Welches Substrat für Champignons und Braunkappen?

wizard2k, (vor 9544 Tagen)

Hallo!
Ich frage mich ernsthaft, welches Substrat ein Hobbymykologe für seine Pilzzuchten verwenden soll. Champignonsubstrat oder Pferdemistkompost sind ja praktisch nirgends erhältlich, Rindenmulch oder -humus ist meistens aus Nadelholz und Torf (der ja eigentlich geeignet wäre) neigt zum Verschimmeln. Kann mir jemand Tipps geben, wie aus dem Pilzezüchten doch noch was wird? Bin für jede Antwort auf meine Fragen dankbar. Bis dann!

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Pferdemist

Birgit, (vor 9544 Tagen) @ wizard2k

Hallo!
Ich frage mich ernsthaft, welches Substrat ein Hobbymykologe für seine
Pilzzuchten verwenden soll. Champignonsubstrat oder Pferdemistkompost sind
ja praktisch nirgends erhältlich, Rindenmulch oder -humus ist meistens aus
Nadelholz und Torf (der ja eigentlich geeignet wäre) neigt zum
Verschimmeln. Kann mir jemand Tipps geben, wie aus dem Pilzezüchten doch
noch was wird? Bin für jede Antwort auf meine Fragen dankbar. Bis dann!

Wenn du bei uns in der Nähe wohnst (südlich von AUgsburg) kannst du dir beliebig Pferdemist abholen. Im Ernst, wenn du in einer ländlichen Gegend wohnst, dann schau dich doch mal ein bißchen um, Leute, die privat einige Pferde halten (kein Reitstall) wissen meist nicht so recht wohin mit dem Pferdemist. Wir wären auf jeden Fall sehr froh, wenn öfter jemand kommen würde und das Zeug abholt.

Versuchs mal unter www.koppel.de, dann hangel dich weiter bis zur Pinwand und häng dort ein Angebot rein, daß du Pferdemist willst (kann sein, daß du dich dafür vorher registrieren lassen mußt).

Gruß

Birgit

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Re: Pferdemist

Bruno, (vor 9544 Tagen) @ Birgit

Stimmt, Birgits ist der allerbeste! Hole Dir sehr sehr viel ab.

Bruno

Birgit! War das so ok?

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Re: Pferdemist

Birgit, (vor 9544 Tagen) @ Bruno

Stimmt, Birgits ist der allerbeste! Hole Dir sehr sehr viel ab.
Bruno
Birgit! War das so ok?

Na klar, immer fleißig die Werbetrommel rühren.... in dem Pferdemist wohnen ja zum Teil sogar schon Pilze, Lepista nuda und personata zum Beispiel, wie du ja schon weißt.
Du kennst ja die Geschichte mit den Koppelgeschäften (oder? ;-)), zum restlichen Weißbier (und den Semmelstoppelpilzen) gehört auch noch mindestens ein Anhänger voll Pferdemist ;-).

Liebe Grüße und gute Nacht

Birgit

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Re:Das Glück der Erde liegt unter´m Pferde?

Walter, (vor 9543 Tagen) @ wizard2k

Hallo Wizard2k

die Verwendung von unkompostierten Pferdemist wird , wenn Du Glück hast , nur mit einem Zufallstreffer belohnt werden und auch nur beim Champignon !
Die Kompostierung setzt erstens eine entsprechende Menge "Mist" (Minimum ab einen Kubikmeter ) u. entsprechendes Wissen voraus ,daher mein Ratschlag verwende doch einfach Stroh , eignet sich für beide Pilzsorten und ist leicht erhältlich ! Zwar erreichst Du nicht die Ausbeute eines Champignonzüchters , macht aber trotzdem Spaß !

Gruß Walter

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kein Mengenproblem ;-)

Birgit, (vor 9543 Tagen) @ Walter

die Verwendung von unkompostierten Pferdemist wird , wenn Du Glück hast , nur
mit einem Zufallstreffer belohnt werden und auch nur beim Champignon !
Die Kompostierung setzt erstens eine entsprechende Menge "Mist"
(Minimum ab einen Kubikmeter ) u. entsprechendes Wissen voraus ,daher mein
Ratschlag verwende doch einfach Stroh , eignet sich für beide Pilzsorten
und ist leicht erhältlich ! Zwar erreichst Du nicht die Ausbeute eines
Champignonzüchters , macht aber trotzdem Spaß !
Gruß Walter

Hallo Walter,

kompostieren müßt er den Mist schon selber ist klar, die Menge wär auch kein Problem ;-) für uns, nur für den Abholer *grins*. Da bei Champignonzucht offenbar der genaue Temperaturverlauf der Rotte überwacht werden muß (wenns zu heiß wird, sagt ja wohl das Mycel ade, oder?) halte ich das auch für den einzig praktikablen Weg. Mich hat bisher auch dieser Aufwand, einerseits die riesige Menge andererseits die exakte Temperierung (bis hin zu einem dunklen Keller bei 21 °C, den hab ich nicht) von einem Zuchtversuch abgehalten. Kann man Champignons eigentlich überhaupt erfolgreich im Freiland kultivieren?

