Frage an Morchelfinder *PIC*

thomasku, (vor 7881 Tagen)

Hallo zusammen,

nach den vielen Beiträgen hier zu Morcheln, habe ich mich heute also auch mal gezielt auf die Suche gemacht. Gefunden habe ich nichts. Was habe ich falsch gemacht?
Gesucht habe ich in Süd/Westhanglage auf Kalkboden auf ca. 450m Höhe. Geblüht hat Buschwindröschen, Lerchensporn, Märzenbecher. Es war ein Laubmischwald mit viel Buche und Eiche. In feuchten Gebieten und an Wegrändern standen auch Eschen und Haseln, meist vergesellschaftet mit Buschwindröschen. Hier habe ich jedes Blatt umgewälzt und nichts gefunden. War ich zu früh dran oder stimmte sonst etwas nicht?
Als Trost fand ich dieses schöne Bärlauchfeld und wunderbare Erholung an einem Sommertag im Wald.

[image]

Viele Grüße und Danke für Hinweise

Thomas

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Hallo Thomas,auf gut Glück Morcheln zu finden ist

Hans hurter, (vor 7881 Tagen) @ thomasku

wie ein Sechser im Lotto! Morcheln zu finden wenn man nicht weiss wann sie da sind ,geht nur an Stellen wo man schon im Vorjahr welche gefunden hat ! Sind sie dann da ,so kann man die Suche auf andere Gebiete ausdehnen ohne die bekannten aus den Augen zu lassen!!!
Gruss Hans

Hallo zusammen
nach den vielen Beiträgen hier zu Morcheln, habe ich mich heute also auch mal

gezielt auf die Suche gemacht. Gefunden habe ich nichts. Was habe ich
falsch gemacht?
Gesucht habe ich in Süd/Westhanglage auf Kalkboden auf ca. 450m Höhe. Geblüht
hat Buschwindröschen, Lerchensporn, Märzenbecher. Es war ein Laubmischwald
mit viel Buche und Eiche. In feuchten Gebieten und an Wegrändern standen
auch Eschen und Haseln, meist vergesellschaftet mit Buschwindröschen. Hier
habe ich jedes Blatt umgewälzt und nichts gefunden. War ich zu früh dran
oder stimmte sonst etwas nicht?
Als Trost fand ich dieses schöne Bärlauchfeld und wunderbare Erholung an
einem Sommertag im Wald.

Viele Grüße und Danke für Hinweise
Thomas

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Re: Antwort an Morchelsucher *PIC*

elfi ⌂, (vor 7881 Tagen) @ thomasku

Hallo Thomas,
an Deinem Wald kann ich keinen Fehler finden, leider kann man Dein
Bild nicht sehen, aber die Beschreibung liest sich echt gut.
Die Wegränder mit Eschen und Buschwindröschen hören sich für
Speisemorcheln besonders gut an. Da wäre es möglich, dass es noch
ein zwei Wochen braucht, bis diese wachsen.
Ist es Dir ein Trost, wenn ich Dir sage, dass ich 4 Jahre, jedes
Frühjahr wieder, in einem solchen Wald herumirrte, bis ich die
Morchelstellen entdeckt habe!
Für Spitzmorcheln, oder Käppchenmorcheln, sollten dort noch Brenn-
nesseln wachsen, als Hinweis auf Stickstoff, den diese Morcheln
offenbar auch lieben.
Also, immer wieder hinschauen! Und die gute Luft geniesen!
Grüße
elfi [image]

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Sommertag? Wir hatten nur 10 Grad! *oT*

Karl Keck ⌂, (vor 7881 Tagen) @ thomasku

- kein Text -

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Re: Frage an Morchelfinder

Parasol-Lover, (vor 7881 Tagen) @ thomasku

Hallo zusammen,
nach den vielen Beiträgen hier zu Morcheln, habe ich mich heute also auch mal
gezielt auf die Suche gemacht. Gefunden habe ich nichts. Was habe ich
falsch gemacht?
Gesucht habe ich in Süd/Westhanglage auf Kalkboden auf ca. 450m Höhe. Geblüht
hat Buschwindröschen, Lerchensporn, Märzenbecher. Es war ein Laubmischwald
mit viel Buche und Eiche. In feuchten Gebieten und an Wegrändern standen
auch Eschen und Haseln, meist vergesellschaftet mit Buschwindröschen. Hier
habe ich jedes Blatt umgewälzt und nichts gefunden. War ich zu früh dran
oder stimmte sonst etwas nicht?
Als Trost fand ich dieses schöne Bärlauchfeld und wunderbare Erholung an
einem Sommertag im Wald.

Viele Grüße und Danke für Hinweise
Thomas

Hi Thomas,

hier meine Erfahrung. Bin die Tage zum ersten Mal in meinem
Leben zum Morchel-Meucheln aufgebrochen. Standortbedingungen sind den
Deinen ziemlich ähnlich (etwas höher gelegen und deshalb noch keine
Röschen hier. Ich hatte fast schon (im Nachhinein betrachtet)unverschämtes
Glück. Nach ca. 1/2 Stunde war es soweit. 4 Stück Esculentas gefunden.
Hab mich gefreut wie ein Schneekönig. Ich denke schon, dass ich ein
gutes "Standortgespühr" für Pilze habe, aber ich habe trotz intensivsten
Suchens (ca. weitere 4 h) auch an praktisch identischen Standorten
mit fast gleichen Bedingungen (Vegetation, Himmelsrichtung, Boden-
beschaffenheit usw. einfach keine weiteren gefunden). Bin trotzdem
zufrieden, da ich befürchtet hatte niemals welche zu Gesicht zu bekommen.
Werde es Mitte April nochmal versuchen und weitere bereits im Herbst
erkundete mögliche Standorte besuchen. Ich fürchte jedoch, dass das Finden
von Morcheln für die meisten von uns ein eher seltenes Ereignis im
Pilzleben sein wird. Natürlich hängt das auch mit Erfahrungswerten
(gespeicherte Fundorte, die man halt abklappert)und der investierten Zeit
zusammen. Letztendlich kann ich noch keine abschliessendes Urteil abgeben
aber alle mir zugänglichen Infos deuten darauf hin, dass man Morcheln
eher schützen denn essen sollte, weil so selten.

Servus

PL

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Re: Aber Hallo! *PIC*

elfi ⌂, (vor 7881 Tagen) @ Parasol-Lover

Hi Pl,
ist es nicht eine Schande, dass Du die einzigen 4 Pilze,
die du so schützenswert findest einfach aberntest?
Und dann willst Du, ehrlich?, noch einmal diese Region
betreten, die diese seltenen Pilze beherbergt?
Das wiederspricht doch Deiner Gesinnung, diese Pilze
zu schützen.
Möglicherweise solltest Du diesen Zwiespalt zwischen
Deinem Pilzherz und Pilzkopf erst mal ausräumen.
Nix für ungut
elfi
[image]

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aber aber Elfi !!

