B. torosus, rubrosanguineus *PIC*

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7907 Tagen)

Hallo zusammen, hallo Jürgen,

Jürgen hat ja gerade diese schwierigen Röhrlinge in schönen Bildern vorgestellt. Dabei war auch die Rede von den 2 nachfolgenden Röhrlingen. Ich hoffe, ich liege in der Bestimmung richtig!
Boletus torosus (Ochsen-Röhrling) ist eigentlich kein schöner Pilz, mit blassen Hutfarben, dazu aber im Kontrast die schön gelben Poren. Sofort dunkel blaufleckend und dann rot werdend. Das Bild zeigt sehr zerfressenen Exemplare; die Schnecken sind eben immer einen Tick schneller als ich...
Fundort: im Laubwald bei Eiche, Buche mit eingestreuten Fichten und Weisstannen auf Kalk, im Elsässer Jura.

[image]

B. rubrosaguineus (Falscher Satans-Röhrling??) ist da schon wesentlich attraktiver. Das war sicher die Art, die man früher als rhodopurpureus bestimmte. B. rubrosanguineus blaut aber recht wenig, und hat oft braune Flecken auf dem Hut. Typisch scheint auch der Standort: nicht im Laubwald, sondern im Nadelwald, sogar auch in höheren Lagen. Hier bei Weisstanne, Eiche und Buche auf Kalk, auch im Elsässer Jura.

[image]

Die Hauptschwierigkeit bei diesen Röhrlingen ist: sie sind selten, also kaum miteinander zu vergleichen. Die Farben und das Blauen sind auch je nach Wetter sehr veränderlich.
Das sieht man schön am nachfolgenden Bild, das eigentlich den Wurzelnden Bitter-Röhrling (B. radicans) zeigt. Das rote Exemplar wuchs neben den anderen!
Das wäre nach einigen Autoren dann wohl B. pachypus.

[image]

Wie denkt ihr darüber?

Mit vielen Grüssen, Markus

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Re: B. torosus, rubrosanguineus

Matthias, (vor 7907 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,
die beiden ersten Arten passen, beim dritten Bild sind zwei Arten zu sehen.
Den linken Fruchtkörper halte ich für den Satansröhrling, ich habe den Satansröhrling und Wurzelnden Bitterröhrling schon direkt nebeneinander wachsend gefunden,
viele Grüssse
Matthias

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Re: B. torosus, rubrosanguineus

Jürgen, (vor 7907 Tagen) @ Matthias

Hallo Markus,

vielen Dank, dass Du an dieser Stelle mit - korrekt bestimmten - B. torosus und B. rubrosanguineus "aushilfst"! Die beiden habe ich nämlich bisher nicht vor die Linse bekommen, ich wollte aber auch keine Fremdbilder reinmogeln.

Auch bei dem unteren Bild gebe ich Matthias völlig recht: Das linke Exemplar ist ganz eindeutig ein Satanspilz, der oft zusammen mit B. radicans wächst. Noch heikler wird es, wenn ersterer - was gelegentlich vorkommt - gelbporig bleibt; das Exemplar hier hat ja wenigstens noch rot getönte Poren, was man für B. radicans in diesem Stadium 100%ig ausschließen kann.

Grüße, Jürgen

Hallo Markus,
die beiden ersten Arten passen, beim dritten Bild sind zwei Arten zu sehen.
Den linken Fruchtkörper halte ich für den Satansröhrling, ich habe den
Satansröhrling und Wurzelnden Bitterröhrling schon direkt nebeneinander
wachsend gefunden,
viele Grüssse
Matthias

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Ergänzung

Jürgen, (vor 7907 Tagen) @ Jürgen

Ich würde für B. rubrosanguineus vorschlagen, die deutsche Bezeichnung "Weinroter Röhrling" zu verwenden und den Terminus "Falscher Satanspilz" auf B. legaliae zu beschränken.

