Champignons und Knollenblätterpilze

Matts & Elli, (vor 7722 Tagen)

Hallo Zusammen,

gerade in letzter Zeit sind einige Beiträge zu Pilzvergiftungen mit Knollenblätterpilzen zu lesen.
Und es wundert mich nicht!
Wie häufig werden wir angesprochen:
"...ach, Sie sammeln Pilze, und dann noch so viele verschiedene? Damit kenne ich mich nicht aus. Ich sammele NUR Champignon!"
Dann sträuben sich mir die Haare und ich warne eindringlich davor! Champignons sammeln wir (noch) nicht. Die Verwechslungsgefahr ist uns einfach zu groß und wir sammeln immerhin etwa 30 Arten. Auch darauf kann man die Leute ruhig hinweisen, dann folgt: "Wir sammeln die schon lange und kennen die Champignons".
Tja, vielleicht sind unsere Sorgen ganz unbegründet?

Sicheres Sammlerglück wünscht Euch
Elli

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Re: Champignons und Knollenblätterpilze

Matthias, (vor 7722 Tagen) @ Matts & Elli

Auch darauf kann
man die Leute ruhig hinweisen, dann folgt: "Wir sammeln die schon
lange und kennen die Champignons".
Tja, vielleicht sind unsere Sorgen ganz unbegründet?
Sicheres Sammlerglück wünscht Euch
Elli

Hallo Elli,
da es ja immer wieder Vergiftungen mit Knollenblätterpilzen auch von "erfahrenen Sammlern" gibt ist deine Vorsicht gut zu verstehen, das ist ein Grund warum ich nur selbst gesuchte Pilze oder vorher die frischen Pilze sehen möchte (es gibt da nur sehr wenige Pilzsammler wo ich ohne Kontrolle Pilze mitessen würde).
Es gehen ja auch oft die Meinungen auseinander was noch essbar ist oder was man im Wald lassen soll,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Champignons und Knollenblätterpilze

Neu-Ostwestfale, (vor 7722 Tagen) @ Matts & Elli

Hallo Zusammen,
gerade in letzter Zeit sind einige Beiträge zu Pilzvergiftungen mit
Knollenblätterpilzen zu lesen.
Und es wundert mich nicht!
Wie häufig werden wir angesprochen: "...ach, Sie sammeln Pilze, und dann
noch so viele verschiedene? Damit kenne ich mich nicht aus. Ich sammele
NUR Champignon!"
Dann sträuben sich mir die Haare und ich warne eindringlich davor!
Champignons sammeln wir (noch) nicht. Die Verwechslungsgefahr ist uns
einfach zu groß und wir sammeln immerhin etwa 30 Arten. Auch darauf kann
man die Leute ruhig hinweisen, dann folgt: "Wir sammeln die schon
lange und kennen die Champignons".
Tja, vielleicht sind unsere Sorgen ganz unbegründet?
Sicheres Sammlerglück wünscht Euch
Elli

Hallo zusammen,

ein Ereignis vor "Jahrzehnten" hat sich in mein Gehirn eingebrannt. Die Großeltern eines sehr guten Freundes leben in Bayern in einer kleinen Gemeinde, wo das Pilze suchen bei vielen Familien über Generation üblich ist. In einem Jahr kam es bei drei Familien (es soll sich um Pilzesammler mit langjährigen Erfahrungen handeln) zu insgesamt sieben Todesfällen. Allesamt ausgelöst durch Knollenblätterpilze, denen durch eine Mutation die "Knolle" gefehlt haben soll (ohne Gewähr!,ist zumindestens mit so berichtet worden..und zum Nachfragen war ich damals zu jung). ...seitdem ist der Waldchampignon für mich Tabu, obwohl ich mir einbilde diesen eindeutig bestimmen zu können.
Dass es drei (!) Familien erwischt hat, die auch noch alle eine familiäre Tradition im Pilzesammeln vorweisen konnten (bzgl. der Bezeichnung "Pilzexperte" bin ich etwas vorsichtig geworden) hat mich doch etwas nachdenklich gestimmt. Alle anderen mir bekannten Fälle hatten beim genaueren Nachfragen in der Regel etwas mit Leichtsinn/Unkenntnis zu tun.
Ansonsten ist das einzige Malheur, dass ich von Seiten -nach Selbstdefinition erfahrender- Pilzsucher gehört haben der Verzehr bzw. dann Nicht-Verzehr von Gallenröhrlingen.
Gruß
Wolfgang