Hans hurter, (vor 7881 Tagen) @ elfi

Das was an Pilzen oberirdisch geerntet wird ist nur etwa 10% im Mycel
befinden sich nach Adam Riese noch etwa 90%!!! Also sammeln und verwerten.Das gewisse Spezis seltener werden liegt an unserer Umwelt und nicht an uns!!1.Aprilgrüsse Hans

Hi Pl,
ist es nicht eine Schande, dass Du die einzigen 4 Pilze,
die du so schützenswert findest einfach aberntest?
Und dann willst Du, ehrlich?, noch einmal diese Region
betreten, die diese seltenen Pilze beherbergt?
Das wiederspricht doch Deiner Gesinnung, diese Pilze
zu schützen.
Möglicherweise solltest Du diesen Zwiespalt zwischen
Deinem Pilzherz und Pilzkopf erst mal ausräumen.
Nix für ungut
elfi

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Re: Aber Hallo!

Parasol-Lover, (vor 7880 Tagen) @ elfi

Hi Pl,
ist es nicht eine Schande, dass Du die einzigen 4 Pilze,
die du so schützenswert findest einfach aberntest?
Und dann willst Du, ehrlich?, noch einmal diese Region
betreten, die diese seltenen Pilze beherbergt?
Das wiederspricht doch Deiner Gesinnung, diese Pilze
zu schützen.
Möglicherweise solltest Du diesen Zwiespalt zwischen
Deinem Pilzherz und Pilzkopf erst mal ausräumen.
Nix für ungut
elfi

Liebe Morchelqueen,

wer sagt Dir denn, dass ich sie (die Morcheln) abgeerntet habe ?
...und was hat Dein Satz "...Region betreten, die diese seltenen
Pilze beherbergt" damit zu tun ? Liebe Elfi, ich bin Leistungs-
sportler. Nach der 5 stündigen Exkursion habe ich im gleichen
Auwald noch 20 km Lauftraining in 1h40 Min bewältigt, ohne an
Speisemorchel zu denken. :-))

Ich denke, dass ich mich bei meinem ursprünglichen Posting sehr
vorsichtig geäussert habe, und Dir im Grunde keinen Ansatz liefere,
Dich derart aggressiv zu melden.

Vielleicht hattest Du ja nur einen schlechten Tag.

PL

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Re: Aber Sorry *PIC*

elfi ⌂, (vor 7880 Tagen) @ Parasol-Lover

Hallo PL
der Eintrag klinkt wohl schärfer, als er gedacht war.
Es ist für mich nur unverständlich, wenn Leute bestimmte
Pilze nicht finden, muss man sie sofort schützen.
Andere die sich an eben diesen Pilzen, auf grund des
vielfachen Vorkommens gütlich tun, können das nicht
begreifen.
Ach ja, nun wirklich nur ein Rat zur Güte, Morcheln
findet man nur bei allerlangsamster Gangart.
[image]
Grüße
elfi [image]

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Re: Frage an Morchelfinder

Gerald, (vor 7880 Tagen) @ Parasol-Lover

Hi Thomas,
hier meine Erfahrung. Bin die Tage zum ersten Mal in meinem
Leben zum Morchel-Meucheln aufgebrochen. Standortbedingungen sind den
Deinen ziemlich ähnlich (etwas höher gelegen und deshalb noch keine
Röschen hier. Ich hatte fast schon (im Nachhinein betrachtet)unverschämtes
Glück. Nach ca. 1/2 Stunde war es soweit. 4 Stück Esculentas gefunden.
Hab mich gefreut wie ein Schneekönig. Ich denke schon, dass ich ein
gutes "Standortgespühr" für Pilze habe, aber ich habe trotz
intensivsten
Suchens (ca. weitere 4 h) auch an praktisch identischen Standorten
mit fast gleichen Bedingungen (Vegetation, Himmelsrichtung, Boden-
beschaffenheit usw. einfach keine weiteren gefunden). Bin trotzdem
zufrieden, da ich befürchtet hatte niemals welche zu Gesicht zu bekommen.
Werde es Mitte April nochmal versuchen und weitere bereits im Herbst
erkundete mögliche Standorte besuchen. Ich fürchte jedoch, dass das Finden
von Morcheln für die meisten von uns ein eher seltenes Ereignis im
Pilzleben sein wird. Natürlich hängt das auch mit Erfahrungswerten
(gespeicherte Fundorte, die man halt abklappert)und der investierten Zeit
zusammen. Letztendlich kann ich noch keine abschliessendes Urteil abgeben
aber alle mir zugänglichen Infos deuten darauf hin, dass man Morcheln
eher schützen denn essen sollte, weil so selten.
Servus

Hallo PL,
mich würde interessieren in welcher Gegend du die Esculentas gefunden hast ? Wenn es dein "erstes Mal " war muss ich sagen war es für diesen Zeitpunkt schon mehr als unverschämtes Glück Esculentas zu finden.Hast du evt. Bilder gemacht?
Viele Grüsse
Gerald

PL

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Morcheln und kein Ende

thomasku, (vor 7880 Tagen) @ elfi

Hallo Elfi,

bin schwer beeinduckt! Mir würde schon eine davon langen. Ich hab mir den Tip mit den Brennesseln jedenfalls gemerkt. Mal sehn obs was bringt.

Viele Grüße
Thomas

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Morchelstress

thomasku, (vor 7880 Tagen) @ Parasol-Lover

Hallo PL,

nicht nur Glück und Gespür für die richtige Vegetation gehört dazu sondern auch der richtige Blick für die verborgenen Pilzchen, der mir leider nur selten gegeben ist und steige ich dann schon fast drauf.
Und was Deinen kleinen Disput mit Elfi angeht, so könntet ihr Euch doch darauf einigen, dass die essbaren in die Pfanne wandern und die Überreifen verteilt werden, zum Beispiel an "identische Standorte", an denen noch keine wuchsen?! So mache ich es jedenfalls immer, auch wenns nichts bringen sollte....