Häufig werden Arten der mäßig blauenden Gruppe um B. rhodoxanthus und B. rubrosanguineus als "Purpurröhrling" bezeichnet, z. T. belegt mit den Farbattributen "Blasshütiger", "Rosahütiger" oder "Weinroter". Ich hielte es für besser, den Namen "Purpurröhrling" auf die stark blauende Gruppe um B. rhodopurpureus zu beschränken, um auch so im Deutschen kenntlich zu machen, dass es sich um zwei verschiedene Verwandtschaftskreise handelt.

Grüße, Jürgen

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Boletus satanas ??

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7907 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen, Hallo zusammen,

Danke für die Stellungsnahme. Ob das der Satansröhrling ist, bezweifle ich einfach etwas: diese Art ist bei uns ziemlich häufig, so dass ich sie doch gut kenne. Dass der Hut rosa ist, ist doch recht selten, der Stiel ist nicht typisch in den Farben, auch fehlte der Geruch und soviel ich noch weiss, war der Pilz auch bitter. Die Pilze wuchsen in der Rheinnebene im Auenwald, und da ist B. satanas doch sehr selten!
Aber ganz ausschliessen kann ich natürlich B. satanas nicht!

Auf jeden Fall sind diese Röhrlinge schön anzuschauen und ich glaube, dass auch noch in 100 Jahren über diese Pilze diskutiert wird!

Auf dass es nach diesem unendlichen Winter zum trotz schöne Boleten gib: Markus

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Re: Boletus satanas ??

Jürgen, (vor 7907 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

ich habe aufgrund deiner Angaben überlegt, ob es evtl. ein Boletus legaliae sein könnte, den ich z.B. dank Gunter Golla in Brandenburg im Eichen-Auwald zusammen mit B. radicans gesehen habe. Aber da spricht einfach zuviel dagegen, v. a. der Gesamthabitus, der Aspekt der Huthaut (glänzend, nicht filzig) und der oben leuchtend gelbe Stiel.

Ich kenne B. satanas mit rosa überhauchtem Hut genau so auch von eigenen Funden. Ein planares Vorkommen an trockeneren Stellen ist durchaus möglich: B. satanas wurde z. B. bei Frankfurt/M. unter 100 m NN an einem Waldweiher gefunden.

"Geruchlos" und "bitter" passt zugegebenermaßen natürlich zunächst mal gar nicht. Erklärungsversuch: Der unangenehme Geruch ist bei jungen Exemplaren oft noch nicht so deutlich ausgeprägt, der Geschmack kann durchaus unangenehm bis adstringierend ausfallen.

Also, für mich ist das zumindest makroskopisch ein unproblematischer B. satanas. B. radicans kann man definitiv ausschließen (wenn man nicht einen Hybrid vermuten will). Selbst die von dir erwähnte Form "pachypus" hat nur Stiel-, keinesfalls aber Porenrot.

Grüße, Jürgen

Hallo Jürgen, Hallo zusammen,
Danke für die Stellungsnahme. Ob das der Satansröhrling ist, bezweifle ich
einfach etwas: diese Art ist bei uns ziemlich häufig, so dass ich sie doch
gut kenne. Dass der Hut rosa ist, ist doch recht selten, der Stiel ist
nicht typisch in den Farben, auch fehlte der Geruch und soviel ich noch
weiss, war der Pilz auch bitter. Die Pilze wuchsen in der Rheinnebene im
Auenwald, und da ist B. satanas doch sehr selten!
Aber ganz ausschliessen kann ich natürlich B. satanas nicht!
Auf jeden Fall sind diese Röhrlinge schön anzuschauen und ich glaube, dass
auch noch in 100 Jahren über diese Pilze diskutiert wird!
Auf dass es nach diesem unendlichen Winter zum trotz schöne Boleten gib:
Markus

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Ich bin echt kein Satansexperte..

