Riesensporiger Scheidling?

pilzmel ⌂, (vor 7895 Tagen)

Hallo Pilzfreunde!
Gibt es so etwas wie Volvariella megaspora? Soll heißen, einen durchaus stattlichen Scheidling mit großen Sporen? Gefunden habe ich nichts Passendes.
Die fragliche Kollektion habe ich am 7.6.02 als V. gloiocephala eingesammelt, und zwar von einem spärlich begrasten, halbschattigen Wegrand entlang einer Baum- und Gebüschbürste. Viel Humus bis zum Felsen (Porphyr) wird da nicht liegen, und schon gar kein Mist, Rindenschrot etc. Mir kam das damals schon ein wenig seltsam vor, zumindest ungewöhnlich. Auch waren die Pilze etwas klein geraten, wenn auch noch gut im Rahmen.
Was mich dran wundert, sind Sporen bis 21,2 x 12,5 µm (plus ein paar wenige Sondergrößen). Wohlgemerkt, keine Einzelfälle. Bei 18 oder 19 µm soll lt. (meiner) Literatur Ende der Länge sein. Für Nord-Amerika werden angeblich 11-21 µm zugebillgt, sagt das web.
Grober Durchschnitt: 18,9 x 11 µm.
Nun habe ich das Ganze mit artgerecht auf brachem, gedüngtem Feld gewachsenen Scheidlingen verglichen (jeweils mehrere Exemplare). Der Unterschied stach regelrecht ins Auge.
Grober Durchschnitt: 15,5 x 8,9 µm.
Liegt das nun alles noch in der Toleranz oder ist das eine von V. gloiocephala verschiedene Art, die alle kennen, bloß ich nicht?
Beste Grüße! Pilzmel

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Re: Riesensporiger Scheidling?

Wolfgang P., (vor 7895 Tagen) @ pilzmel

Meines Wissens ist gloiocephala schon die größt-sporige Art der Gattung.
Wichtig wäre, ob Dein Pilz 1-, 2- oder 4-sporige Basidien hatte: oft sind die Sporen von 1-2-sporigen Basidien deutlich größer, und wenn das bei Deinem Pilz die Regel statt der Ausnahme wäre, wäre das eine plausible Erklärung.

Grüße,

Wolfgang

Hallo Pilzfreunde!
Gibt es so etwas wie Volvariella megaspora ? Soll heißen, einen durchaus
stattlichen Scheidling mit großen Sporen? Gefunden habe ich nichts
Passendes.
Die fragliche Kollektion habe ich am 7.6.02 als V. gloiocephala
eingesammelt, und zwar von einem spärlich begrasten, halbschattigen
Wegrand entlang einer Baum- und Gebüschbürste. Viel Humus bis zum Felsen
(Porphyr) wird da nicht liegen, und schon gar kein Mist, Rindenschrot etc.
Mir kam das damals schon ein wenig seltsam vor, zumindest ungewöhnlich.
Auch waren die Pilze etwas klein geraten, wenn auch noch gut im Rahmen.
Was mich dran wundert, sind Sporen bis 21,2 x 12,5 µm (plus ein paar wenige
Sondergrößen). Wohlgemerkt, keine Einzelfälle. Bei 18 oder 19 µm soll lt.
(meiner) Literatur Ende der Länge sein. Für Nord-Amerika werden angeblich
11-21 µm zugebillgt, sagt das web.
Grober Durchschnitt: 18,9 x 11 µm.
Nun habe ich das Ganze mit artgerecht auf brachem, gedüngtem Feld gewachsenen
Scheidlingen verglichen (jeweils mehrere Exemplare). Der Unterschied stach
regelrecht ins Auge.
Grober Durchschnitt: 15,5 x 8,9 µm.
Liegt das nun alles noch in der Toleranz oder ist das eine von V.
gloiocephala verschiedene Art, die alle kennen, bloß ich nicht?
Beste Grüße! Pilzmel

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Danke

pilzmel ⌂, (vor 7894 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Wolfgang!
Vielen Dank. Ergo doch V. gloicephala, wenn es keinen größersporigen Scheidling gibt. Die Basidien habe ich nur als 4-sporig erkannt. Möglich, daß andere versteckt waren, wegen der (seltenen) Riesensporen, die ich gar nicht berücksichtigt hatte. Insofern doch etwas suspekt. Wenn ich da mal an die Sporenakrobatik bei C. ellisii denke...
Beste Grüße! Andreas