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Re: Champignons und Knollenblätterpilze

Christoph G, (vor 7722 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

Hallo Wolfgang,

das mit der angeblichen Mutation der Knollis zu nicht Knollis halt ich fuer kompletten Bloedsinn, und in Deinem geschilderten Fall, als einen verstaendlichen Versuch der Betroffenen das schreckliche Ereignis als etwas schicksalhaftes darzustellen, an dem niemand Schuld traegt.

LG Christoph

Hallo zusammen,
ein Ereignis vor "Jahrzehnten" hat sich in mein Gehirn eingebrannt.
Die Großeltern eines sehr guten Freundes leben in Bayern in einer kleinen
Gemeinde, wo das Pilze suchen bei vielen Familien über Generation üblich
ist. In einem Jahr kam es bei drei Familien (es soll sich um Pilzesammler
mit langjährigen Erfahrungen handeln) zu insgesamt sieben Todesfällen.
Allesamt ausgelöst durch Knollenblätterpilze, denen durch eine Mutation
die "Knolle" gefehlt haben soll (ohne Gewähr!,ist zumindestens
mit so berichtet worden..und zum Nachfragen war ich damals zu jung).
...seitdem ist der Waldchampignon für mich Tabu, obwohl ich mir einbilde
diesen eindeutig bestimmen zu können.
Dass es drei (!) Familien erwischt hat, die auch noch alle eine familiäre
Tradition im Pilzesammeln vorweisen konnten (bzgl. der Bezeichnung
"Pilzexperte" bin ich etwas vorsichtig geworden) hat mich doch
etwas nachdenklich gestimmt. Alle anderen mir bekannten Fälle hatten beim
genaueren Nachfragen in der Regel etwas mit Leichtsinn/Unkenntnis zu tun.
Ansonsten ist das einzige Malheur, dass ich von Seiten -nach Selbstdefinition
erfahrender- Pilzsucher gehört haben der Verzehr bzw. dann Nicht-Verzehr
von Gallenröhrlingen.
Gruß
Wolfgang

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Re: Champignons und Knollenblätterpilze

Neu-Ostwestfale, (vor 7722 Tagen) @ Christoph G

Hallo Wolfgang,
das mit der angeblichen Mutation der Knollis zu nicht Knollis halt ich fuer
kompletten Bloedsinn, und in Deinem geschilderten Fall, als einen
verstaendlichen Versuch der Betroffenen das schreckliche Ereignis als
etwas schicksalhaftes darzustellen, an dem niemand Schuld traegt.
LG Christoph

Hallo Christoph,
das mit den Erklärungen kann ich heute nicht mehr richtig nachvollziehen, es ist viel zu lange her und außerdem war ich damals noch etwas zu jung.
Ich habe hieraus nur mitgenommen, dass die Verwechslungsgefahr unter bestimmten Umständen immens sein kann ....die genauen Hintergründe würden mich heute sehr interessieren, immerhin hat es drei Parteien erwischt, die keine blutigen Anfänger waren...
Mit der Aussage, dass das mit den Mutation kompletter Blödsinn war, wäre ich etwas vorsichtiger. Unterschiedliche Phänotypen sind mir bei Pilzen schon häufiger begegnet...inwieweit hier äußere Einflüsse auf der einen Seite und genetische Disposition auf der anderen Seite eine Rolle spielen vermag ich nicht sagen.
Biologisch halte ich eine Kombination von unterschiedlichen Gründen (u.a. äußere Einflüsse, ggf. auch Mutationen), die zur einer phänotypischen Reduktion der Knolle führen könnte, für durchaus realistisch.
Aber mehr als spekulieren können wir hier eh' nicht!!!
PS.:nachdem dieser Fall aus den Tiefen meines Gedächtnisses wieder hervorgekommen ist, werde ich das mal recherchieren.

