Birgit und meine Wenigkeit auf Morcheltour *PIC*

AK_CCM, (vor 7868 Tagen)

Hallo zusammen,

gestern war Birgit so nett und hat mich an ihren Spitzmorchelplatz geführt. Dort konnte ich erstmals Spitzmorcheln am natürlichen Standort (also nicht an Rindenmulch) sehen. Damit glaube ich jetzt wirklich, dass es Morcheln gibt - meine Aussage, Morcheln wurden von Pilzkundigen einzig und allein deshalb erfunden, um Anfänger zu deprimieren, weil sie keine finden, muss ich wohl revidieren. Insgesamt habe ich über 100 Bilder geknipst - ein paar davon möchte ich euch nicht vorenthalten:

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Zuerst wollte ich es ja nicht glauben, aber Morcheln sind tatsächlich "kleine Biester", wie Birgit immer zu sagen pflegt. Man kann zig-mal an ihnen vorbeilatschen, ohne sie wahrzunehmen. Oftmals stapfte ich blindlings durch den Wald und Birgit sammelte hinter mir die Morcheln auf. Und hatte ich dann Mal eine kleine Morchel gefunden, enttarnte Birgit sogleich die größeren, die rings herum standen. Das Pärchen auf dem letzten Bild hat übrigens auch Birgit in einem vermeintlich morchellosen Waldstück entdeckt, als wir schon auf unseren Bikes saßen und weiter wollten. Dagegen wäre ich vermutlich drübergefahren.

Gerade Mal ein überreifes, teils schimmeliges Exemplar mussten wir zurücklassen. Dennoch hatten wir nach unserer Morcheltour immer noch 32 Stück in dem Ex-Eiscremebehältnis liegen. Birgit war sogar so lieb und hat die Morcheln mit mir geteilt! Hier die Beute:

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Eine kleine Fundliste:

Breitkrustige Diatrype (Diatrype stigma
Fenchelporling (Gloeophyllum oderatum)
Fichtenzapfenhelmling (Mycena strobilicola)
Fichtenzapfenrübling (Strobilurus esculentus)
Orangefarbiges Brennesselbecherchen (Callorina fusarioides)
Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicaola)
Scheibenlorchel (Gyromitra ancilis)
Spitzmorchel (Morchella elata)
Teerflecken-Drüsling (Exidia pithya)
Warziger Drüsling (Exidia plana)
Winterporling (Polyporus brumalis)
Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum)
Zaunblättling (Gloeophyllum sepiarium)

Birgit hat (glaube ich) noch irgend einen Glockenschüppling oder ein Samthäubchen aufgestöbert und ich bin an verschiedenen Kohlenbeeren vorbeigekommen und habe noch einen einzelnen unbekannten Tintling entdeckt. Falls Dir noch mehr einfällt, Birgit, schreib es doch bitte dazu - Danke!

Abschließend noch ein paar Bilder für die Blumen-Fraktion - Küchenschellen:

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Gruß, Andreas

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Re: Birgit und meine Wenigkeit auf Morcheltour

Schwammerlkönig, (vor 7868 Tagen) @ AK_CCM

Hi Andi,
schöne Bilder. Die Morcheln haben nur einen Fehler: Ich habe sie nicht gefunden !!! :-)) Leider nur zwei in Nachbars Garten, siehe neuen Thread.
Weiterhin viel Erfolg beim Morcheln ernten.
LG Peter

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Re: Birgit und meine Wenigkeit auf Morcheltour

ajuga, (vor 7868 Tagen) @ AK_CCM

Hallo!

Ich möchte nochmal an alle Morchelsammler appellieren, doch einige ältere Morchelexemplare zwecks Ausreifung und Sporenverbreitung stehen zu lassen.

Nur die verschimmelten Exemplare zurückzulassen reicht eigentlich nicht, da man hier nicht weiß, inwieweit die Sporen tatsächlich noch ausreifen und vom Wind verbreitet werden.

Beispielsweise hätte ich das Exemplar "oberste Reihe, 3. von rechts" auf dem Bild, wo alle auf dem Tuch aufgereiht liegen, im Wald stehen lassen.

Ich möchte natürlich niemandem die Morchelsuche verderben. Nur sollte man auch schon an die nächsten Jahre denken...

ajuga

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Gegenargumente

AK_CCM, (vor 7868 Tagen) @ ajuga

Hallo ajuga!

Dein Appell ist sicher gut gemeint, aber meines Erachtens etwas übertrieben. Denn kaum ein Morchelsammler spürt alle Morcheln auf, dafür tarnen sie sich viel zu gut. Es bleiben also immer genügend Fruchtkörper stehen, die aussporulieren können.