Viele Grüße
Thomas

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Re: Frage an Morchelfinder

Parasol-Lover, (vor 7878 Tagen) @ Gerald

Hallo PL,
mich würde interessieren in welcher Gegend du die Esculentas gefunden hast ?
Wenn es dein "erstes Mal " war muss ich sagen war es für diesen
Zeitpunkt schon mehr als unverschämtes Glück Esculentas zu finden.Hast du
evt. Bilder gemacht?
Viele Grüsse
Gerald

Hi Gerald,

habe leider keine DigiCam. Wie ich schon konstatierte, bin ich (noch)
kein ausgesprochener Morchelspezialist. Ich kann also nicht sagen, ob
zum Beispiel in meinem potentiellen "Morchelrevier" an Isar/Amper
in den hiesigen Auwäldern die verschiedenen Morchelsorten häufig oder
eher selten vorkommt, da ich ja erst diesen Frühjahr mir vorgenommen
habe diese Pilze zu suchen. Auch weiss ich noch nicht, ob es noch zu
früh ist (habe heute 3.4. beim Radtraining über ca. 200 km immer noch
nicht ganz abgetaute Schneeverwehungen gesehen). Ich bin mir zum Bspl.
absolut unsicher, unter welchen Bäumen ich hauptsächlich suchen soll.
Mein Eindruck ist, dass zum Beispiel Eschen absolute Minusbäume sind.
Dort habe ich absolut, aber absolut noch niemals etwas vernünftiges
gesehen. Bei oder unter Weiden bin ich auch eher skeptisch. Die
Speisemorcheln, die ich fand, waren unter einem Gemisch aus Pappel
und Hasel, wobei ich denke, dass sie (die Morcheln) sich eher zu den
Pappeln hingezogen fühlten. Der Standort war ein nach Süden ausgerichteter
kleiner Hang (sehr trocken) oberhalb eines teilweise verlandeten Alt-
wasserarmes des Hauptflusses bestückt mit Seidelbast, leicht bemoost
mit Kieselsteinen durchsetzt.

Wie Elfi schon mehrmals bemerkte, sind diese m.E. äusserst interessanten
Erscheinungen Meister des sich versteckens. Ich habe zuerst nur einen
gesehen und nachdem ich wie ein Rumpelstilzchen um das seltsame "Gewächs"
getanzt bin habe ich erst den zweiten in ca. 20cm Entfernung erkannt.
Danach zwei weitere. Danach war ich noch so ca. 4 - 5 h, wie ein Trüffel-schwein, unterwegs. Ausser einer Zecke, die ich gottlob rechtzeitig
entdeckt habe, ohne Erfolg. Wenn es so sein sollte, wie ich befürchte,
nämlich dass in meinem Gebiet die Morchel sehr selten ist, dann werde
ich in Zukunft die Suche danach einstellen, da der Zeitaufwand in
keinem Verhältnis zum Erfolg steht. Ausserdem ist mir das Risiko der
Borreliose/FSME einfach zu gross.

Bevor ich wieder einen Rüffel einstecken muss :-)) warum ich denn dann überhaupt auf Pilzsuche gehe folgendes:

Natürlich befolge ich alle möglichen Vorsichtsmassregeln. Socken über
Hose, Gummibänder über dem Shirt am Handgelenk, Rolli incl. Halstuch
Dies alles incl. Haube ist im Spätherbst locker zu bewerkstelligen, aber
im Frühjahr oder gar Sommer.......?
Von Chemie am Körper halte ich nichts und die Zecke auch nicht. :-))

Ich hoffe für Dich, dass Du auch einmal in den Genuss der Ansicht
dieses schönen Pilzes kommst. Ich persönlich werde in Zukunft diesen
Pilz nicht zu Speisezwecken verwenden. Sollte ich noch weitere "Plätze"
finden, dann werde ich die Morcheln definitiv bis zur Unkenntlichkeit
"tarnen". Für Speisezwecke gibt es wahrlich ergibigere Arten.

PL

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Re: Morchelstress

Parasol-Lover, (vor 7878 Tagen) @ thomasku

Hallo PL,
nicht nur Glück und Gespür für die richtige Vegetation gehört dazu sondern
auch der richtige Blick für die verborgenen Pilzchen, der mir leider nur
selten gegeben ist und steige ich dann schon fast drauf.
Und was Deinen kleinen Disput mit Elfi angeht, so könntet ihr Euch doch
darauf einigen, dass die essbaren in die Pfanne wandern und die Überreifen
verteilt werden, zum Beispiel an "identische Standorte", an
denen noch keine wuchsen?! So mache ich es jedenfalls immer, auch wenns
nichts bringen sollte....
Viele Grüße
Thomas

Alles klar Thomas,

allerdings, wo nichts ist, da kann man auch nichts finden. :-)
Wenn ich mich richtig erinnere, dann brauchen die Morcheln einfach
bestimmte Bodenbedingungen und bestimmte Mykorrhiza-Bäume.
Die Pilzart fehlt ganz einfach in vielen Gebieten !!!!
Wenn man das Glück hat in einem Gebiet zu wohnen, wo die Bodenbedingungen
einfach stimmen, dann wird man halt leichter fündig. Und eines ist
auch klar: Wenn man häufiger Morchelfunde hat, dann bekommt man auch früher
oder später "ein Auge" dafür und man übersieht weit weniger als wenn
man nur selten das Glück hat. So geht es jedenfalls mir in Bezug auf
andere Arten, die halt bei mir häufiger vorkommen. Zum Beispiel:
Trompetenpfifferling.

MFG

PL

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Re: Aber Sorry

Parasol-Lover, (vor 7878 Tagen) @ elfi

Hallo PL
der Eintrag klinkt wohl schärfer, als er gedacht war.
Es ist für mich nur unverständlich, wenn Leute bestimmte
Pilze nicht finden, muss man sie sofort schützen.
Andere die sich an eben diesen Pilzen, auf grund des
vielfachen Vorkommens gütlich tun, können das nicht
begreifen.
Ach ja, nun wirklich nur ein Rat zur Güte, Morcheln
findet man nur bei allerlangsamster Gangart.

Grüße
elfi

....... oder wenn man in der richtigen Gegend wohnt !!!!! :-)

Hi Elfi,

Entschärfung unseres "kleinen Disputs" angenommen. :-)
Nun, wenn man natürlich, so wie augenscheinlich bei Dir
Zuhause, Morcheln in Massen finden kann, dann relativiert
sich selbstverständlich der von mir nur als Hauch angedeutete
Schutzgedanke dieser Pilze an Örtlichkeiten, an denen (die Morcheln)
sehr selten vorkommen. Dein Tipp mit der "langsamen Gangart"
allerdings ist selbstverständlich.

MFG

PL

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Widerspruch

Birgit, (vor 7876 Tagen) @ Parasol-Lover

Hi PL,

allerdings, wo nichts ist, da kann man auch nichts finden. :-)
Wenn ich mich richtig erinnere, dann brauchen die Morcheln einfach
bestimmte Bodenbedingungen und bestimmte Mykorrhiza-Bäume.

soweit ich weiß sind Morcheln wahrscheinlich keine Mykorrhizapilze, wenn übrhaupt stehen Speisemorcheln im Verdacht an Eschenwurzeln als SChmarotzer dran zu hängen.
Speisemorcheln hab ich bisher immer in Eschenbegleitung gefunden (bis auf 1 im RIndenmulch), Spitzmorcheln scheinen eher FIchten zu bevorzugen.

