Wiesenchampignons, aber wo ???

Jogibaer, (vor 9564 Tagen)

Hallo,

ich wohne ja bekanntlich in Ostfriesland, wo wir mit saftigen,
grünen Wiesen reich gesegnet sind. In den letzten Jahren kam
uns das im Bezug auf Wiesenchampignons sehr zu gute (tonnen-
weise)...
In letzter Zeit ist die Ausbeute jedoch gleich Null.

Meine Frage:

Wenn ich vom Strassenrand aus auf die Wiese schau, und auch
nach intensiven Absuchen keinerlei weiße Hütchen sehe, lohnt es
sich dann, die Wiese komplett abzusuchen ??? Ich dachte immer,
Champignons wachsen gleichmäßig verteilt, oder kann es auch
vorkommen, dass in der hinteren Ecke der Wiese 2 kümmerliche
Pilze wachsen ???
Und überhaupt, wieso wachsen auf den schööönsten und saaaftigsten
Wiesen mit viiiiiel Kuh- und Pferdedung hier keine Champignons mehr
(habe dieses Jahr nicht einen einzigen erspäht!!!) :-((

Jogi

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Re: Wiesenchampignons, aber wo ???

thomas, (vor 9564 Tagen) @ Jogibaer

Hallo,
ich wohne ja bekanntlich in Ostfriesland, wo wir mit saftigen,
grünen Wiesen reich gesegnet sind. In den letzten Jahren kam
uns das im Bezug auf Wiesenchampignons sehr zu gute (tonnen-
weise)...
In letzter Zeit ist die Ausbeute jedoch gleich Null.
Meine Frage: Wenn ich vom Strassenrand aus auf die Wiese schau, und auch
nach intensiven Absuchen keinerlei weiße Hütchen sehe, lohnt es
sich dann, die Wiese komplett abzusuchen ??? Ich dachte immer,
Champignons wachsen gleichmäßig verteilt, oder kann es auch
vorkommen, dass in der hinteren Ecke der Wiese 2 kümmerliche
Pilze wachsen ???
Und überhaupt, wieso wachsen auf den schööönsten und saaaftigsten
Wiesen mit viiiiiel Kuh- und Pferdedung hier keine Champignons mehr
(habe dieses Jahr nicht einen einzigen erspäht!!!) :-((
Jogi

Hallo Jogi!

Ich denke das die champignons erst noch wachsen werden.bei mir in der gegend hab ich auch noch keinen gesehen.von den waldpilzen jedoch war alles schon da;sogar der hallimasch,und der wächst bei uns normalerweise extrem spät.nach meinen erfahrungen wachsen die wiesenchampignons übrigens nicht überall auf der entsprechenden wiese,ausser in extrem guten pilzjahren.

gruss

Thomas

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Re: Wiesenchampignons, aber wo ???

Holger, (vor 9564 Tagen) @ thomas

Hallo Jogi!
Ich denke das die champignons erst noch wachsen werden.bei mir in der gegend
hab ich auch noch keinen gesehen.von den waldpilzen jedoch war alles schon
da;sogar der hallimasch,und der wächst bei uns normalerweise extrem
spät.nach meinen erfahrungen wachsen die wiesenchampignons übrigens nicht
überall auf der entsprechenden wiese,ausser in extrem guten pilzjahren.
gruss
Thomas

Hatte Anfang/Mitte Juli so 10-15 Kilo (die 2 besten dann gesammelt) an einem Feldrand gesehen. Vielleicht ist die Zeit ja auch vorbei. Allerdings sehe ich Champignons bei guten Bedingungen von Mai bis Oktober.

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Re: Wiesenchampignons, aber wo ???

Wolfgang F, (vor 9564 Tagen) @ Jogibaer

Ich dachte immer,
Champignons wachsen gleichmäßig verteilt, oder kann es auch
vorkommen, dass in der hinteren Ecke der Wiese 2 kümmerliche
Pilze wachsen ???

Gleichmäßig verteilt habe ich Champignons noch nie gefunden. Wenn, dann stehen sie in schönen Hexenringen, die von weitem nur durch das dunkler grüne und höhere Gras kenntlich sind.