Hinzu kommt, dass die bestehenden Myzelien ja weiterleben und in den kommenden Jahren wieder Fruchtkörper erbringen, auch wenn anscheinend auch Jahre dabei sind, in denen man lokal nicht fündig wird. Und wenn ich höre, dass Hallimasche mehrere 100 Jahre alt werden können, dann dürften auch Morchelmyzelien einige Jahre überdauern können - oder nicht?

Abschließend meine ich mich noch an Christoph Hahns Hinweis zu erinnern, dass Pilzesammeln nachweislich nicht den Bestand der Schwammerl gefährdet. Leider habe ich hierzu keine Quellen, aber vielleicht kann Christoph hierzu noch etwas sagen.

Übrigens war das stehende, (hoffentlich) reife Exemplar keinsfalls für den Kochtopf bestimmt, viel mehr hat sich Birgit dieses Exemplar zum Mikroskopieren mitgenommen. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn jeder Morchelsammler die Exemplare mit fast schwarzen Rippen stehen lässt - meist gibt es ja genügend junge Exemplare zum Verspeisen.

Viele Grüße

Andreas

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Re: Gegenargumente

ajuga, (vor 7868 Tagen) @ AK_CCM

Ich weiß halt nicht genau, ob es bei Morcheln (Ascomyceten) genauso ist, wie beispielsweise bei Mykorrhiza betreibenden Basidiomyceten (z.B. Steinpilz), die, einmal ein paar Bäume angezapft, unvorstellbar alt werden können.

Sieht man sich Morchelsubstrat - bestes Beispiel Rindenmulch - an, kann man sich schon vorstellen, dass der Pilz dort schon nach einem oder wenigen Jahren alle Nährstoffe aufgebraucht hat und eingeht, weil er vielleicht doch nicht so einfach über meterlange Mycelfäden den nächsten günstigen Standort erreicht.

Auch wenn Pilze ziemlich alt werden können, ist es immer gut, für "Nachwuchs" (über keimende Sporen) mit anderer genetischer Zusammensetzung und dadurch eventuell besserer Anpassung zu sorgen bzw. die Natur diesen Schritt gehen zu lassen...

ajuga

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Re: Gegenargumente

Birgit, (vor 7868 Tagen) @ ajuga

Hi ajuga,

ich sammle an dieser Stelle jetzt schon seit 5 Jahren und jedes Jahr werden es mehr Morcheln, die ich dort finde, beim Ausrotten scheine ich also etwas falsch zu machen. AUch dieses Jahr habe ich mit Andreas Hilfe wieder einmal die Erfahrung gemacht, daß sich die Spitzmorcheln doch über ein weit größeres Areal erstrecken, als ich dachte. Nur kommen da oft an einer Stelle nur 1-2-3 Fruchtkörper, wenn sich dann irgendetwas ändert (absterbender Baum, gefällter Baum, Erdarbeiten und ????), dann tauchen an dieser Stelle aus dem heiteren Himmel plötzlich mehr Morcheln auf. Als wäre das Mycel sowieso im Boden und würde nur auf passende Gelegenheiten warten. Gerade wegen der Zerstreutheit und der Tarnfähigkeit bin ich mir auch sehr sicher, daß ich bei weitem nicht alle Spitzmorcheln finde. Die Spitzmorcheln, die ich beinahe mit dem Fahrrad überfahren habe, kamen an einer Stelle, wo ich das letzte Mal vor ca. 3 Jahren mal welche gefunden hatte, das spricht gegen deine Theorie, daß das Mycel so kurzlebig ist, genauso verhält es sich mit anderen Fundstellen von mir. Beim Rindenmulch sind vermutlich die Nährstoffe für Morcheln nach einem Jahr aufgebraucht und scheinbar fehlen dann spezifische Faktoren, die im Wald in Flußnähe und auf kalkhaltigem Boden ausreichend für ein ausdauerndes Mycel vorhanden sind.

Übrigens , danke Andreas für die schönen Bilder :-) und die Fundliste.

herzliche Grüße

Birgit

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Re: Gegenargumente, 1 Bild ca. 220 KB *PIC*

Joachim, (vor 7867 Tagen) @ Birgit

Hi ajuga,

"Ich weiß halt nicht genau, ob es bei Morcheln (Ascomyceten) genauso ist, wie beispielsweise bei Mykorrhiza betreibenden Basidiomyceten (z.B. Steinpilz), die, einmal ein paar Bäume angezapft, unvorstellbar alt werden können".