Die Pilzart fehlt ganz einfach in vielen Gebieten !!!!
Wenn man das Glück hat in einem Gebiet zu wohnen, wo die Bodenbedingungen
einfach stimmen, dann wird man halt leichter fündig.

richtig, unter anderem brauchts für beide Arten kalkhaltigen Boden und die Nähe eines Flußes wird auch nicht schaden (Ausnahme MOrcheln auf RIndenmulch).

Hast du eigentlich bezüglich Borreliose schon negative Erfahrungen gemacht oder warum bist du da so vorsichtig? Immerhin kann die Krankheit frühzeitig gut behandelt werden, wenn man den Zeckenbiß beobachtet und auch nach zwei Wochen noch nicht vergißt (hab selber schon zweimal das Vergnügen gehabt und es überlebt ;-)) Im Frühjahr zur Morchelzeit hab ich mir bisher wenig Zecken eingefangen, da wirds später im Jahr dann schon gefährlicher.

Birgit

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Re: Widerspruch

Parasol-Lover, (vor 7875 Tagen) @ Birgit

Hi PL,
soweit ich weiß sind Morcheln wahrscheinlich keine Mykorrhizapilze, wenn
übrhaupt stehen Speisemorcheln im Verdacht an Eschenwurzeln als
SChmarotzer dran zu hängen.
Speisemorcheln hab ich bisher immer in Eschenbegleitung gefunden (bis auf 1
im RIndenmulch), Spitzmorcheln scheinen eher FIchten zu bevorzugen.
richtig, unter anderem brauchts für beide Arten kalkhaltigen Boden und die
Nähe eines Flußes wird auch nicht schaden (Ausnahme MOrcheln auf
RIndenmulch).
Hast du eigentlich bezüglich Borreliose schon negative Erfahrungen gemacht
oder warum bist du da so vorsichtig? Immerhin kann die Krankheit
frühzeitig gut behandelt werden, wenn man den Zeckenbiß beobachtet und
auch nach zwei Wochen noch nicht vergißt (hab selber schon zweimal das
Vergnügen gehabt und es überlebt ;-)) Im Frühjahr zur Morchelzeit hab ich
mir bisher wenig Zecken eingefangen, da wirds später im Jahr dann schon
gefährlicher.
Birgit

Hallo Birgit,

Deine Bemerkungen zu den Morcheln lasse ich mal so stehen, da Du
im Bezug auf diese Pilzart sicher mehr Erfahrung hast, als ich.

Zur Borreliose folgendes: Natürlich ist die FSME (wenn man denn
in einem Risikogebiet wohnt) die weit größere Gefahr. Man darf die
Borreliose aber auf keinen Fall unterschätzen. Erstens wird der
Zeckenbiss von angeblich 50% der Personen gar nicht bemerkt.
Selbst wenn man den Biss bemerkt hat und das Pech hat, dass die
Zecke schon zu lange "gesaugt" hat (>14 bis 24 h) sollte man sich
nicht auf die Wanderröte verlassen, die lediglich bei ca. 40% der
Fälle überhaupt auftritt. Alle anderen Symptome sind eher unklar
und können auch auf andere Krankheiten hindeuten. Ausserdem finde
ich die Situation, nach einem Zeckenbiss noch ca. 14 Tage im Unklaren
zu sein, als nicht besonders prickelnd. Es gibt ausserdem besonders
gefährliche Borreliose-Bakterien in meiner Nähe (Bad Tölz, Fürsten-
feldbruck). Übrigens hat mich mittlerweile ein zweite Zecke gebissen.
Auch diese habe ich innerhalb kürzester Zeit entfernen können.
Ich habe den Fehler gemacht die Trainingshose von meiner Exkursion
nicht sofort zum Waschen gebracht zu haben und sie in die Nähe
meiner Radrennhose gelegt. Während meiner gestrigen Trainingsrunde
hab ich sie (die Zecke) dann am linken hinteren Oberschenkel entdeckt.
Soviel zu der Meinung, dass Zecken erst später im Frühjahr gefährlich
werden.

Die Angst vor diesen Viechern ist def. berechtigt !!!!!!!

Servus

PL

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Re: Widerspruch

Birgit, (vor 7875 Tagen) @ Parasol-Lover

Hallo PL,

Deine Bemerkungen zu den Morcheln lasse ich mal so stehen, da Du
im Bezug auf diese Pilzart sicher mehr Erfahrung hast, als ich.
Zur Borreliose folgendes: Natürlich ist die FSME (wenn man denn
in einem Risikogebiet wohnt) die weit größere Gefahr. Man darf die
Borreliose aber auf keinen Fall unterschätzen. Erstens wird der
Zeckenbiss von angeblich 50% der Personen gar nicht bemerkt.
Selbst wenn man den Biss bemerkt hat und das Pech hat, dass die
Zecke schon zu lange "gesaugt" hat (>14 bis 24 h) sollte man
sich
nicht auf die Wanderröte verlassen, die lediglich bei ca. 40% der
Fälle überhaupt auftritt. Alle anderen Symptome sind eher unklar
und können auch auf andere Krankheiten hindeuten. Ausserdem finde
ich die Situation, nach einem Zeckenbiss noch ca. 14 Tage im Unklaren
zu sein, als nicht besonders prickelnd. Es gibt ausserdem besonders
gefährliche Borreliose-Bakterien in meiner Nähe (Bad Tölz, Fürsten-
feldbruck).

????? Wass tun dennn diese besonders gefährlichen Borrelien? Da ich nicht weeit von FFB weg nördlich von Landsberg wohne, hatte ich vermutlich auch schon das vergnügen mit den besonders gefährlichen Borrelien. Ja, tatsächlich auch ich hatte beim ersten Mal keine Wanderröte, dafür aber eine "SOmmergrippe" mit sehr hohem Fieber und ohne jeglichen Husten oder SChnupfen. Da brauchts dann eine gewisse Hartnäckigkeit dem Arzt gegenüber, lieber nehme ich einmal zwei-drei Wochen ein Antibiotikum "umsonst". Aber das ist doch handhabbar? Mich beißen seit Jahren mindestens 5-6 Zecken pro Saison, ich lebe noch, beoabachte jeden Biß genau und lasse mir ansonsten die Pilzsucherei nicht vermiesen. ANsonsten bemerke ich, da ich ne relativ empfindliche Haut habe zeckenbiße meist sehr schnell und wenn sie schnell entfernt werden sit das Risiko einer Borreliose ziemlich gering.