Gruß
Wolfgang

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Re: Champignons und Knollenblätterpilze

AK_CCM, (vor 7722 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

Hallo Wolfgang,

wie heißt es so schön: Sag niemals nie! Es könnte natürlich so gewesen sein, dass die Knollen schwach oder gar nicht ausgebildet waren. Aber selbst wenn praktisch keine Knollen vorhanden waren, müssten immer noch die häutigen Scheiden da gewesen sein.

Außerdem haben Champignons graue, dann rosa später fleischfarbene und schließlich schokoladenbraune Lamellen, die Knollis dagegen immer weiß-gefärbte. Aus diesen Gründen erscheint mir Christophs Interpretation, dass es sich hierbei um den Versuch der Betroffenen gehandelt hat, das Erlebnis als schicksalhaft darzustellen, plausibler.

Gruß, Andreas

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Das mag vermessen sein...

Christoph G, (vor 7722 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

... aber ich könnte mir vorstellen, dass die Fruchtkörper nach deren Verzehr diese Menschen verstorben sind, nicht nur für mich sondern für sehr viele hier im Forum, egal ob PSV oder nicht, nie und nimmer als Champignons oder irgendwelche angebliche essbaren Arten durchgegangen wären. Der Hinweiß, dass es sich immerhin nicht um blutige Anfänger gehandelt hat klingt für mich wie Hohn - sorry!! Jeder, der sich und/oder andere mit einer Pilzmahlzeit vergiftet, hat immer komplett alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann, und hat sich auch immer selber ein Zeugniß ausgestellt, das nicht anderst lauten kann als: "Setzen sechs !!" . Er (oder sie) ist für einen kulinarisch zweifelhaften Genuß, ein hohes Risiko eingegangen, dass im schlimmsten Fall mit Tod oder auch Lebertransplantation oder Dialyse endet, und war offensichtlich nicht in der Lage Giftpilze von Essbaren zu unterscheiden....Was ich sagen will: Mir wird immer völlig rätselhaft bleiben warum Menschen ihr Leben,oder noch schlimmer, das Anderer, für einen, wie ich finde oft sehr zweifelhaften kulinarischen Genuß risikeren.

LG Christoph

Hallo Christoph,

das mit den Erklärungen kann ich heute nicht mehr richtig nachvollziehen, es
ist viel zu lange her und außerdem war ich damals noch etwas zu jung.
Ich habe hieraus nur mitgenommen, dass die Verwechslungsgefahr unter
bestimmten Umständen immens sein kann ....die genauen Hintergründe würden
mich heute sehr interessieren, immerhin hat es drei Parteien erwischt, die
keine blutigen Anfänger waren...
Mit der Aussage, dass das mit den Mutation kompletter Blödsinn war, wäre ich
etwas vorsichtiger. Unterschiedliche Phänotypen sind mir bei Pilzen schon
häufiger begegnet...inwieweit hier äußere Einflüsse auf der einen Seite
und genetische Disposition auf der anderen Seite eine Rolle spielen vermag
ich nicht sagen.
Biologisch halte ich eine Kombination von unterschiedlichen Gründen (u.a.
äußere Einflüsse, ggf. auch Mutationen), die zur einer phänotypischen
Reduktion der Knolle führen könnte, für durchaus realistisch.
Aber mehr als spekulieren können wir hier eh' nicht!!!
PS.:nachdem dieser Fall aus den Tiefen meines Gedächtnisses wieder
hervorgekommen ist, werde ich das mal recherchieren.
Gruß
Wolfgang

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Re: Das mag vermessen sein...

Der Juergen, (vor 7722 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,

Der Hinweiß,
dass es sich immerhin nicht um blutige Anfänger gehandelt hat klingt für
mich wie Hohn - sorry!! Jeder, der sich und/oder andere mit einer
Pilzmahlzeit vergiftet, hat immer komplett alles falsch gemacht, was man
nur falsch machen kann, und hat sich auch immer selber ein Zeugniß
ausgestellt, das nicht anderst lauten kann als: "Setzen sechs
!!" .

