Leccinum-Erkenntnis (@Jürgen) *PIC*

zuehli ⌂, (vor 7722 Tagen)

Hallo Freunde der Rauhfüße,

ich habe meinen "Pappelrauhfuß" vom 31. August noch einmal überdacht.

[image]

Die Argumente für L.duriusculum waren ja nicht so hockerreißend. Also habe ich mich gestern auf den Weg gemacht um einen Wiederfund zu tätigen. Und siehe da, ein zweites Exemplar harrte meiner und wollte durchgeschnitten werden. Auffallend war erneut die deutliche braunrote ("zimtrötliche") Hutfarbe. Außerdem stand der Kerl dieses Mal direkt unter der Birke und die Pappel kümmerte sich nicht drum. Der Schnitt durch den Leib brachte die Erkenntnis, daß er keine besondere Lust hatte sich zu verfärben. Im Hutbereich so ein wenig graulich und sonst eigentlich gar nicht. Schon gar keine blaugrünen Töne in der Stielbasis.

[image]

Daraufhin habe ich natürlich Literatur gewälzt und bin zu der Überzeugung gekommen, daß ich hier Leccinum subcinnamomeum (bzw. Leccinum scabrum var.cinnamomeum) gefunden habe!
Nun, Jürgen (und andere) was hältst Du davon?

Gruß Harald

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Leccinum-Erkenntnis (@Jürgen)

Andreas ⌂, (vor 7722 Tagen) @ zuehli

Hallo Harald,

meiner Meinung nach ist Leccinum scabrum var. cinnamomeum ein ungeklärtes Taxon, das (zumindest bei vielen Autoren) wohl in die Variationsbreite von L. scabrum zu pressen wäre.

Dein Pilz ist, dem ersten Bild nach zu urteilen, für mich problemlos eine Espen-Rotkappe. Auch die grauviolette Verfärbung ist für mich auf dem zweiten Bild gut zu sehen.

beste Grüße,
Andreas

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Ächz!

zuehli ⌂, (vor 7722 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Du wirfst mich ja vollkommen aus der Bahn. Für eine Rotkappe ist mir der Hut nicht rot bzw. orange genug. Das Bild gibt die Farben eigentlich gut wieder, es ist deutlich braunrot (oder rotbraun, oder noch besser - wie in GP BaWü "zimtrötlich"). Das zweite Exemplar hat diesen Eindruck bestätigt.
Daß Leccinum subcinnamomeum wahrscheinlich keinen Artrang verdient, ist mir klar, aber hört sich doch mal gut an, oder?

Mal schaun, was Jürgen meint...

Gruß Harald

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Fäandest du beim dritten Mal ein junges Exemplar

Jürgen, (vor 7722 Tagen) @ Andreas

erübrigte sich wahrscheinlich jede weitere Herumraterei:)

Viel Glück!

Jürgen

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Fäandest du beim dritten Mal ein junges Exempl

zuehli ⌂, (vor 7722 Tagen) @ Jürgen

erübrigte sich wahrscheinlich jede weitere Herumraterei:)
Viel Glück!

Hi Jürgen,

dann sag doch bitte noch, worauf ich achten muß beim jungen Exemplar.
Ich habs wirklich nicht so mit den Röhrlingen...

Gruß Harald

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Ächz!

bert, (vor 7722 Tagen) @ zuehli

Hallo Harald,

auf meinem Grundstück wachsen sowohl Espenrotkappen als auch Pappelrauhfüße (im Moment allerdings nicht)

Vor kurzem fand ich ein Rotkappe, die mich auch ziemlich verwirrt hat, da sie etwas ungewöhlich aussah:
Beitrag 86215

Wie es scheint, ist die Espenrotkappe auch ziemlich variabel.

Falls sich noch ein Pappelrauhfuss findet, bringe ich heute abend einen mit.

Gruß
Bert

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Fäandest du beim dritten Mal ein junges Exempl

Piwo, (vor 7721 Tagen) @ zuehli

Hi Jürgen,
dann sag doch bitte noch, worauf ich achten muß beim jungen Exemplar.
Ich habs wirklich nicht so mit den Röhrlingen...
Gruß Harald

Ja ja wiederfinden!

also erste Prüfung: hat er Röhren, dann ist ein Röhrling (ggg).
Spaß beiseite, du könntest den Fruchtkörper durchschneiden, um anhand der folgenden Tramaverfärbung Birkenpilze und Rotkappen zu trennen. Kannst aber auch mal in dem "Schwabenband" 2, S. 260 nachlesen.

Gruß
Piwo

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Fändest du beim dritten Mal ein junges Exempl

Jürgen, (vor 7721 Tagen) @ zuehli

Hallo Harald,

eigentlich auf nicht viel - sollte nur vom selben Fundort sein. Das Wiederfinden dürfte kein Problem sein, die Arten haben bei entspr. Witterung noch bis in den Oktober Saison. Ansonsten einfach ablichten und posten.

Als Anhaltspunkte wären zu beachten:

1. Fleisch im Schnitt deutlich grauviolett bis schwärzlich
- Hut orangerot, Stiel rein weiß --> Espenrotkappe
- Hut ziegel- bis braunrot, Stielschuppen zumindest abwärts gleichfarben --> Eichenrotkappe
- Hut graubraun bis braun, Stielschuppen dunkel graubraun bis schwarz --> Pappelraufuß

Bei älteren Frkp. verschwimmen die Trennmerkmale, deswegen sind Jungpilze zur Bestimmung wichtig.

Grüße, Jürgen

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

Geht als Espenrotkappe trotzdem völlig in Ordnung *oT*

Jürgen, (vor 7721 Tagen) @ bert

- kein Text -

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

was sonst....

bert, (vor 7721 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

zu dem schluss kam ich dann auch, obwohl der braune ja schon eher wie ein birkenpilz wirkt. aber birken sind keine vorhanden.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie variabel die pilze sein können, besonders bei trockenheit, wenn sich der normale zersetzungsprozess stark verlangsamt. dem pilze scheinen einige merkmale einfach zu fehlen....

Gruß und danke

bert