Die Angst vor diesen Viechern ist def. berechtigt !!!!!!!

Ja, aber man kanns m.E. auch übertreiben. Ich wasche nicht jedes Mal meine Waldhosen (Kunststück, ich muß es ja selber machen ;-)). FSME ist bei uns (FFB und Landsberg) ziemlich sicher kein Problem, außerdem kann man sich ja impfen lassen.

Birgit

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Re: Widerspruch

Dedimyk, (vor 7875 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

jetzt hab ich einen gewaltigen Klemmer. Man hat mir gesagt, daß man sich gegen Menengitis ( Hirnhautentzündung ) impfen lassen kann, was meine Frau und ich auch vor 4 Jahren gemacht haben ( insgesamt 3 Impfungen mit Schutz für 10 Jahre ), aber gegen Borreolose gäbe es keine Impfung.
Lediglich für Hunde wäre es möglich, was ich auch nächste Woche machen lasse, denn mein Westi hat sich dieses Jahr bereits 3 Zecken eingefangen ( ich gottseidank noch nicht ). Von Bekannten der Hund ist vor 3 Jahren an Borreolose erkrankt und wird nicht mehr richtig gesund, da will ich vorbeugen.
Also klär mich Unwissenden bitte auf.
Ich weiß zwar, daß es keinen Weihnachtsmann gibt und mit den Bienen, das kenne ich auch ( g* ), aber bei den Zecken,da zeckt es gewaltig.

Herzliche Grüße in den Süden

Detlef

Hallo PL,
????? Wass tun dennn diese besonders gefährlichen Borrelien? Da ich nicht
weeit von FFB weg nördlich von Landsberg wohne, hatte ich vermutlich auch
schon das vergnügen mit den besonders gefährlichen Borrelien. Ja,
tatsächlich auch ich hatte beim ersten Mal keine Wanderröte, dafür aber
eine "SOmmergrippe" mit sehr hohem Fieber und ohne jeglichen
Husten oder SChnupfen. Da brauchts dann eine gewisse Hartnäckigkeit dem
Arzt gegenüber, lieber nehme ich einmal zwei-drei Wochen ein Antibiotikum
"umsonst". Aber das ist doch handhabbar? Mich beißen seit Jahren
mindestens 5-6 Zecken pro Saison, ich lebe noch, beoabachte jeden Biß
genau und lasse mir ansonsten die Pilzsucherei nicht vermiesen. ANsonsten
bemerke ich, da ich ne relativ empfindliche Haut habe zeckenbiße meist
sehr schnell und wenn sie schnell entfernt werden sit das Risiko einer
Borreliose ziemlich gering.
Ja, aber man kanns m.E. auch übertreiben. Ich wasche nicht jedes Mal meine
Waldhosen (Kunststück, ich muß es ja selber machen ;-)). FSME ist bei uns
(FFB und Landsberg) ziemlich sicher kein Problem, außerdem kann man sich
ja impfen lassen.
Birgit

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Zecken und so...

AK_CCM, (vor 7875 Tagen) @ Dedimyk

Hallo zusammen,

hier noch ein informativer Link zum Thema Zecken:
http://www.wissen.swr.de/sf/begleit/bg0016/nn13b.htm

Übrigens teile ich eure Sorgen, was die Krankeiten angehen, welche Zecken verbreiten. Allerdings muss ich gestehen, dass ich auch panische Angst vor Spritzen (und sonstigen Werkzeugen, die an mir herumschneiden, bohren, etc.) habe und mich deshalb noch nicht geimpft habe. Aber ich glaube, da muss ich heuer echt über meinen Schatten springen.

Apropos Borreliose-Impfung für Hunde - warum gibt es eigentlich keine Impfung für uns Menschen?

Viele Grüße

Andreas

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Re: Widerspruch

Parasol-Lover, (vor 7875 Tagen) @ Birgit

Hallo PL,
????? Wass tun dennn diese besonders gefährlichen Borrelien? Da ich nicht
weeit von FFB weg nördlich von Landsberg wohne, hatte ich vermutlich auch
schon das vergnügen mit den besonders gefährlichen Borrelien.

Über die genauen Details der besonderen Agressivität der Borrelien in diesen Gegenden hat man sich in dem Zeitungsartikel nicht ausgelassen aber eine
genaue Angabe der infizierten eingefangenen Zecken lag bei ca. 40% !!!

Ja,

tatsächlich auch ich hatte beim ersten Mal keine Wanderröte, dafür aber
eine "SOmmergrippe" mit sehr hohem Fieber und ohne jeglichen
Husten oder SChnupfen. Da brauchts dann eine gewisse Hartnäckigkeit dem
Arzt gegenüber, lieber nehme ich einmal zwei-drei Wochen ein Antibiotikum
"umsonst".

Was ist, wenn das Antibiotikum bei den Zecken eines Tages nicht mehr
ansprechen sollte ? Die Borris lernen garantiert auch dazu.
Insgesamt scheinst Du mir eine sehr robuste und furchtlose Natur zu
sein. Schön für Dich. Ich persönlich habe als Leistungssportler, der
täglich zwischen 3 und 6 Stunden trainiert keine Lust auf irgendwelche
Bakterien, die sich auf die Herzklappen oder sonstwohin legen. Ich
lasse mir das Schwammerlsuchen auch nicht vermiesen, jedoch auch nicht
meine übergrosse Vorsicht.

Aber das ist doch handhabbar? Mich beißen seit Jahren

mindestens 5-6 Zecken pro Saison, ich lebe noch, beoabachte jeden Biß
genau und lasse mir ansonsten die Pilzsucherei nicht vermiesen. ANsonsten
bemerke ich, da ich ne relativ empfindliche Haut habe zeckenbiße meist
sehr schnell und wenn sie schnell entfernt werden sit das Risiko einer
Borreliose ziemlich gering.
Ja, aber man kanns m.E. auch übertreiben. Ich wasche nicht jedes Mal meine
Waldhosen (Kunststück, ich muß es ja selber machen ;-)). FSME ist bei uns
(FFB und Landsberg) ziemlich sicher kein Problem, außerdem kann man sich
ja impfen lassen.
Birgit