Ich bin noch gar nicht davon überzeugt das Morcheln, z.B. die Morchella esculenta
keine Mykorrhiza bildende Pilze sind. Bei "meinem" Morchelstandort im Odenwald, den beobachte ich schon seit 20 Jahren, kenne ich fast jede Stelle wo sich ab April die Speisemorcheln (Morchella esculenta) zeigt und das fast auf wenige Zentimeter genau. Interessanterweise stehen immer Eschen in der Nähe.
Nur dort wo vor 8 Jahren mal 2 Eschen vom Sturm gefällt wurden habe ich schon lange keine Morcheln mehr gesehen.
So sieht es übrigens an meinem Morchelbiotop aus:
[image]
...ganz schön wild, oder? :-)
Ach ja noch was, ich kann der Argumentation von Birgit nur voll und ganz zustimmen, sieh macht offensichtlich was falsch.☺
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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M. esculenta ohne Esche weit und breit, was nun?

Dedimyk, (vor 7867 Tagen) @ Joachim

Hallo Joachim,

da muß ich widersprechen. Ich habe letztjährig erstmals 8 Fk. Morchella esculenta bei mir in einem Waldsee-Biotop gefunden, wo weit und breit keine Esche zu finden war.Als Begleitflora fungierten Erlen, Birken, Weiden und Sträucher und es war auch nicht irgendwie gemulcht.
Dieses Jahr tut sich bisher noch nichts, aber ich werde ein paar Bilder des Biotops einstellen lassen, wenn die Morcheln kommen sollten.
Ich glaube, da kann man nicht von Mykorrhiza zur Esche sprechen, oder ?

Gruß Detlef

Hi ajuga,
"Ich weiß halt nicht genau, ob es bei Morcheln (Ascomyceten) genauso
ist, wie beispielsweise bei Mykorrhiza betreibenden Basidiomyceten (z.B.
Steinpilz), die, einmal ein paar Bäume angezapft, unvorstellbar alt werden
können".
Ich bin noch gar nicht davon überzeugt das Morcheln, z.B. die Morchella
esculenta
keine Mykorrhiza bildende Pilze sind. Bei "meinem" Morchelstandort
im Odenwald, den beobachte ich schon seit 20 Jahren, kenne ich fast jede
Stelle wo sich ab April die Speisemorcheln (Morchella esculenta) zeigt und
das fast auf wenige Zentimeter genau. Interessanterweise stehen immer
Eschen in der Nähe.
Nur dort wo vor 8 Jahren mal 2 Eschen vom Sturm gefällt wurden habe ich schon
lange keine Morcheln mehr gesehen.
So sieht es übrigens an meinem Morchelbiotop aus:
...ganz schön wild, oder? :-)
Ach ja noch was, ich kann der Argumentation von Birgit nur voll und ganz
zustimmen, sieh macht offensichtlich was falsch.☺
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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Re: Gegenargumente

Matthias, (vor 7867 Tagen) @ ajuga

Sieht man sich Morchelsubstrat - bestes Beispiel Rindenmulch - an, kann man
sich schon vorstellen, dass der Pilz dort schon nach einem oder wenigen
Jahren alle Nährstoffe aufgebraucht hat und eingeht, weil er vielleicht
doch nicht so einfach über meterlange Mycelfäden den nächsten günstigen
Standort erreicht.

Hallo Ajuga,
das Rindenmulch das beste Beispiel sein soll ist für mich nicht verständlich! Ich halte den Rindenmulch für einen Sekundärstandort der sich verstärktes Mulchen in den letzten Jahren verbreitet hat, das kann man auch bei anderen Pilzen auf Mulch oder Holzhächsel beobachten,
viele Grüsse
Matthias

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Mykorrhiza

ajuga, (vor 7867 Tagen) @ Joachim

Ich denke, dass das bereits untersucht wurde und feststeht, das Esche und Morchel keine Mykorrhiza-ähnliche Interaktion eingehen. Hatte diesbezüglich mal bei einer Professorin (eine Pilzexpertin!) bei mir an der Uni nachgefragt. Die meinte, es wäre nur ideales Substrat und keine Interaktion.

ajuga

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Re: Mykorrhiza

Matthias, (vor 7867 Tagen) @ ajuga

Ich denke, dass das bereits untersucht wurde und feststeht, das Esche und
Morchel keine Mykorrhiza-ähnliche Interaktion eingehen. Hatte
diesbezüglich mal bei einer Professorin (eine Pilzexpertin!) bei mir an
der Uni nachgefragt. Die meinte, es wäre nur ideales Substrat und keine
Interaktion.
ajuga

Hallo Ajuga,
geht das genauer? Die Aussage das es eine Professorin (Pilzexpertin)ist könnte auch aus unserer grössten Tageszeitung stammen!
Viele Grüsse
Matthias