Christoph G, (vor 7907 Tagen) @ Markus Wilhelm

.. aber alle Satansröhrlinge, die ich bisher als solche gefunden hab, haben IMMER einen unangenehmen Geruch auch bei ganz jungen Exemplaren gehabt (3cm Hutdurchmesser) so leicht stechend schon nach Urin, wie das ja auch in letzter zeit oft beschrieben wird (babywindel). Wie aussagekräftig der geruch ist mag ich nicht zu beurteileln, aber würd mich sehr interessieren!

Lg Christoph

Danke für die Stellungsnahme. Ob das der Satansröhrling ist, bezweifle ich
einfach etwas: diese Art ist bei uns ziemlich häufig, so dass ich sie doch
gut kenne. Dass der Hut rosa ist, ist doch recht selten, der Stiel ist
nicht typisch in den Farben, auch fehlte der Geruch und soviel ich noch
weiss, war der Pilz auch bitter. Die Pilze wuchsen in der Rheinnebene im
Auenwald, und da ist B. satanas doch sehr selten!
Aber ganz ausschliessen kann ich natürlich B. satanas nicht!
Auf jeden Fall sind diese Röhrlinge schön anzuschauen und ich glaube, dass
auch noch in 100 Jahren über diese Pilze diskutiert wird!
Auf dass es nach diesem unendlichen Winter zum trotz schöne Boleten gib:
Markus

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"Beschnüffelt"

Jürgen, (vor 7906 Tagen) @ Christoph G

habe ich jeden Satanspilz bisher nicht, weil es für die Bestimmung schlicht nicht erforderlich war. Gebe aber zu bedenken, dass auch bei anderen Arten oft sehr unterschiedliche Geruchsangaben kursieren (rhodoxanthus: pilzig vs. fruchtig, legaliae: Kumarin (Waldmeister) versus Zichorie (Maggi), appendiculatus: pilzig vs. sehr würzig, impolitus: Karbol vs. Jod etcetc.).

Gerade der Geruchssinn ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Ich habe mal eine Nasenhöhlenkaustik über mich ergehen lassen müssen - mit entsprechender Beeinträchtigung der Rezeptoren. Vielleicht fällt mir der Gestank z.B. von satanas deshalb erst ab einem gewissen Alter auf. Viele Nuancen, die andere riechen (oder meinen zu riechen), nehme ich gar nicht mehr wahr (kann manchmal von Vorteil sein;).

Grüße, Jürgen

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Re: Boletus satanas ??

Matthias, (vor 7906 Tagen) @ Jürgen

Hallo Markus,
ich habe aufgrund deiner Angaben überlegt, ob es evtl. ein Boletus legaliae
sein könnte, den ich z.B. dank Gunter Golla in Brandenburg im
Eichen-Auwald zusammen mit B. radicans gesehen habe. Aber da spricht
einfach zuviel dagegen, v. a. der Gesamthabitus, der Aspekt der Huthaut
(glänzend, nicht filzig) und der oben leuchtend gelbe Stiel.
Ich kenne B. sat3729anas mit rosa überhauchtem Hut genau so auch von eigenen
Funden. Ein planares Vorkommen an trockeneren Stellen ist durchaus
möglich: B. satanas wurde z. B. bei Frankfurt/M. unter 100 m NN an einem
Waldweiher gefunden.
"Geruchlos" und "bitter" passt zugegebenermaßen natürlich
zunächst mal gar nicht. Erklärungsversuch: Der unangenehme Geruch ist bei
jungen Exemplaren oft noch nicht so deutlich ausgeprägt, der Geschmack
kann durchaus unangenehm bis adstringierend ausfallen.
Also, für mich ist das zumindest makroskopisch ein unproblematischer B.
satanas . B. radicans kann man definitiv ausschließen (wenn man nicht
einen Hybrid vermuten will). Selbst die von dir erwähnte Form
"pachypus" hat nur Stiel-, keinesfalls aber Porenrot.
Grüße, Jürgen

