im Schnitt stärker, außerdem MUSS Birke in der Nähe
sein.
Grüße, Jürgen