Wiesenchampignons

interhias ⌂, (vor 9538 Tagen)

Es geht das Gerücht, daß die Wiesenchampignons immer seltener werden. Kann jemand von üppigen Funden auf Weideflächen berichten?

Gruß

Interhias

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Re: Wiesenchampignons

hansuwe, (vor 9537 Tagen) @ interhias

Es geht das Gerücht, daß die Wiesenchampignons immer seltener werden. Kann
jemand von üppigen Funden auf Weideflächen berichten?
Gruß
Interhias

In letzter Zeit nicht mehr, erheblich abgenommen. Vermute Überdüngung oder auch Überweidung.
Grosse Mengen in den 50er Jahren, Flugplätze mit Schafbeweidung, Viehweiden. Letzter beachtenswerter Fund vor ein paar Jahren auf einer Kuhweide im Scwäbisch Fränkischen Wald.
Die schönsten Exemplare standen am Rande frischer Kuhfladen.
Pilzgrüsse
hansuwe

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Re: Wiesenchampignons

Birgit, (vor 9537 Tagen) @ hansuwe

In letzter Zeit nicht mehr, erheblich abgenommen. Vermute Überdüngung oder
auch Überweidung.
Grosse Mengen in den 50er Jahren, Flugplätze mit Schafbeweidung, Viehweiden.
Letzter beachtenswerter Fund vor ein paar Jahren auf einer Kuhweide im
Scwäbisch Fränkischen Wald.
Die schönsten Exemplare standen am Rande frischer Kuhfladen.
Pilzgrüsse
hansuwe

Hi hansuwe, Interhias,

auf Flugplätzen gibts angeblich immer noch sehr viel Champignons (z.B. in Thannheim bei Kaufbeuren), nur wüerd ich die nicht essen, da Flugbenzin immer noch stark verbleit ist und Champignons als Schwermetallsamler....

Entgegen michls Aussagen von neulich schadet auch Kunstdünger (ca. zweimal jährlich ausgebracht) Wiesenchampignons nicht, zumindestens nicht denen, die bei mir auf der Wiese hinter dem Haus wachsen. Ganz im Gegenteil 1 Woche nach Kunstdüngerausbringung hatten wir vor zwei Jahren zwei gigantische Hexenringe mit sehr großen Schafchampignons hinterm Haus. Ich hatte dieses Jahr auch schon etwa insgesamt 2-3 kg Champis im Juli, nur im AUgenblick lassen sie sich nocht nicht sehen. Vor 2 Jahren konnte ich in sehr guten Zeiten in ner halben Stunde gut 1,5 kg sammeln (madenfrei, da ich gleich putze). Letztes Jahr war die Ausbeute nicht so hoch.

Die Wiese unterscheidet sich noch in zwei Punkten von der Standardwiese:
-Der Bauer düngt nicht mit Gülle, sondern wenn überhaupt nur mit Festmist (muß er aber immer außerhalb der Wachstumszeit machen, weil mir bisher noch nix aufgefallen ist)
-Die Wiese wird häufig gemäht, da sie als Grünfutter für die Kühe verwendet wird.

Meine Vermutungen gehen also dahin, daß Champignons keine Gülle und kein hohes Gras mögen. Da es wohl immer weniger Kuhweiden und häufig gemähte Wiesen gibt, außerdem viel mit Gülle gedüngt wird könnte das den allgemeinen Rückgang der Champis erklären.

Auf unserer Pferdekoppel wachsen übrigens keine Champignons, auf den Kuhweiden in näherer Umgebung laut Aussage der Bauern hingegen schon und zwar reichlich (bin bloß bisher nicht hingegangen, hab sie ja hinterm Haus), also Interhias, wenn du mal kommen möchtest? Von München ists nur ne Dreiviertelstunde mit der Bahn.

Gruß

Birgit

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Re: Wiesenchampignons

interhias ⌂, (vor 9535 Tagen) @ Birgit

Servus Birgit und Hans-Uwe!

Vielen Dank für eure Infos. Ist absolut einleuchtend, daß das Wachstum der Champignons mit der Bewirtschaftung der Weiden zusammenhängt. Ein frischer, saftiger Kuhfladen ist halt doch was anderes als eine Überschwemmung mit Gülle. Jedenfalls scheint der bisweilen beobachtete Rückgang der Wiesenchampignons weniger mit Bodenversauerung durch Regen oder klimatischen Faktoren als mit der Landwirtschaft zu tun zu haben.

Bei Gelegenheit werde ich mal ein paar oberbayerische Weiden inspizieren, denn meine letzten Wiesenchampignons habe ich als kleiner Bub auf einer Jungvieh-Weide gefunden, von der wir damals die Kuhfladen immer mit dem Leiterwagl als Dünger fürs Garterl meines Onkels geholt haben. Das standen die Champignons noch kiloweise herum.

Interhias