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impfen

Birgit, (vor 7874 Tagen) @ Dedimyk

Hi Detlef

FSME ist die FrühSommer Meningo Enzephalitis, also die besagte Hirnhautentzündung gegen die man sich impfen lassen kann, alle Klarheiten beseitigt? ;-). Gegen Borreliose gibts beim menschen keine Impfung, unsere Pferde haben übrigens auch einen positiven Borreliosetiter, allerdings hatte das bisher keine Auswirkungen (die behandlung wäre bei den Mengen an Antibiotika auch sehr teuer). Andreas, wenn du nicht in FSME-Gebieten sammelst, kannst du dir die Impfung sparen, gerade wenn du Angst vor Spritzen hast (es sei denn, du bist auch noch Masochist ;-)). Der Nutzen in wenig FSME-belasteten Gebieten ist wenigsten zweifelhaft.

liebe Grüße

Birgit

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Re: Widerspruch

Birgit, (vor 7874 Tagen) @ Parasol-Lover

HI PL,

Über die genauen Details der besonderen Agressivität der Borrelien in diesen
Gegenden hat man sich in dem Zeitungsartikel nicht ausgelassen aber eine
genaue Angabe der infizierten eingefangenen Zecken lag bei ca. 40% !!!

mach dich mal im Internet schlau, der durchschnittliche Durchseuchungsgrad mit Borrelien der Zecken im Bundesgebiet beträgt meines Wissens nach um die 30%, da sind die 40% auch keine große Ausnahme. Einer der Borreliosespezialisten wohnt im Kraichgau und aht dort Reihenuntersuchungen an der bevölkerung gemacht, die hatte ebenfalls nen Durchseuchungrad mit Borrelioseantikörpern von 30% ;-). Borrelien gabs schon immer, das ist keine Erfindung der letzten 10 Jahre, in meiner Jugend haben mich auch schon einige Zecken erwischt.... da hat noch keiner was von Borreliose gewußt, obwohl es sie natürlich gab. Gott sei Dank können wir inzwischen etwas wirkungsvolles dagegen unternehmen, aber es scheint auch Menschen zu geben (früher und die im Kraichgau z.B.), die eine Infektion ohne Antibiotika überstanden haben. Und nein, ich bin nicht so sorglos, da ichs ja schon mal hatte, weiß ich - im Gegensatz zu dir - aus eigener Erfahrung wie unangenehm diese Infektion sein kann.

Birgit

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Re: impfen

Dedimyk, (vor 7874 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

danke für Dein Aufschlauen.Wir haben uns 2000 gegen FSME oder damals nur als Hirnhautentzündung bekannt impfen lassen, da wir zum einen dauernd in Wald und Flur sind und zu obigem Termin 2 Wochen in Hornberg waren ( Kurs bei Walter Pätzold und Urlaub ).
Borreliose, gegen die es leider keine Impfung gibt, wie Du ja auch bestätigst, macht uns viel mehr Sorgen.
Aber immerhin sind wir gegen FSME geschützt, die auch schon bei uns zu einigen Erkrankungen geführt hat.Ich bin der Meinung, wenn wir hier im Norden auch nicht so gefährdet sind wie Ihr im Süden ( obwohl wir bestimmt genau so viel Zecken wie Ihr habt ), sollten permanente Waldläufer sich gegen FSME impfen lassen.

Herzliche Grüße Detlef

Hi Detlef
FSME ist die FrühSommer Meningo Enzephalitis, also die besagte
Hirnhautentzündung gegen die man sich impfen lassen kann, alle Klarheiten
beseitigt? ;-). Gegen Borreliose gibts beim menschen keine Impfung, unsere
Pferde haben übrigens auch einen positiven Borreliosetiter, allerdings
hatte das bisher keine Auswirkungen (die behandlung wäre bei den Mengen an
Antibiotika auch sehr teuer). Andreas, wenn du nicht in FSME-Gebieten
sammelst, kannst du dir die Impfung sparen, gerade wenn du Angst vor
Spritzen hast (es sei denn, du bist auch noch Masochist ;-)). Der Nutzen
in wenig FSME-belasteten Gebieten ist wenigsten zweifelhaft.
liebe Grüße
Birgit

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Mal was Grundsätzliches zur Lyme-Borreliose

Thomas Pruß, (vor 7874 Tagen) @ Dedimyk

Moin Detlef, moin allerseits,
der Thread scheint ja noch immer zu laufen, und deshalb will ich mal versuchen, ein paar Dinge hier klar zu stellen:

Die Lyme-Borreliose wird durch Borrelia burgdorferi ausgelöst, wobei man sagen muss, dass das beileibe nicht die einzige Borrelienart ist, die für Borreliose verantwortlich ist. Sehr viele Infos stehen hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Borelliose

Das Bakterium ist eine Spirochaete und sieht so aus:

http://www.gsf.de/flugs/Zecken_Borreliose.jpg

Die typische Wanderröte (Erythrema migrans) kann man hier sehen:

http://www.landkreis-passau.de/gesundheitsamt/images/borreliose.gif

Zur Gefährdung des Menschen:

Die Bakterien halten sich normalerweise im Darm der Zecke auf und wandern erst in die Speicheldrüsen, wenn die Zecke an einem Wirt angedockt hat. Dass das Zeit braucht ist klar. Man geht davon aus, dass die Wahrscheinlickeit einer Infektion erst ab 12 Stunden nach Beginn des Saugaktes steigt. Das bedeutet: Wenn man sich nach jedem Waldgang ordentlich absucht oder absuchen lässt, so ist die Gefahr einer Infektion verschwindend gering. Man muss also keine Angst vor Zecken haben in Hinblick auf Borreliose, aber sehr wohl im Hinblick auf FSME. Die ist übrigens eine Virusinfektion und keine Bakterienerkrankung.

FSME-gefährdete Gebiete sieht man hier:

http://www.medizinfo.de/waldundwiese/images/fsme_deutschland2002.jpg
Aber das nur als Einschub.

Impfen:

Zitat aus der Ärzte-Zeitung vom 25. 4. 02 zum Thema, warum man Menschen (noch) nicht gegen Borreliose impfen kann. Beachte besonders den Abschnitt über die Epitopmimikry:

Die einzige Borreliose-Vakzine ist in den USA gescheitert - waren unerwünschte Wirkungen die Ursache?

Von Manfred Bergbauer

Das Unternehmen GlaxoSmithKline (GSK) hat den einzigen existierenden Impfstoff gegen die Lyme-Borreliose vor wenigen Wochen vom US-Markt genommen. Die Vakzine war 1998 in den USA zugelassen worden, nachdem an mehr als 10 000 Personen die Wirksamkeit gegen Borrelia burgdorferi nachgewiesen worden war. Nach Unternehmensangaben erfolgte die Rücknahme, weil die Resonanz in der US-Bevölkerung zu gering war. Nur etwa 10 000 Personen hätten sich vermutlich dieses Jahr gegen die Lyme-Borreliose impfen lassen. Mit mehr als 100 000 hatte man gerechnet.

