Gut konservierte Samtfussrüblinge *PIC*

Mäxle, (vor 7550 Tagen)

Hallochen

Auch bei uns gibt es noch jede Menge Samtfussrüblinge, die sich über Wochen durch Schnee und Kälte gut gehalten haben und nun langsam ans Tageslicht treten, wo sie heute durch erneuten Schneefall wieder ein Hütchen aufs Dach kriegen werden.

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Mit Schrecken habe ich der hiesigen Presse entnehmen müssen, dass mein mühsam erkundetes Morchel- gebiet entlang der Emme der Säge zum Opfer gefallen ist, um möglichen Treibholzansammlungen bei Über- schwemmungen vorzubeugen. Der radikale Kahlschlag der Uferböschungen hat mich dann doch erstaunt und auch traurig gestimmt. Ob hier wohl je wieder Morcheln wachsen werden? Der kommende Frühling wirds zeigen, wenn bis dahin die Unmengen gefällter Bäume abtransportiert und die Wege wieder zugänglich sind.

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Einen schönen Sonntag wünscht Mäxle.

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Re: Gut konservierte Samtfussrüblinge

Manfred, (vor 7550 Tagen) @ Mäxle

Hallochen
Mit Schrecken habe ich der hiesigen Presse entnehmen müssen, dass mein mühsam
erkundetes Morchel- gebiet entlang der Emme der Säge zum Opfer gefallen
ist, um möglichen Treibholzansammlungen bei Über- schwemmungen
vorzubeugen. Der radikale Kahlschlag der Uferböschungen hat mich dann doch
erstaunt und auch traurig gestimmt. Ob hier wohl je wieder Morcheln
wachsen werden? Der kommende Frühling wirds zeigen, wenn bis dahin die
Unmengen gefällter Bäume abtransportiert und die Wege wieder zugänglich
sind.

Einen schönen Sonntag wünscht Mäxle.

Hi Mäxle

Einmal mehr - sie können's nicht lassen, einem die Freude an der Natur zu verderben!
Das Abholzen allein setzt den Morcheln weniger zu als der Abtransport der Stämme
durch schwere Maschinen und die damit verbundene Verdichtung des Bodens!
Kein Wunder, dass viele Morchelsammler (auch Bekannte
von mir) ihre Suche immer mehr in die Alpen verlagern.

Grüssli
Manfred

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Re: Gut konservierte Samtfussrüblinge

Mäxle, (vor 7550 Tagen) @ Manfred

Hallo Manfred

Seit die hiesige Holzindustrie das Heizen mit sogenannten Pellets propagiert, die aus gehäckseltem Holz hergestellt werden, hat die massive Abholzung in den Wäldern unserer Gegend enorm zugenommen, wie ich in den vergangenen 1 1/2 Jahren feststellen konnte. Der einzige Vorteil bei diesen Aktionen besteht darin, dass die Wälder danach besser geräumt werden, weil nun jeder Waldbesitzer am scheinbar lukrativen Geschäft teilhaben möchte. Wie stark die Waldböden in Mitleidenschaft gezogen werden, scheint dabei keine Rolle zu spielen ganz nach dem Motto: Die Natur wird's schon selber richten. In diesem Sinne warte ich gespannt auf den kommenden Frühling und hoffe, dass es nicht ganz so schlimm kommt, wie es momentan noch aussieht.

Grüessli vom Mäxle.

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Re: Gut konservierte Samtfussrüblinge

Max, (vor 7549 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle

Die Fluss- und Bachufer sind in unserer Region ansonsten einigermassen gegen das Abholzen geschützt. Da gibt es Uferschutzverordnungen und viele Bäche und Flussabschnitte stehen sogar ganz unter Naturschutz. Da solltest Du also um Deine Morchelgründe an Aare und Emme nicht all zuviel Angst haben müssen.
An der Emme hat das Hochwasser von Ende August letzten Jahres aber grosse Zerstörung angerichtet. Ich bin gespannt wie sich die Ueberflutungen allgemein auf das Mochelwachstum am Emmeufer auswirken.
Betreffend dem Abholzen der grossen Bäume an der Emme habe ich mich bereits vor ein paar Tagen erkundigt. Ich habe die Auskunft erhalten dass die Büsche das Flussufer besser stabilisieren sollen als die Wurzeln grosser Bäume.
Grosse Baumwurzeln bringen anscheinend den steinigen Untergund derart in Bewegung, dass ein Hochwasser dann die Bäume samt Untergrund mitreissen kann.
Die unzähligen mächtigen Bäume die ich beim Hochwasser in der Emme treiben sah, könnten diese Theorie unterstützen.
Ich bin aber trotzdem wie Du gegen jegliches Abholzen an der Emme.