Ich kann gut nachvollziehen, dass man sich als 'traditioneller' Schwammerlsucher jahrelang an seine "Futterplätze" hält, und sich auf sein kleines 'Arten-Repertoire' verläßt. Hier geht es meistens nicht darum, sich die Pilze genauer anzusehen, die man sammelt - was sähe man da schon groß, ausser Hut, Stiel und Farbe. So verläßt man sich eben auf 'Überliefertes': "Schon der Großvater hat die g'sammelt, schau her!" Wenn jetzt natürlich - in besoneren Pilzjahren - der altbekannte Sammelplatz von einer neu auftauchenden Species 'okkupiert' wird, die auch noch so ähnlich aussieht wie die und die ... da kanns dann plötzlich Knollenblätterpilze zum Abendessen geben:-)

Grüßle
Juergen

ps.: Man wird plötzlich unheimlich 'bescheiden', wenn einem selber soetwas passiert; Ich habe ein Wiesenplätzchen, wo es jedes Jahr Schafchampignons gibt. Das sind mehrere Hexenringe, denen man fast schon Hausnummern vergeben könnte (die gibts scho seit meiner Kindheit). Ich habe mir da letztes Jahr einen Korb voll Egerlinge geholt, und was ist mir dann 'klassisches' Daheim passiert? Ich hatte plötzlich ein paar Karbolegerlinge in der Pfanne - das war mir wirklich etwas peinlich, und hätte ich Gäste gehabt ... naja, die hätten sich über den "Pilzkenner" ganz schön lustig gemacht (aber ich glaub, ich hätte aus lauter Scham nix gesagt, und sie einfach vergiftet:-)

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Re: Champignons und Knollenblätterpilze

Alis ⌂, (vor 7722 Tagen) @ Matts & Elli

Hallo Zusammen,
gerade in letzter Zeit sind einige Beiträge zu Pilzvergiftungen mit
Knollenblätterpilzen zu lesen.
Und es wundert mich nicht!
Wie häufig werden wir angesprochen: "...ach, Sie sammeln Pilze, und dann
noch so viele verschiedene? Damit kenne ich mich nicht aus. Ich sammele
NUR Champignon!" .....

Das erinnert mich an eine Folge von "Notruf", wo angeblich erfahrene Sammler Knollis gegessen haben. Vielleicht haben die seit 50 Jahren Champignons gesammelt und doch nicht gewusst, dass es auch Knollis gibt und bisher noch keine erwischt.

Gruß Alis

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Re: Champignons und Knollenblätterpilze

Monika, (vor 7722 Tagen) @ Matts & Elli

Hallo
Ich denke, ich kenne die Knollis und die Champis.
Den Geruch des Karbolchampignos kenne ich. Nehme ich Champigon mit, schaue ich zuerst auf den Stiel und auf die Vulva. Haben sie nicht rosa Lamellen, sind nicht taufrisch nehme ich sie nicht. Weisse Lamellen lasse ich bestimmt sein.
Könnte ich da auch fahrlässig handeln? Gehe selten mehr in die Kontrolle?
Denke auch den Perlpilz zu kennen, sind jedoch nicht alle Symtome typisch vorhanden, bleibt der Pilz wo er ist.
Gruss, Monika

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Re: Champignons und Knollenblätterpilze

Birgit, (vor 7721 Tagen) @ Monika

Hallo Monika,

Ich denke, ich kenne die Knollis und die Champis.
Den Geruch des Karbolchampignos kenne ich. Nehme ich Champigon mit, schaue
ich zuerst auf den Stiel und auf die Vulva. Haben sie nicht rosa Lamellen,
sind nicht taufrisch nehme ich sie nicht. Weisse Lamellen lasse ich
bestimmt sein.

Champignons haben keine Volva, das heißt nämlich Scheide, in der der Pilz drinsteckt. Was du bestimmt meinst ist die Stielbasis, also das Ende des Stiels. Champignons sollte man keinesfalls abschneiden, was du sicher auch weißt, sondern immer ganz aus dem Boden hebeln mit Stielbasis, wenn die knallgelb anläuft beim Reiben oder Anschneiden, handelt es sich um einen Karbolchapignon. ich denke, daß die vergiftungen mit Karbolchampignons sicher ungleich häufiger sind als Knollenblätterpilzvergiftungen, nur natürlich bei weitem nicht so schwerwiegend und daher werden die natürlich auch in der Öffentlichkeit nicht so bekannt.

Liebe Grüße

Birgit