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Re: Gegenargumente

ajuga, (vor 7867 Tagen) @ Matthias

das Rindenmulch das beste Beispiel sein soll ist für mich nicht verständlich!
Ich halte den Rindenmulch für einen Sekundärstandort der sich verstärktes
Mulchen in den letzten Jahren verbreitet hat, das kann man auch bei
anderen Pilzen auf Mulch oder Holzhächsel beobachten,

Ja, auch andere Pilze wachsen auf Rindenmulch. Aber ist es nur Sekundärsubstrat?? Sehr viele aufmerksame Leser dieses Forums haben bisher ihre einzigsten Spitzmorcheln auf Rindenmulch gefunden und nirgendwo anders. Und bis letztes Jahr war es bei mir so, dass ich auf kleinen Rindenmulchstellen wesentlich mehr Exemplare gefunden habe, als überhaupt in der Natur.

Wenn also Spitzmorcheln in Massen auf kleinstem Raum auf Rindenmulch auftreten, muss es sich ja wohl um ein sehr geeignetes Substrat handeln und sollte daher als ein ziemlich gutes Beispiel dienen können, oder?

Warum findet man eigentlich keine Speisemorcheln oder Verpeln auf Rindenmulch? So viele Pilze sind es offenbar doch nicht, die darauf vorkommen, wenn es schon nicht einmal die nächsten Verwandten schaffen!!??

Ich persönlich glaube, dass Morchelmycel bzw. Ascomycetenmycel bei weitem nicht so alt wird, wie das von Basidiomyceten. Könnte ja auch was damit zu tun haben, dass Ascomyceten nicht Ewigkeiten als Dikaryen im Boden leben.

Ohne die Sklerotien, die Ascomyceten zur Überdauerung bilden, gäbe es ja auch keine Morchelfruchtkörper. Kann mir nicht vorstellen, dass das Mycel, welches Sklerotien gebildet hat, einfach so Jahre lang weiterlebt. Würden denn da die Sklerotien nötig sein??

Sind nur so ein paar Gedanken. Bin für andere Ideen und Anregungen offen.

ajuga

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Re: Gegenargumente

Matthias, (vor 7867 Tagen) @ ajuga

Ja, auch andere Pilze wachsen auf Rindenmulch. Aber ist es nur
Sekundärsubstrat?? Sehr viele aufmerksame Leser dieses Forums haben bisher
ihre einzigsten Spitzmorcheln auf Rindenmulch gefunden und nirgendwo
anders. Und bis letztes Jahr war es bei mir so, dass ich auf kleinen
Rindenmulchstellen wesentlich mehr Exemplare gefunden habe, als überhaupt
in der Natur.

Hallo Ajuga,
bei Mulchmorcheln bin ich der Überzeugung das es nicht der ursprüngliche Wuchsort dieser Art (Spitzmorchel)ist.

Wenn also Spitzmorcheln in Massen auf kleinstem Raum auf Rindenmulch
auftreten, muss es sich ja wohl um ein sehr geeignetes Substrat handeln
und sollte daher als ein ziemlich gutes Beispiel dienen können, oder?

Aber nur sehr kurzfristig, ist halt nur zweite Wahl!!

Warum findet man eigentlich keine Speisemorcheln oder Verpeln auf
Rindenmulch? So viele Pilze sind es offenbar doch nicht, die darauf
vorkommen, wenn es schon nicht einmal die nächsten Verwandten schaffen!!??

Frühjahrslorcheln schaffen es, es schaffen aber auch z. B. Weichritterlinge, Träuschlinge, Teuerlinge und noch viele andere Arten.

Ich persönlich glaube, dass Morchelmycel bzw. Ascomycetenmycel bei weitem
nicht so alt wird, wie das von Basidiomyceten. Könnte ja auch was damit zu
tun haben, dass Ascomyceten nicht Ewigkeiten als Dikaryen im Boden leben.

Ich kenne hier Käppchenmorcheln seit 2002 am selben Standort, habe sie früher wahrscheinlich übersehen da ich Morcheln als Speisepilze nicht mag.

Ohne die Sklerotien, die Ascomyceten zur Überdauerung bilden, gäbe es ja auch
keine Morchelfruchtkörper. Kann mir nicht vorstellen, dass das Mycel,
welches Sklerotien gebildet hat, einfach so Jahre lang weiterlebt. Würden
denn da die Sklerotien nötig sein??

Das kann ich dir nicht beantworten,
viele Grüsse
Matthias

Sind nur so ein paar Gedanken. Bin für andere Ideen und Anregungen offen.
ajuga

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Nachtrag!

