Leccinum holopus und Andere von heute... *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 7700 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

nach dem ergiebigen Regen die letzten Tage, bin ich heute den ganzen Tag unterwegs gewesen um zu schauen ob sich was tut - und tatsächlich „SIE“ sprießen wieder.

Ich bin mit einigen sehr interessanten Pilzen hach Hause gekommen die ich euch in mehreren Beiträgen zeigen möchte.

Den Anfang macht ein Erstfund:

Der weiße Birkenpilz - Leccinum holopus

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Ein paar Steinpilze gibt es auch wieder, so 7 Stück waren es am Ende:

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Schöne Espenrotkappen zeigen sich:

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Der Rote Gallerttrichter ist immer ein Motiv wert:

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Später Mehr….

Felix

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Re: Leccinum holopus und Andere von heute...

Christoph G, (vor 7700 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo,

dein holopus ist vielleicht L. nucatum. Der "echte" L. holopus ist glaub ich eine in deutschland sehr selten eher nordische Art. Jürgen weiß sicher mehr darüber.

LG Christoph

Hallo Pilzfreunde,
nach dem ergiebigen Regen die letzten Tage, bin ich heute den ganzen Tag
unterwegs gewesen um zu schauen ob sich was tut - und tatsächlich „SIE“
sprießen wieder.
Ich bin mit einigen sehr interessanten Pilzen hach Hause gekommen die ich
euch in mehreren Beiträgen zeigen möchte.
Den Anfang macht ein Erstfund: Der weiße Birkenpilz - Leccinum holopus


Ein paar Steinpilze gibt es auch wieder, so 7 Stück waren es am Ende:
Schöne Espenrotkappen zeigen sich:
Der Rote Gallerttrichter ist immer ein Motiv wert:
Später Mehr….
Felix

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Re: Leccinum holopus und Andere von heute...

Matthias, (vor 7700 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,
Leccinum holopus kann schon passen, Leccinum nucatum heisst ja auf Deutsch Grobschuppiger Moorbirkenpilz, die Stielschuppen auf den Bildern von Felix sehen mir sehr feinschuppig aus,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Leccinum holopus und Andere von heute...

Jürgen, (vor 7700 Tagen) @ Christoph G

Hallo,

schon vom Standort her ist das kein L. holopus (ss. Lannoy & Estades), das strikt an Moore gebunden ist.

Allerdings synonymisieren Den Bakker/Noordeloos die schlanken weißen von moorigen Standorten (L. holopus) aufgrund von DNA-Befunden mit den kräftigeren bräunlichen, die auch an weniger feuchten Stellen (L. nucatum) wachsen können - in diesem Fall wäre L. holopus für die Gesamtart der korrekte, weil ältere Name.

Möglich wäre auch, dass es sich um L. cyaneobasileucum (weiße Form von L. brunneogriseolum) handelt. Dazu müsste man aber den Sporenquotienten messen und die Huthaut auf Zylindrozysten untersuchen.

@Matthias: Die "groben Schuppen" sind kein zuverlässiges Merkmal, vor allem nicht bei Moorkollektionen. Ich halte den deutschen Namen deshalb für nicht sehr glücklich gewählt.

Grüße, Jürgen

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@Jürgen-L. cyaneobasileucum oder L. nucatum

Thüringer-Holz, (vor 7700 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

würde Dir im Bezug auf L. cyaneobasileucum oder L. nucatum eine Reaktion mit KOH oder Jodlösung oder eine Verfärbung des Fleisches beim Schnitt etwas weiterhelfen?
Habe das Exemplar noch da, die Chemiekalien auch!

Felix

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Nein, Du musst schon das Mikroskop bemühen

Jürgen, (vor 7700 Tagen) @ Thüringer-Holz

- Sporen 2,5 - 3-mal so lang wie breit (L/l 2,5-3), Huthaut nur aus fädigen Hyphen bestehend --> L.nucatum

- Sporen-L/l 3-3,5, Huthaut mit kettenartig gereihten kurzzylindrischen Zellen (L/l L.brunneogriseolum

Rein "gefühlsmäßig", wegen der eher warm hellbraunen Beitöne auf dem Hut, würde ich L. nucatum sagen, aber ohne Sicherheit.

Grüße, Jürgen

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Habe leider keins ;-( *oT*

Thüringer-Holz, (vor 7700 Tagen) @ Jürgen

- kein Text -

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Welcher Thüringer Pilzfreund mit Mikroskop hilft?? *oT*

Jürgen, (vor 7700 Tagen) @ Thüringer-Holz

- kein Text -

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Re: Habe leider keins ;-(

Jochen Girwert, (vor 7700 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,

aber ich. Trotzdem wäre es sicher sinnvoll, ein Stückchen Hut zu trocknen und Jürgen Schreiner zu schicken, denn Leccinum habe ich noch nicht mikroskopiert.

Jochen

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Frage ...

saibling, (vor 7700 Tagen) @ Jürgen

Hallo,

mal so ne Frage nebenbei?
Ich hab da mal was von Leccinum percandidum(Schneeweisser Birkenpilz) gelesen.
Ist das eine eigene Art?
Oder ein alter Name?
gibts den bei uns(im weiteren Sinne)?

Liebe Grüsse
christian

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Re: Frage ...

Matthias, (vor 7700 Tagen) @ saibling

Hallo Christian,
von dem war mal Ende Auggust hier im Forum die Rede, schau mal hier: Beitrag 84669
viele Grüsse
Matthias

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Re: Frage ...

