Fundbericht Montag & Dienstag + UPO's *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 7764 Tagen)

Hallo Pilzler,

trotz Trockenheit hat es mich in die Wälder verschlagen, in denen ich die letzten Wochen am erfolgeichsten war, auch diesmal gab es einges zu sehen.
Meist Einzelexemplare, üppiges Pilzvorkommen ist was anderes.

Die Fuchsrotkappen-Stelle mit diesem Bilderbuchexemplar:

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Hier der Querschnitt daheim:

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Die dunkle kompakte Form des Grauen Wulstlings:

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Hier ist der geriefte Ring zu erkennen:

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Samtfußkremplinge gab es in Massen:

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Der Tannenreizker:

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Zum Schluß zwei Unbekannte:

UPO 1:

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Und ein Milchling, geht das in Richtung Lactarius trivialis?

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Über Ferndiagnosen würde ich mich freuen!

Desweiteren gab es:
Eine Marone
Ein Flocki
milde Täublinge

Beste Grüße
Felix

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Genau die 2 UPOs hat Tanja gestern gemalt (2 Pics) *PIC*

Andreas ⌂, (vor 7764 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,

das ist ja schon ein erstaunlicher Zufall! Genau diese beiden Dir unbekannten Pilze waren auf unserer Exkursion südlich von Untergneuß die interessantesten Funde und Tanja hat zwei Aquarelle angefertigt.

Zum Schluß zwei Unbekannte: UPO 1:

Das ist ein Cortinarius aus der Untergattung Hautköpfe (Dermocybe).
Aufgrund der eher trüben Färbung von Lamellen (auf Bild 1 gut erkennbar) und des Stieles sollte das der Orangeblättrige Hautkopf (Cortinarius sommerfeltii) sein.
Hier Tanjas Bild:
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Wenig bekannt, aber im sauren montanen Nadelwald sicherlch nicht allzu selten. Vermutlich wurde sowas früher als Cortinarius cinnamobadius Henry bezeichnet.

Und ein Milchling, geht das in Richtung Lactarius trivialis?

Nicht ganz, denn das ist eine trockenhütige Art, während der Nordische Milchling zu den schmierighütigen gehört. L. trivialis hat auch einen nicht hutfarben überlaufenen, immer hohl werdenden Stiel und die Milch trocknet graugrün ein.
Was Du gefunden hast ist Lactarius trivialis, der Verbogene Milchling. Am ehesten vielleicht mit dem Gebänderten Hainbuchen-Milchling zu verwechseln, der jedoch (meist) deutlicher gezont ist und vor allem enger stehende und ockerfarbenere Lamellen hat. L. trivialis wächst bei Nadelbäumen (Fichte), L. circellatus/pyrogalus bei Hainbuche. Wir hatten in Untergneuß beide, da konnte man die Unterschiede gut sehen. Meist hat L. trivialis übrigens ockergelbliche Töne an der Stielbasis, neben den entfernten Lamellen ein gutes Merkmal.
Hier Tanjas Aquarell:
[image]

"Verbogener" Milchling übrigens ein gut zutreffender name, denn der Pilz ist meist etwas unregelmäßig geformt, der Stiel auch meist kurz, oft seitlich - der ganze Pilz einfach "verbogen" ....

beste Grüße,
Andreas

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Schreibfehler: Verbogener Milchling = L. flexuosus

Andreas ⌂, (vor 7764 Tagen) @ Andreas

Hallo Felix,
das ist ja schon ein erstaunlicher Zufall! Genau diese beiden Dir unbekannten
Pilze waren auf unserer Exkursion südlich von Untergneuß die
interessantesten Funde und Tanja hat zwei Aquarelle angefertigt.
Das ist ein Cortinarius aus der Untergattung Hautköpfe (Dermocybe).
Aufgrund der eher trüben Färbung von Lamellen (auf Bild 1 gut erkennbar) und
des Stieles sollte das der Orangeblättrige Hautkopf (Cortinarius
sommerfeltii) sein.
Hier Tanjas Bild:
Wenig bekannt, aber im sauren montanen Nadelwald sicherlch nicht allzu
selten. Vermutlich wurde sowas früher als Cortinarius cinnamobadius Henry
bezeichnet.
Nicht ganz, denn das ist eine trockenhütige Art, während der Nordische
Milchling zu den schmierighütigen gehört. L. trivialis hat auch einen
nicht hutfarben überlaufenen, immer hohl werdenden Stiel und die Milch
trocknet graugrün ein.
Was Du gefunden hast ist Lactarius trivialisflexuosus, der Verbogene Milchling. Am
ehesten vielleicht mit dem Gebänderten Hainbuchen-Milchling zu
verwechseln, der jedoch (meist) deutlicher gezont ist und vor allem enger
stehende und ockerfarbenere Lamellen hat. L. trivialisflexuosus wächst bei
Nadelbäumen (Fichte), L. circellatus/pyrogalus bei Hainbuche. Wir hatten
in Untergneuß beide, da konnte man die Unterschiede gut sehen. Meist hat
L. trivialisflexuosus übrigens ockergelbliche Töne an der Stielbasis, neben den
entfernten Lamellen ein gutes Merkmal.
Hier Tanjas Aquarell:
"Verbogener" Milchling übrigens ein gut zutreffender name, denn der
Pilz ist meist etwas unregelmäßig geformt, der Stiel auch meist kurz, oft
seitlich - der ganze Pilz einfach "verbogen" ....
beste Grüße,
Andreas

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war schon verwirrt... ;-) *oT*

Harald Andres Schmid, (vor 7764 Tagen) @ Andreas

- kein Text -