Die Vakzine schien bei der Einführung für die USA wie maßgeschneidert. Die Lyme-Borreliose, die durch Zecken übertragen wird, ist seit Jahren im Aufwind. Die Zahl der gemeldeten Erkrankungen stieg von rund 8000 im Jahr 1990 auf 16 273 in 1999.

Bis zu 950 Erkrankungen pro 100 000 Einwohner

In einigen Gebieten im Osten der USA, besonders in den Staaten Connecticut und New York, liegt die jährliche Inzidenz zwischen 55 und 98 pro 100 000 Einwohner. Den Rekord hält die Insel Nantucket im Staat Massachusetts. Dort gibt es 950 Erkrankungen pro 100 000 Einwohner.

Da die Lyme-Borreliose nicht immer leicht zu diagnostizieren ist, und trotz lege artis Therapie gravierende Spätfolgen möglich sind, ist ein Impfstoff die sinnvollste Prävention. Mit dem Impfstoff war GSK auch die Entwicklung einer völlig neuen Vakzinekategorie gelungen. Es geht es nämlich darum, die Bildung von Antikörpern anzuregen, die die Keime noch in der Zecke neutralisieren.

Die in einer Symbiose mit ihren Zeckenwirten lebenden Borrelien exprimieren auf ihrer Oberfläche sehr unterschiedliche Proteine, darunter auch das Oberflächenprotein A (OspA = Outer surface protein A). Das Proteinmuster ändert sich jedoch je nachdem, in welchem Teil der Zecken sich die Bakterien gerade aufhalten. Die molekulare Struktur des OspA wurde vor einigen Jahren entschlüsselt. Dabei stellte man fest, daß dieses Antigen - injiziert man es Versuchstieren - die Bildung von Antikörpern anregt, die die Oberfläche von OspA-tragenden Borrelien so verändert, daß die Erreger inaktiviert werden und absterben.

Diese Beobachtung war die Grundlage für die Entwicklung der Lyme-Vakzine: Nach der Impfung zirkuliert im Blut eine große Zahl Anti-OspA-Antikörper. Saugt eine Zecke von einer solchen Person Blut, so nimmt sie damit auch die gegen OspA gerichteten neutralisierenden Antikörper auf. Die im Verdauungstrakt der Zecke vorhandenen Borrelien werden inaktiviert und können nicht mehr in die Speicheldrüse des Insekts wandern. Eine Infektion wird unmöglich.

Der ungewöhnliche Wirkungsmechanismus der OspA-Vakzine erklärt auch, warum Personen nach einer Grundimmunisierung jedes Jahr erneut gegen die Borrelien geimpft werden müssen. Nur so bleibt die Konzentration der Antikörper in den wenigen Mikrolitern Blut, die die Zecke zu Beginn ihrer "Mahlzeit" aufnimmt, hoch genug, um die Keime zu inaktivieren. Das ausgeklügelte Wirkungsprinzip hat allerdings einen Haken. Es gibt offensichtlich mehrere genetische Prädispositionen, die bei einer Lyme-Borreliose zur Induktion von Autoimmunmechanismen führen können. So ist bekannt, daß Träger eines bestimmten Gewebeverträglichkeitsfaktors (HLA-DRB1*0401) häufig eine Antibiotika-resistente Autoimmunarthritis nach durchgemachter Lyme-Borreliose entwickeln.

Über Arthritiden durch Epitopmimikry wird spekuliert

Außerdem scheint das OspA einem körpereigenen Antigen sehr ähnlich zu sein (dem Epitop des "human Leukozyte Function-Associated Antigen 1", hLFA-1). Bei Trägern dieses Epitops könnte es deshalb nach Impfung zu einer Kreuzreaktion gegen körpereigene Antigene und damit zu einer Autoimmunkrankheit kommen. Ein Pathomechanismus, der als Epitopmimikry bezeichnet wird.

Da unter Menschen, die mit der Lyme-Vakzine geimpft werden, natürlich auch immer ein bestimmter Teil Träger dieser genetischen Veranlagung ist, hatten Rheumatologen bereits bei der Entwicklung des Impfstoffs vor den möglichen Komplikationen einer fehlgeleiteten Immunantwort gewarnt.

Mittlerweile wurden den Centers for Disease Control in Atlanta 170 Fälle von Arthritis gemeldet, die angeblich nach Impfung mit der Lyme-Vakzine aufgetreten sein sollen. Es ist allerdings nicht belegt worden, daß die Arthritiden Folge der Impfung sind, und auch die Food and Drug Administration, die US-Zulasssungsbehörde für Arzneimittel, hält den Impfstoff nach wie vor für sicher.

>Analysen zu optimistisch

Gesundheitssystemforscher der Harvard Universität hatten ausgerechnet, daß für je 10 000 geimpfte Personen im Verlauf von zehn Jahren 202 Lyme-Erkrankungen vermieden werden können. Dadurch wären etwa eine Million Dollar an Therapiekosten erspart worden. Man hatte angenommen, daß in den US-Risikogebieten 0,03 Prozent der Bevölkerung jährlich erkranken. Nach neuen Analysen liegt die Krankheitswahrscheinlichkeit aber unter 0,005 Prozent.

Alle Klarheiten beseitigt? ;-)

Grüsslis
Thomas

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Besten Dank für die Infos, Thomas! *oT*

AK_CCM, (vor 7874 Tagen) @ Thomas Pruß

- kein Text -

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Lyme-Borreliose

Manfred, (vor 7874 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo zusammen

1997 hatte ich selber das "Vergnügen", eine Lyme-Borreliose aufgelesen zu haben. Den auslösenden Zeckenstich hatte ich nie wahrgenommen.
Die Diagnose war ziemlich schwierig und die Symptome nicht eindeutig. Das Wesentliche waren Gelenkschmerzen am linken Knie. Eine Arthroskopie wurde durchgeführt, anschliessend erhielt ich eine 2-Monatige Antibiotika-Kur, danach war ich angeblich geheilt, hatte aber noch ein paar Jahre danach akute Gelenkschmerzen an anderen Körperstellen, und die Ursachen wurden bei der med. Untersuchung nicht in Zusammenhang mit der Borreliose gebracht.
Nun scheint es aber definitiv überstanden zu sein - habe mich ausserdem auch gegen den FMSE-Virus impfen lassen, gegen die Borreliose ist das ja anscheinend noch nicht möglich, angeblich wird (ausser in den Staaten, wie gelesen in Thomas' Bericht) auch am Max-Planck-Institut daran gearbeitet.
Es ist eben auch nicht einfach, der Bevölkerung klar zu machen, dass FMSE und Borreliose 2 verschiedene Paar Hosen sind.
Die Konsequenzen aus meiner Erfahrung sind einfach: Nach der Rückkehr aus dem (Au)Wald wird sofort geduscht und die heiklen Körperstellen inspiziert.
Infos dazu auch unter www.zecken.ch oder unter www.borreliose.ch - da gibts sogar ein Borreliose-Forum.

