Asphaltpilze (Bestimmungshilfe) *PIC*

Thomas Pruß, (vor 7640 Tagen)

Moin zusammen,
die Große Bergstraße, hier in Altona, scheint sich zu einem Pilzrevier zu mausern. Heute morgen stolperte ich über diese Exemplare, die sich zwischen den Gehweg-Platten hindurchschoben:
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Die Pilze sind etwa 4 cm hoch und haben einen Hutdurchmesser von ca 2 cm. Auffällig ist ein leichter Flaum aus Velumflocken auf der Hutoberseite sowie eine ganz leichte Beflockung am Stiel, direkt unter dem Hut.
Ich tippe auf eine Risspilzart (evtl. I. maculata, der Gefleckte Risspilz), denn etwas weiter weg wuchsen die gleichen Pilze, älter und mit den typischen radialen Rissen im Hut. Allerdings schoben die sich durch Taubenmist, und da wollte ich nicht zwingend drin rumwühlen.
Der Geruch der Pilze ist angenehm pilzartig. Ich kann auch vollkomen daneben liegen und möchte euch um Hilfe bitten. Sollte jemand Lust haben, die Pilze unters Mikro zu legen: Ich habe sie hier in der Redaktion und kann sie sofort abschicken.
Grüßlis
Thomas

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Re: Asphaltpilze (Bestimmungshilfe)

Huperzia ⌂, (vor 7640 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

....der zweite sieht mir mehr nach einem Fälbling aus.

Viele Grüße,
Tanja

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Re: Asphaltpilze (Bestimmungshilfe)

Thomas Pruß, (vor 7640 Tagen) @ Huperzia

Moin Tanja,
nee, eher nicht: Alle Pilze wuchsen direkt nebeneinander aus der selben Spalte. Die Bilder zeigen diese Pilze aus versch. Richtungen und mit verschiedenen Beleuchtungen.
Fälblinge habe ich auch gefunden, aber die wachsen 100 m weiter unter den Linden, unter denen sonst die Fliegenpilze stehen.
Beim Korrekturlesen habe ich den Eindruck,Fundstellen im Wald zu beschreiben, nicht im Asphaltdschungel einer Millionenstadt… ;-)
Grüßlis
Thomas

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Re: Asphaltpilze (Bestimmungshilfe)

Andreas ⌂, (vor 7640 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin Tanja,
nee, eher nicht: Alle Pilze wuchsen direkt nebeneinander aus der selben
Spalte. Die Bilder zeigen diese Pilze aus versch. Richtungen und mit
verschiedenen Beleuchtungen.
Fälblinge habe ich auch gefunden, aber die wachsen 100 m weiter unter den
Linden, unter denen sonst die Fliegenpilze stehen.
Beim Korrekturlesen habe ich den Eindruck,Fundstellen im Wald zu beschreiben,
nicht im Asphaltdschungel einer Millionenstadt… ;-)
Grüßlis
Thomas

Hallo Thomas,

meiner Meinung nach hat Tanja recht, ich halte das auch für Fälblinge. Und zwar aus der Sektion Indusiatae, also den beschleierten Arten.
Hebeloma mesophaeum ist es eher nicht, dazu gefällt mir die Hutoberfläche und die kaum ausgeprägte Zweifarbigkeit nicht gut. Ich könnte mir vorstellen, dass er in die Gruppe von Hebeloma birrus gehört und ich würde ihn mir gerne mal ansehen wenn Du ihn schicken magst. Muss nicht unbedingt frisch sein, kannst ihn auch gerne trocknen und irgendwann verschicken.
Die Stielbasis scheint nicht mit dabei zu sein, außer bei dem größeren Exemplar. Dort sieht sie allerdings etwas keulig aus, was nicht gut zu birrus passen würde - außer sie würd unterhalb der Verbreiterung doch wieder zuspitzen. H. birrus gehört nämlich zu den etwas wurzelnden Arten, allerdings ist diese "Wurzel" meist nur schwach und unauffällig ausgeprägt, reißt zudem beim Sammeln auch leicht unerkannt ab.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Asphaltpilze (Bestimmungshilfe)

Thomas Pruß, (vor 7640 Tagen) @ Andreas

Moin Andreas,
da hatte ich Tanja missverstanden.
Ich schicke dir die Pilze heute noch zu und sage auch schon mal vielen Dank!
Grüßlis
Thomas

Hallo Thomas,
meiner Meinung nach hat Tanja recht, ich halte das auch für Fälblinge. Und
zwar aus der Sektion Indusiatae, also den beschleierten Arten.
Hebeloma mesophaeum ist es eher nicht, dazu gefällt mir die Hutoberfläche und
die kaum ausgeprägte Zweifarbigkeit nicht gut. Ich könnte mir vorstellen,
dass er in die Gruppe von Hebeloma birrus gehört und ich würde ihn mir
gerne mal ansehen wenn Du ihn schicken magst. Muss nicht unbedingt frisch
sein, kannst ihn auch gerne trocknen und irgendwann verschicken.
Die Stielbasis scheint nicht mit dabei zu sein, außer bei dem größeren
Exemplar. Dort sieht sie allerdings etwas keulig aus, was nicht gut zu
birrus passen würde - außer sie würd unterhalb der Verbreiterung doch
wieder zuspitzen. H. birrus gehört nämlich zu den etwas wurzelnden Arten,
allerdings ist diese "Wurzel" meist nur schwach und unauffällig
ausgeprägt, reißt zudem beim Sammeln auch leicht unerkannt ab.
beste Grüße,
Andreas