Hallo Markus und Jürgen,
das der Satansröhrling auf etwa 100 m NN an Teichen bzw an Bachläufen vorkommt und dort auch mit Wurzelnden Bitterröhrlingen und Anhängselröhrlingen im selben Areal fruktiziert kann ich aus dem MTB 3729 bestätigen.
Schau mal beim Rudi auf der Homepage die Satansröhrlinge an, die haben Stellenweise sehr viel rosa im Hut: http://www.pilzseite.de/Pilzgalerie/Boletus/satanas/FrameSet.htm
viele Grüsse
Matthias

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schnüffeln

Rudi, (vor 7906 Tagen) @ Jürgen

tu ich aus verschiedenen Gründen, nicht nur an Schwammerln. Gerade der Geruch interessiert mich sehr. Deshalb hab ich schon mehrfach versucht, die bekannten Geruchskomponenten von satanas zu diagnostizieren. Alte Luder stinken wirklich zum Himmel, aber junge knackfrische Satanspilze kann ich beim besten Willen nicht als unangenehm riechend oder gar urinös bezeichnen.
Sie riechen auch nicht anders als B. legaliae , d.h., würzig nach Maggi oder Sellerie.
Übrigens würde ich den "satan" von Markus doch eher als Bitterpilz akzeptieren.
Ein typischer Satanspilz ist es mMn nicht. Und die roten Poren kommen ja zumindest gelegentlich auch bei radicans vor ( zumindest bei der Aufsicht von der Seite her!), siehe die unteren Bilder:

http://pilzseite.de/Pilzgalerie/Boletus/radicans/FrameSet.htm

Falls er wirklich bitter war, kann satanas nicht zutreffen.

Grüße Rudi

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Re: schnüffeln

Matthias, (vor 7906 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,
das ist mit Sicherheit kein Wurzelnder Bitterröhrling, den habe ich mittlerweile zur Genüge gesehen , da war nie ein Exemplar mit so deutlich roten Poren dabei,
viele Grüsse
Matthias

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Rudi, tut mir leid

Jürgen, (vor 7906 Tagen) @ Rudi

aber dass der linke auf Markus' Foto mit den roten Poren kein radicans sein kann, steht für mich fest. Den Geschmack kann ich nicht beurteilen, aber das Foto seh ich - und derart rote Poren habe ich bei radicans noch nie gesehen, kenne auch nirgends eine entsprechende Beschreibung in der Literatur. Und ich bilde mir schon ein, die Art auch in ihrer Variationsbreite gut zu kennen.

Für mich ist das weiterhin am plausibelsten satanas.

Ich bleib da jetzt absolut stur und unbelehrbar!!!

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Geb dir vollkommen recht...

Christoph G, (vor 7906 Tagen) @ Jürgen

.. ich weiss nicht wie die Weidenbohrerraupe riecht, aber Elfenbeinschnecklinge riechen für mich ganz klar "mandarinenartig" komischerweise stehen da bisher Marcel Bon und ich wohl alleine (Spässle). Aber ich find H. eburneus ein Beispiel wo die geruchsangabe Weidenbohrerraupe schlichtweg Blödsinn ist (aber trotzdem unisono in vielen Bestimmungsbüchern abgekupfert wird), wer hat von euch schon mal an weidenbohrerraupen gerochen??? (Ich einmal während einer Entomologieexkursion im Studium - roch aber für mich nicht nach elfenbeinröhrling)

Hab eigentlich nur die "Eine" ERfahrung eines dreier Büschels von ganz jungen stinkenden Satansröhrlingen, was mein Aussage von vorher relativieren soll.

Lg Christoph

habe ich jeden Satanspilz bisher nicht, weil es für die Bestimmung schlicht
nicht erforderlich war. Gebe aber zu bedenken, dass auch bei anderen Arten
oft sehr unterschiedliche Geruchsangaben kursieren ( rhodoxanthus : pilzig
vs. fruchtig, legaliae : Kumarin (Waldmeister) versus Zichorie (Maggi),
appendiculatus : pilzig vs. sehr würzig, impolitus : Karbol vs. Jod
etcetc.).
Gerade der Geruchssinn ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Ich
habe mal eine Nasenhöhlenkaustik über mich ergehen lassen müssen - mit
entsprechender Beeinträchtigung der Rezeptoren. Vielleicht fällt mir der
Gestank z.B. von satanas deshalb erst ab einem gewissen Alter auf. Viele
Nuancen, die andere riechen (oder meinen zu riechen), nehme ich gar nicht
mehr wahr (kann manchmal von Vorteil sein;).
Grüße, Jürgen