Grüssli
Manfred

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Re: Lyme-Borreliose

Thomas Pruß, (vor 7874 Tagen) @ Manfred

Moin Manfred und in die Runde,
da bist du ja noch mal gut davon gekommen. Das Problem lag wohl in der zu kurzen Antibiotikum-Kur. Heute geht man von 2 bis 6 Monaten aus. Ich konnte vor ein paar Jahren an einer Tagung von Bayer teilnehmen, auf der es natürlich in erster Linie um eine Produktvorstellung ging (Autan). Interessant war aber, dass auf dieser Tagung eine Journalistin sprach, die wahrlich durch die Hölle ging, weil die B. bei ihr sehr, sehr spät erkannt wurde. Die lief einige Jahre mit ihren Beschwerden von Pontius nach Pilatus und wurde von einer chronischen Erkältung über Migräne, Rheuma und zum Schluss sogar psychatrisch wegen Hysterie behandelt. Alles natürlich erfolglos. Bis ein Arzt, der kurz zuvor eine Weiterbildung über Borreliose gemacht hatte, irgendwann mal auf die Idee kam, den Borrelliose-Titer zu bestimmen und so die Übeltäter erkannte. Mit der Antibiotikum-Kur (ich glaube, über 2 Jahre (!!!)) klangen die meisten akuten und chronischen Beschwerden ab. Leider aber wurde durch die lange Dauer der Krankheit ihr Gehirn angegriffen. Und die daraus resultierenden Problem sind persistent: In erster Linie handelt es sich um eine besondere Form der Konzentrationsschwäche (für „Kopfarbeiter“ wie es wir Journalisten nun mal sind, extrem schlecht). Versuchte sie sich auf einen längerdauerenden und/oder komplizierten Vorgang weiterhin zu konzentrieren, fingen ihre Hände an zu zittern (wer will da noch schreiben?). Sie hatte das Auditorium darauf vorbereitet. Während der Schilderung ihres Leidensweges, den sie in freier Rede begann, musste sie im weiteren Verlauf immer mehr ihr Skript bemühen. Und als sie darauf Fragen beantworten wollte, fing sie auch tatsächlich an zu zittern und hatte Mühe, den Fragen zu folgen und sie zu beantworten.
Es ist klar, dass die gute Frau teilweise berufsunfähig ist. Aber sie stellt sich sozusagen als „Anschauungsobjekt“ zur Verfügung, um darzulegen, was passieren kann, wenn eine B.-Infektion nicht erkannt/behandelt wird.
Nun ist das wahrlich ein Extremfall, und mir ist in Deutschland auch kein zweiter solcher Fall bekannt (ihr auch nicht).

Die Konsequenzen aus meiner Erfahrung sind einfach: Nach der Rückkehr aus dem
(Au)Wald wird sofort geduscht und die heiklen Körperstellen inspiziert.

Dein Vorgehen ist konsequent und gut. Duschen allein ist recht sinnfrei, da die Zecken – auch, wenn sie sich noch nicht eingebohrt haben – sich so festklammern können, dass amn sie höchstens mit einer Wurzelbürstenmassage zuverlässig entfernen kann.

Infos dazu auch unter www.zecken.ch oder unter www.borreliose.ch - da
gibts sogar ein Borreliose-Forum.

Sorry, die beiden Links hatte ich vergessen, die sind auch sehr gut.

Noch ein Wort zu dem Vorkommen von Zecken: Wer da glaubt, sich nur im Wald und auf der Heidi… sorry… Heide Zecken einfangen zu können, der irrt: Die Gefahr lauert sogar auf dem eigenen Rasen im Garten. Denn Zecken lieben es warm und vor allem feucht. Die nötige Feuchte finden sie aber schon im Rasen. Aus diesem Grunde wird man niemals Zecken auf Bäumen finden. Sie besiedeln die Kraut- und Strauchschicht bis in eine maximale Höhe von 1,50 bis 1,70 m. Darüber wird es ihnen zu trocken.

Unser Holzbock (Ixodes rhizinus) ist eine dreiwirtige Schild-Zecke mit einer unvollkommenen Verwandlung: Aus dem Ei schlüpft die Larve, die ihre erste Blutmahlzeit an Mäusen annimmt. Danach häutet sie sich zu einer Nymphe, die kleiner ist als ein Stecknadelkopf. Deshalb sollte man kritische Stellen auf der Haut genauestens unter die Lupe nehmen (wenn’ nicht anders geht, sollte man das wörtlich nehmen). Diese erste Nymphe befällt nun größere Tiere (Katze, Hund), saugt dort und enwickelt sich über eine zweite Häutung zum fertigen Tier (bei unseren Schildzecken; Lederzecken legen noch ein zweites Nymphenstadium dazwischen.
Der nun ausgewachsene Holzbock befällt dann den Endwirt (Rind, Mensch…).

Kleiner Tipp noch zum Entfernen der Zecke: Niemals beim Herausziehen die zecke drehen. Die Viecher haben kein Gewinde im Stechrüssel! Immer gerade ziehen!
Grüsslis
Thomas

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Danke Thomas, jetzt sind wir schlauer, Detlef *oT*

Dedimyk, (vor 7873 Tagen) @ Thomas Pruß

- kein Text -

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Re: Lyme-Borreliose

Birgit, (vor 7873 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

ich hab auch schon öfter Zecken im Nymphenstadium an mir vorgefunden, einmal sind wir auf nem Spaziergang mit SChwiegermama von Dutzenden Nymphen "überfallen" worden, trotz sofortiger sorgfältiger Inspektion und Entfernung hat sie und mich noch jeweils eine erwischt.

zweimonatige bzw. bis zu zweijährige Antibiotikakuren mit Infusionen etc. werden meines Wissens nach erst im Borreliosestadium 2 und 3 durchgeführt, erwischt man eine Borreliose im Stadium 1 (frühstadium) wird auch heute noch 2 besser 3 Wochen meist mit Doxepin behandelt, es ist eventuell darauf zu achten, daß Menschen mit höherem Körpergewicht eine höhere Dosis erhalten. Dein Beitrag ist da etwas mißverständlich.

liebe Grüße

Birgit

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Quark

Birgit, (vor 7873 Tagen) @ Birgit

muß natürlich Doxicyclin heißen:

erwischt man eine Borreliose im Stadium 1 (frühstadium) wird auch heute
noch 2 besser 3 Wochen meist mit dem Antibiotikum Doxicyclin behandelt, es ist ...