Matthias, (vor 7867 Tagen) @ Matthias

Hallo Ajuga,
da viele Mulchstandorte sehr Verkehrsgünstig liegen, unter anderem Supermaktparkplätze, Industriegebiete etc. ... kommen solche Morcheln für mich nicht in Frage!! Das heisst ich nehme gar keine Morcheln mit da ich sie nicht mag,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Gegenargumente

Joachim, (vor 7866 Tagen) @ ajuga

Hallo ajuga,
das ist eine nette Bemerkung:
"Ich persönlich glaube, dass Morchelmycel bzw. Ascomycetenmycel bei weitem
nicht so alt wird, wie das von Basidiomyceten. Könnte ja auch was damit zu
tun haben, dass Ascomyceten nicht Ewigkeiten als Dikaryen im Boden leben"

Mein Biolehrer hätte darauf geantwortet: "Geglaubt wird in der Kirche, hier zählt nur das Wissen." ☺☺☺
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

*undichglaubedieerdeisteinescheibe*

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Re: M. esculenta ohne Esche weit und breit, was nu

Tommy, (vor 7866 Tagen) @ Dedimyk

Ich habe letztjährig erstmals 8 Fk. Morchella
esculenta bei mir in einem Waldsee-Biotop gefunden, wo weit und breit
keine Esche zu finden war.Als Begleitflora fungierten Erlen, Birken,
Weiden und Sträucher und es war auch nicht irgendwie gemulcht.
Ich glaube, da kann man nicht von Mykorrhiza zur Esche sprechen, oder ?
Gruß Detlef

Hallo,

Dass bei Ascomyceten im Allgemeinen und Morcheln im Besonderen bisher keine mykorrhizischen Bindungen nachgwiesen werden konnten, schliesst deren Vorliegen zwar nicht gänzlich aus, aber die Besetzung ganz unterschiedlicher und z.T. völlig baumloser Habitate durch diverse Morchelarten spricht doch sehr dagegen. Das Aufkommen von Morcheln in Sanddünen etwa, wo lediglich Strauchvegetation (und selbst die quasi "ausser Reichweite") anzutreffen ist,
lässt sich mit der Annahme einer Mykorrhiza nicht in Einklang bringen.
Bei mir im Garten wächst M. esculenta (var. rotunda) jährlich mitten in der Wiese (Kalkmagerrasen), und die einzigen in der Nähe befindlichen Bäume sind Fichten, Lärchen und Schwarzkiefern. In der Umgegend kommt M. esculenta relativ häufig in Streuobstsiedlungen unter Apfel-, Birn- und Pflaumenbäumen vor, insbesondere dort, wo regelmässig Fallobst liegen bleibt.
Im Botanischen Garten Wien beobachtete ich M. esculenta wiederholt in angelegten Pflanzenbeeten, in deren Nähe sich ausschliesslich aussereuropäische Baumarten befanden. Das gehäufte Aufkommen von M. esculenta in der Nähe von Eschen mag allenfalls durch das besondere, durch verrottendes Eschenlaub erzeugte Bodenmilieu zu erklären sein, darüber hinaus liegt mit Sicherheit keine wie immer geartete Bindung an diese, noch an irgendeine andere Baumart vor. Beobachtungen von Morcheln auf sandigen Schutthalden, weitab jeglicher Vegetation, dürften dies hinreichend untermauern.

LG, Tommy

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Re: Gegenargumente

Andreas ⌂, (vor 7866 Tagen) @ Joachim

Hallo ajuga,
das ist eine nette Bemerkung: "Ich persönlich glaube, dass Morchelmycel
bzw. Ascomycetenmycel bei weitem
nicht so alt wird, wie das von Basidiomyceten. Könnte ja auch was damit zu
tun haben, dass Ascomyceten nicht Ewigkeiten als Dikaryen im Boden
leben"
Mein Biolehrer hätte darauf geantwortet: "Geglaubt wird in der Kirche,
hier zählt nur das Wissen." ☺☺☺
Mit freundlichen Grüßen
Joachim
*undichglaubedieerdeisteinescheibe*

Kalr, aber alles was wir wissen hat damit angefangen dass jemand etwas geglaubt hat und dann versuchte es zu beweisen. Und wenn Dein Biolehrer auf dem Punkt stehen bleibt auf dem sein Wissen ist und nicht selbständig zu denken und glauben versucht, dann ist das schade.
Ich persönlich finde Gedankenanstöße in Form von Überlegungenen anderer, eben dem was andere "glauben", sehr inspirierend und wichtig. Unsere Erkenntnisse von heute sind die Fehler von morgen .....

beste Grüße,
Andraes