Ja, nervig: Hebeloma *PIC*
Hallo Pilzfreunde,
ich möchte mal wieder an euren Nerven raspeln, indem ich auch hier eine fürchterliche Hebeloma-Sache unterbringe. Harald schlägt sicher die Füße über´m Kopf zusammen...
Zum Pilz:
Entdeckt am 21.10.05 in meinem Garten bei Kiefer, Fichte und Hasel. Unter (!) einem umgestülpten Glasbecken, was einen Treibhauseffekt bewirkte. Während "draußen" ziemliche Trockenheit herrschte, war das Becken mit Kondenswasser stark beschlagen und auch gut aufgeheizt. Nun hatte ich auf H. mesophaeum getippt, der nebenan zahlreich zu gedeihen pflegt (zu dieser Zeit wegen Trockenheit nicht), aber vorsichtshalber und für die endlose Winterzeit die Pilze eingetütet.
Bei der Durchsicht (mehrerer Proben) bemerkte ich, daß die Cheilozystiden apikal meist auffällig verdickte Wände haben. Erscheinen (in KOH) gelblich/gelbbräunlich. Ich habe darüber z.B. im neuen HEBELHOLT keinen Hinweis finden können. Verbunden mit dem merkwürdigen Wuchsort und der ausgesprochenen Langbeinigkeit kommt mir das doch ein wenig seltsam vor.
Kurzbeschreibung:
Hut 2,5-4,5 cm Durchmesser, flach aufgeschirmt, Mitte mit eingesenktem Zentralbuckel. Braun, zum Rand hin heller. Kein Velum sicher erkannt.
Lamellen relativ dicht, satt braun mit fein hell bewimperten Schneiden.
Stiel 6-10 (!) x 0,3-0,5 cm, gleichmäßig dick, blaß braun. Leicht faserig mit stärker beflockter Spitze.
Fleisch hellbräunlich, in Basis bräunend.
Geruch nicht nach Rettich, eher nach Kakao (aber meine Nase ist sehr unsensibel).
Sporen 8,7-10 x 5-6,2 µm (und etliche bis 15 µm lange Riesen), rau bis feinwarzig, nicht dextrinoid.
Cheilozystiden gedrängt, 27-55(68) x 5,5-13,6 µm, hin und wieder leicht kopfig. Untermischt mit wenigen kurzkeuligen Elementen.
Kaulozystiden ähnlich, aber mit weniger dicken Wänden. In kompakten Büscheln mit blasigen bzw. keuligen Elementen.
Hat jemand Ideen oder zumindest tröstende Worte?
Beste Grüße! Pilzmel