Wenn Du in den letzten Jahren immer welche gefunden hast, dann würde ich als erstes die 'sicheren Stammplätze' aufsuchen. Wenn da nix steht, dann wird es auch ein paar Kilometer weiter nicht anders sein, und das Wetter ist schuld...

Wolfgang

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Re: Wiesenchampignons, aber wo ???

Thomas Pruß, (vor 9563 Tagen) @ Jogibaer

Hallo Jogi,
ich finde auch bei uns in Nordfriesland immer weniger Champis. Und meine Theorie, wieso das so ist, hört sich vielleicht beunruhigend an: Nicht das Wetter ist Schuld, sondern die Landwirtschaft. Wenn ich sehe, wieviel Gülle übers Jahr auf den Koppeln landet, komme ich schon ins Grübeln. Denn: Wieviel Gülle verträgt das Mycel? Und was ist in der Gülle alles an Abbauprodukten von Medikamenten drin? Wirken die vielleicht hemmend auf das Pilzwachstum? Wie wirkt es sich aus, dass die Bauern mit immer größeren und schwereren Treckern über die Koppeln fahren, wenn sie güllen oder Silo schneiden. Bei uns z. B. übenimmt das sehr oft ein Lohnunternehmen, das mit Treckern von über 200 PS arbeitet und mit Anhängern, die 10 t Silogras fassen. Noch mehr Fragen kannst Du Dir in diesem Zusammenhang vielleicht selbst ausdenken.
Meine Theorie gründet sich auf die Beobachtung, dass die Champis fast nur noch auf Koppeln wachsen, die nicht so intensiv gegüllt werden.
Ist vielleicht mal ’ne Diskussion wert.
Grüsslis
Thomas

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Re: Wiesenchampignons, aber wo ???

Birgit, (vor 9562 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Jogi,
ich finde auch bei uns in Nordfriesland immer weniger Champis. Und meine
Theorie, wieso das so ist, hört sich vielleicht beunruhigend an: Nicht das
Wetter ist Schuld, sondern die Landwirtschaft. Wenn ich sehe, wieviel
Gülle übers Jahr auf den Koppeln landet, komme ich schon ins Grübeln.
Denn: Wieviel Gülle verträgt das Mycel? Und was ist in der Gülle alles an
Abbauprodukten von Medikamenten drin? Wirken die vielleicht hemmend auf
das Pilzwachstum? Wie wirkt es sich aus, dass die Bauern mit immer
größeren und schwereren Treckern über die Koppeln fahren, wenn sie güllen
oder Silo schneiden. Bei uns z. B. übenimmt das sehr oft ein
Lohnunternehmen, das mit Treckern von über 200 PS arbeitet und mit
Anhängern, die 10 t Silogras fassen. Noch mehr Fragen kannst Du Dir in
diesem Zusammenhang vielleicht selbst ausdenken.
Meine Theorie gründet sich auf die Beobachtung, dass die Champis fast nur
noch auf Koppeln wachsen, die nicht so intensiv gegüllt werden.
Ist vielleicht mal ’ne Diskussion wert.
Grüsslis
Thomas

Hallo Thomas,

ich hab auf meiner Hauswiese die Erfahrung gemacht, daß Champignons hier scheints gar keine Gülle mögen. Die Wiese wird nur mit Festmist und Kunstdünger gedüngt, die Wiese daneben auch mit Gülle, auf der Güllewiese gibts gar keine Champignons, auch nur sehr vereinzelt Nelkenschwindlinge, ist ne richtige Trennlinie. Allerdings könnte auch noch das Mähverhalten eine Rolle spielen, die CHampignonwiese wird nur als Grünfutter genutzt, nicht zum Heumachen und wird daher ähnlich wie eine Weide kontinuerlich kurzgehalten, bei der Nachbarwiese ist das nicht der Fall.

Ansonsten hab ich die Erfahrung gemacht, daß die Champis sehr heißes Wetter wie jetzt nicht mögen. Ich hatte im Juli schon einen ersten Schub, aber die großen Mengen kommen erst im September bis zu den ersten Nachtfrösten.

Gruß

Birgit