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Sturheit ist gut

Rudi, (vor 7906 Tagen) @ Jürgen

Vielleicht führt sie dazu, dass ich dir/euch mal so einen bitteren Pilz zeigen kann;=)

nix für ungut, Rudi

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Re: Sturheit ist gut *PIC*

Matthias, (vor 7906 Tagen) @ Rudi

Hallo Rudi,
es ist schon ein deutlicher Unterschied zwischen den "roten Poren" auf deinem Bild und dem bei Markus:
[image]
[image]
Ich glaube einfach in dem Fall an Boletus satanas,
viele Grüsse
Matthias

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Aber nur

Jürgen, (vor 7906 Tagen) @ Rudi

...wenn er genauso rote Poren hat wie der bei Markus und mindestens so bitter wie Schönfuß- und Gallenröhrling ist...:o)

Dann können wir uns nämlich schon mal 'nen Namen für 'ne neue Art ausdenken.

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Nana ....

Andreas ⌂, (vor 7906 Tagen) @ Christoph G

.. ich weiss nicht wie die Weidenbohrerraupe riecht, aber
Elfenbeinschnecklinge riechen für mich ganz klar
"mandarinenartig" komischerweise stehen da bisher Marcel Bon und
ich wohl alleine (Spässle). Aber ich find H. eburneus ein Beispiel wo die
geruchsangabe Weidenbohrerraupe schlichtweg Blödsinn ist (aber trotzdem
unisono in vielen Bestimmungsbüchern abgekupfert wird), wer hat von euch
schon mal an weidenbohrerraupen gerochen??? (Ich einmal während einer
Entomologieexkursion im Studium - roch aber für mich nicht nach
elfenbeinröhrling)
Hab eigentlich nur die "Eine" ERfahrung eines dreier Büschels von
ganz jungen stinkenden Satansröhrlingen, was mein Aussage von vorher
relativieren soll.

Hallo Christoph,

also wenn ich ne Mandarinen schäle und die würde nach Elfenbeinschneckling riechen, dann würde ich sie auf der Stelle wegwerfen. Ich kann da beim besten Willen keinen derartigen Geruch hineininterpretieren.
Dagegen hat mir Dr. Haas versichert, dass er den geruch der Raupe des Weidenbohrers aus persönlicher Anschauung kennt (Haas war in seiner Jugend begeisterter Schmetterlingssammler - damals gab ja auch noch unvorstellbar viel mehr als heute!) und dass es exakt derselbe Geruch bei Raupe und Elfenbeinschneckling sei.
Gerüche sind individuell und Vergleiche immer problematisch. Man gewöhnt sich an die Geruchsangabe wie "mehlartig" oder "spermatisch" und weiß dann mit der Zeit was die Mykologen drunter verstehen - aber mit dem "originalen" Geruch hat das für meine Nase nicht immer viel zu tun ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: Boletus satanas ?? (1 Bild ca 220 kb) *PIC*

Matthias, (vor 7906 Tagen) @ Jürgen

Hallo Markus,
schaue mal hier beim Eric auf der Homepage, da sind Satansröhrlinge mit ähnlich hellem Stiel gezeigt wie bei deinem Fund:
http://www.pilzbestimmung.de/datenbank/mushdesc.php4?Buchst=B&PILZ=664&gattcode=baq&nav...
Ich zeige noch ein Bild davon in Originalgrösse damit man auch das doch sehr schwach gefärbte Stielnetz sieht:
[image]
Gemacht wurde das Bild von Uschi Dammann auf der Wolfenbüttler Pilzausstellung 2003 gemacht,
viele Grüsse
Matthias