Jürgen, (vor 7700 Tagen) @ Matthias

Hallo Matthias,

bei der Mehrzahl der Google-Bilder (z.B. denen aus Polen) bin ich skeptisch - die sehen mir eher nach weißen Birkenpilzen aus der L. nucatum-Ecke aus.

Grüße, Jürgen

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Re: Frage ...

Matthias, (vor 7700 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,
das kommt bei Google ja häufig vor das man andere Arten sieht als die gesuchte,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Frage ...

Jürgen, (vor 7700 Tagen) @ saibling

Hallo,

L. percandidum ist kein Birkenpilz, sondern gehört zu den Rotkappen (überstehende Huthaut, violettgraue Fleischverfärbung). Die bei Birke wachsende Art ist vor allem aus Osteuropa und Skandinavien bekannt - ich habe sie noch nicht gesehen.

Ganz neue DNA-Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass es sich um eine schwächer pigmentierte Form der Birkenrotkappe (Leccinum versipelle) handelt, der L. percandidum auch im Habitus gleicht.

Grüße, Jürgen

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L. scabrum - Varietäten??? @all

ajuga, (vor 7700 Tagen) @ Thüringer-Holz

Wie stark unterscheiden sich denn die ganzen Birkenpilz-Varietäten bzw. -Arten.

Ist die Artabgrenzung wirklich sinnvoll? Oder sind die DNA-Unterschiede so minimal, dass die Varietäten-Ansicht auch nicht vom Tisch zu weisen ist??

Bin bei den vielen Namen, die hier kursieren, schon ganz verwirrt! Für mich war das immer eine Varietät von L. scabrum. Nun gibt es schon drei oder mehr Arten die weiß sind?? Wird da nicht ein wenig übertrieben??

ajuga

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Re: L. scabrum - Varietäten??? @all

Jürgen, (vor 7700 Tagen) @ ajuga

Hallo Ajuga,

Wie stark unterscheiden sich denn die ganzen Birkenpilz-Varietäten bzw.
-Arten. Ist die Artabgrenzung wirklich sinnvoll? Oder sind die
DNA-Unterschiede so minimal, dass die Varietäten-Ansicht auch nicht vom Tisch : zu weisen ist??

Was sich bei unseren Birkenpilzen sowohl DNA-analytisch als auch mikroskopisch sicher trennen lässt, sind L. scabrum (incl. roseofractum, avellaneum[/i]; L. melaneum ist als eigene Art unsicher), L. nucatum/holopus, L. brunneogriseolum/cyaneobasileucum und L. variicolor/alboroseolum. Daneben wurden weitere Kleinarten beschrieben, über deren Eigenständigkeit sich in der Tat trefflich streiten lässt und die auch DNA-analytisch nichts hergeben. Das grundsätzliche Problem ist, dass rein deskriptive Artkonzepte sich längst nicht immer mit den "biologischen Arten" decken.

Bin bei den vielen Namen, die hier kursieren, schon ganz verwirrt!

Es hält sich noch sehr in Grenzen:o) Oder soll ich Dir die ca. 40 Arten bei Lannoy & Estades aufzählen?

Für mich war das immer eine Varietät von L. scabrum. Nun gibt es schon drei oder mehr Arten die weiß sind??

...die AUCH weiß sind. Fakt ist, dass fast alle Raufußarten blass- oder weißhütig sein können, nicht nur diverse Birkenpilzarten wie L. scabrum oder L. nucatum, sondern, z. B. auch Hainbuchenraufuß[/i], Pappelraufuß und Rotkappen. Der Fehler, der früher gemacht wurde, war, dass man alle weißen Raufüße zusammengeschmissen hat - so als würde man Albinos von Löwe, Tiger und Leopard zu einer Art machen, nur weil ihnen weißes Fell gemeinsam ist. Man darf natürlich auch nicht umgekehrt den Fehler machen, die Albinos als eigene Arten zu betrachten: Ein weißer Grizzly ist eben doch nur ein Grizzly und kein Eisbär...

Grüße, Jürgen

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Sehr Schön, kurz und knapp geschildert! *oT*

Thüringer-Holz, (vor 7700 Tagen) @ Jürgen

- kein Text -

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Sehr schön - Vielen Dank!

ajuga, (vor 7700 Tagen) @ Jürgen

Na das ist ja interessant. Gibt es vielleicht ein auftreibbares und finanziell erschwingliches Pilzbuch, in dem etwas mehr dieser Leccinum-Arten auftauchen?

Bislang war ich mit dem "Gerhardt" sehr zufrieden, aber es könnte dann doch ein bißchen weitergehen, damit ich hier im Forum nicht immer so erstaunt sein muss...

ajuga

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Empfehle "Großpilze Baden-Württembergs, Band 2" *oT*

Jürgen, (vor 7699 Tagen) @ ajuga

- kein Text -

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Re: Sehr schön - Vielen Dank!

EricS ⌂, (vor 7699 Tagen) @ ajuga

Hallo Ajuga,

bei Machiel E. Noordeloos kann man die Dissertation von Henk den Bakker ("Diversity in Leccinum") für 10 Euro beziehen. Es soll darin auch ein Bestimmungsschlüssel und Farbfotos vorhanden sein. Dazu molekularbiologische und morphologische Studien. Ich hab es noch nicht in der Hand gehabt, aber ob man für 10 Euro soo viel falsch machen kann?

Viele Grüße,

Eric

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Danke nochmals! *oT*

ajuga, (vor 7699 Tagen) @ Jürgen

- kein Text -

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Wie immer sehr übersichtlich u.informativ-Danke *oT*

Alpenhans, (vor 7699 Tagen) @ Jürgen

- kein Text -