Gruß

Birgit

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Re: kein Mengenproblem ;-)

Walter, (vor 9543 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit ,

zugegeben ein wenig knifflig den bekannten Zuchtchampignon im Freien zu züchten , aber nicht unmöglich !
Nach dem beimpfen sollte die Beettemperatur bei etwa 23°C liegen , zur Fruchtung hin sind Temp. um die 16°C anzustreben !
Bei den besagten 21°C würde es wohl jeden Champ.-Züchter die Sorgenfalten auf die Stirn treiben , deshalb sind die Sommermonate ein wenig ungeliebt , da es oft zu Problemen kommt !
High-Tech Betriebe mit entsprechender Klimaführung sind da ausgenommen .
Also entweder in den heißen Monaten in Behälter kultivieren und diese dann in den kühlen Keller verfrachten oder im Frühjahr oder Herbst im Frühbeet !
Oder überhaupt auf den Stadtchampignon ausweichen , der mag´s gerne wärmer u. ist auch noch resistent gegen Viren !
Zur Kompostierung noch folgendes , die dabei erreichten Temp. dienen dazu um
etwaige Kontaminanten den Garaus zu machen , beimpft wird erst , nachdem die Temp. wieder auf die genannten ~23°C gefallen ist. Gewerbliche Züchter pasteurisieren den gewonnen Kompost noch zusätzlich , bewirkt eine erhebliche Ertragssteigerung .
Vielleicht eignet sich ja Dein Keller doch , Champignons sind keine "Vampire" sondern wachsen auch bei Licht !

Gruß Walter

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Gar kein Keller

Birgit, (vor 9543 Tagen) @ Walter

Hallo Walter,

erstmal danke für die Tipps!

zugegeben ein wenig knifflig den bekannten Zuchtchampignon im Freien zu
züchten , aber nicht unmöglich !
Nach dem beimpfen sollte die Beettemperatur bei etwa 23°C liegen , zur
Fruchtung hin sind Temp. um die 16°C anzustreben !

Hmmm, auf gut deutsch könnte man also doch ein Beet im Freien anlegen, warten bis die Rotte auf 23°C abgeklungen ist, beimpfen und dann mglweise seine CHampignons zeitgleich mit den normalen Wiesenchampignons ernten? Ausbeute wäre dann wohl nicht so groß, aber Platz wäre hier reichlich vorhanden.

Bei den besagten 21°C würde es wohl jeden Champ.-Züchter die Sorgenfalten auf
die Stirn treiben , deshalb sind die Sommermonate ein wenig ungeliebt , da
es oft zu Problemen kommt !

Sorry, hatte wohl die falsche Temperatur im Hirn, hab vor langer Zeit mal was drüber gelesen und dann wohl falsch erinnert.

High-Tech Betriebe mit entsprechender Klimaführung sind da ausgenommen .
Also entweder in den heißen Monaten in Behälter kultivieren und diese dann in
den kühlen Keller verfrachten oder im Frühjahr oder Herbst im Frühbeet !
Oder überhaupt auf den Stadtchampignon ausweichen , der mag´s gerne wärmer u.
ist auch noch resistent gegen Viren !

Ja wär ne Möglichkeit, Kompostchampignon hat auch schon mal jemand empfohlen.

Zur Kompostierung noch folgendes , die dabei erreichten Temp. dienen dazu um
etwaige Kontaminanten den Garaus zu machen , beimpft wird erst , nachdem die
Temp. wieder auf die genannten ~23°C gefallen ist. Gewerbliche Züchter
pasteurisieren den gewonnen Kompost noch zusätzlich , bewirkt eine
erhebliche Ertragssteigerung .
Vielleicht eignet sich ja Dein Keller doch , Champignons sind keine
"Vampire" sondern wachsen auch bei Licht !

Tja, Walter, es gibt leider keinen Keller in unserem Haus, ist ne umgebaute Scheune.

Gruß

Birgit

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Re: Dann Früh o. Spätbeet,Birgit !*o.T.* *oT*

Walter, (vor 9543 Tagen) @ Birgit

- kein Text -