Frage zu Tricholoma pseudonicticans (3 Fotos) *PIC*

interhias ⌂, (vor 7699 Tagen)

Servus,

in den Tegernseer Alpen fand ich gestern verbreitet diese rotbraunen Ritterlinge, die ich früher schon mal als Tricholoma pseudonicticans bestimmt habe.
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An vielen Standorten wuchsen sie bei Tanne und Fichte, an einigen aber eindeutig bei Tanne, die meiner Beobachtung nach in dem Gebiet generell der Mykorrhiza-Partner zu sein scheint.
Ist die Artabgrenzung zu T. fulvum eigentlich inzwischen klar oder immer noch umstritten?
Bei meinen Funden waren jedenfalls auch Exemplare mit deutlich geripptem Hutrand dabei, das Fleisch ist in der Kappe weiß, im Stiel blass grünlich-gelb, die Lamellen cremefarben, alt braunfleckig und überhaupt nicht gelb. Geruch und Geschmack nach Mehl.

Wie würdet ihr diese Zellen an der Lamellenschneide interpretieren, sind das wirklich keine Zystiden?
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Hier noch die genaue Beschreibung der Schwammerln:
Hut: 5-10 cm breit, rotbraun, in der Mitte dunkler schwarzbraun, feinschuppig bis eingewachsen faserig, im Alter bisweilen grobschuppig aufreißend, glänzend, feucht schmierig, Hutrand eingerollt, bisweilen deutlich rippig;
Stiel: 6 cm lang, zylindrisch bis spindelig, Farbe recht variabel, an der Spitze cremefarben, darunter dunkler braun, braunfleckig, feinschuppig bis faserig, an der Basis +/- spindelig wurzelnd;
Lamellen: breit angewachsen, bisweilen mit Zahn herablaufend, cremefarben, braunfleckig;
Fleisch: im Hut weißlich, im Stiel blass grünlichgelb, vor allem an den Rändern;
Geruch: schwach nach Mehl (im frischen Anschnitt); Geschmack: mild, mehlartig;
Sporen: rundlich bis breitelliptisch, 5-6 x 4-4,5;

Gruß aus München
Hias

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Re: Frage zu Tricholoma pseudonicticans (3 Fotos)

coco, (vor 7698 Tagen) @ interhias

privet hias,

schon das im hut blasse, nicht gelbe fleisch klärt m.e. die frage zugunsten t. pseudonicticans. der standort tut sein übriges.

gruss coco

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Re: Frage zu Tricholoma pseudonicticans (3 Fotos)

Andreas ⌂, (vor 7698 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

in den meisten Fällen lassen sich fulvum und pseudonicttitans gut trennen, aber ich habe auch hin und wieder schon Kollektionen gehabt, die im feuchten Nadelwald mit eingestreuten Birken gemacht wurden (also vom Mykorrhizapartner her beides sein könnte), bei denen ich ziemlich ins Schleudern kam. Stark gerippelter Hutrand aber blasse Lamellen, gelbe Lamellen aber glatter Hutrand .....
Bin mir mittlerweile nicht mehr ganz sooo sicher wie vor ein paar Jahren noch, ob das wirklich zwei gute Arten sind.

beste Grüße,
Andreas

Servus,
in den Tegernseer Alpen fand ich gestern verbreitet diese rotbraunen
Ritterlinge, die ich früher schon mal als Tricholoma pseudonicticans
bestimmt habe.

An vielen Standorten wuchsen sie bei Tanne und Fichte, an einigen aber
eindeutig bei Tanne, die meiner Beobachtung nach in dem Gebiet generell
der Mykorrhiza-Partner zu sein scheint.
Ist die Artabgrenzung zu T. fulvum eigentlich inzwischen klar oder immer noch
umstritten?
Bei meinen Funden waren jedenfalls auch Exemplare mit deutlich geripptem
Hutrand dabei, das Fleisch ist in der Kappe weiß, im Stiel blass
grünlich-gelb, die Lamellen cremefarben, alt braunfleckig und überhaupt
nicht gelb. Geruch und Geschmack nach Mehl.
Wie würdet ihr diese Zellen an der Lamellenschneide interpretieren, sind das
wirklich keine Zystiden?


Hier noch die genaue Beschreibung der Schwammerln: Hut: 5-10 cm breit,
rotbraun, in der Mitte dunkler schwarzbraun, feinschuppig bis eingewachsen
faserig, im Alter bisweilen grobschuppig aufreißend, glänzend, feucht
schmierig, Hutrand eingerollt, bisweilen deutlich rippig;
Stiel: 6 cm lang, zylindrisch bis spindelig, Farbe recht variabel, an der
Spitze cremefarben, darunter dunkler braun, braunfleckig, feinschuppig bis
faserig, an der Basis +/- spindelig wurzelnd;
Lamellen: breit angewachsen, bisweilen mit Zahn herablaufend, cremefarben,
braunfleckig;
Fleisch: im Hut weißlich, im Stiel blass grünlichgelb, vor allem an den
Rändern;
Geruch: schwach nach Mehl (im frischen Anschnitt); Geschmack: mild,
mehlartig;
Sporen: rundlich bis breitelliptisch, 5-6 x 4-4,5;
Gruß aus München
Hias