Liebe Grüsse
Max

Hallo Manfred
Seit die hiesige Holzindustrie das Heizen mit sogenannten Pellets propagiert,
die aus gehäckseltem Holz hergestellt werden, hat die massive Abholzung in
den Wäldern unserer Gegend enorm zugenommen, wie ich in den vergangenen 1
1/2 Jahren feststellen konnte. Der einzige Vorteil bei diesen Aktionen
besteht darin, dass die Wälder danach besser geräumt werden, weil nun
jeder Waldbesitzer am scheinbar lukrativen Geschäft teilhaben möchte. Wie
stark die Waldböden in Mitleidenschaft gezogen werden, scheint dabei keine
Rolle zu spielen ganz nach dem Motto: Die Natur wird's schon selber
richten. In diesem Sinne warte ich gespannt auf den kommenden Frühling und
hoffe, dass es nicht ganz so schlimm kommt, wie es momentan noch aussieht.
Grüessli vom Mäxle.

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Re: Gut konservierte Samtfussrüblinge

Mäxle, (vor 7548 Tagen) @ Max

Hallo Max

Das viele Schwemmholz anlässlich der Überflutung vom letzten Sommer habe ich auch gesehen und verstehe auch, dass man nun vorbeugende Massnahmen getroffen hat. Dennoch ist mir die ganze Aktion ein wenig zu radikal, auch wenn die nun fehlenden Bäume durch Büsche ersetzt werden sollen. Am Biberister Weiher z.B., dessen Gebiet als Naturschutzzone markiert ist, wurden derart viele Bäume gefällt, dass man sich als Laie fragen muss, wie Naturschutz eigentlich wirklich aussieht. Ich jedenfalls empfand den Anblick als Zerstörung total und die aufgestellten Naturschutzzonen-Schilder als Hohn. Hoffen wir, dass wir dieses Jahr nicht zufällig auf noch mehr Verwüstungen treffen.

Liebs Grüessli vom Mäxle.

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Baumfällaktionen

Thomas Pruß, (vor 7548 Tagen) @ Mäxle

Moin Mäxle,
welche Bäume wurden denn gefällt? Ich weiß, dass bei euch die Erlen durch Wurzelhalsfäule bedroht sind. Kann die Baumfällaktion auch damit zu tun haben? Hier in HH wurden und werden bislang entlang der Alster fast alle Erlen aus diesem Grund gefällt.
Die Größe der Bäume spielt in der Tat auch eine Rolle: Je höher der Baum, desto mehr Angriffsfläche bietet er dem Wind, und das Schwanken leitet er über sein Wurzelwerk in den Boden ab, der dadurch gelockert wird. Aus diesem Grunde werden bei uns an der Eider mehr als 6.000 bis zu 40 m hohe Pappeln gefällt. Die lockern nämlich durch die Wackelei die Deiche, auf denen sie stehen. Aber auch hier gibt es mit Erlen und Weiden Ersatz.
Grüßlis
Thomas

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Re: Baumfällaktionen

AK_CCM, (vor 7548 Tagen) @ Thomas Pruß

Servus Thomas,

bei uns am Lech zieht die Erlen-Wurzelhalsfäule (Phytophtora alni) zwar auch eine Schneise der Verwüstung durch die Uferbewaldung, trotzdem werden dort Bäume nicht massenhaft gefällt. Bei uns erledigt das der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola frei Haus: Überall stehen Baumleichen herum, deren Kronen bereits abgebrochen sind.

Zumindest kann man an dem Totholz in der pilzarmen Zeit genügend Pilze finden. Dennoch erschreckend, das Erlensterben.

Gruß, Andreas

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Re: Baumfällaktionen

Thomas Pruß, (vor 7547 Tagen) @ AK_CCM

Moin Andreas,
der Hamburger also solcher zeigt sich sehr empfindlich gegenüber Bäumen, die ihm am Alsterwanderweg auf den Kopf fallen ;-) Deshalb sind die Mannen vom Gartenbauamt so fleißig mit der Motorsäge.
Aber die Wurzelhalsfäule ist mal wieder so’n Ding, das von den Medien hochgepuscht wird: Zwar sind die Erlen, die entlang der Wasserläufe stehen, hoch gefährdet. Bäume die jedoch nur etwas weiter vom Wasser weg auf trockenerem Gebiet stehen werden dagegen kaum befallen. Das Geschrei, Phytophtora würde unsere Erlenbestände vernichten, ist maßlos übertrieben. Wir hatten ähnliches in der AngelWoche geschrieben, doch konnte ich das beim Korrekturlesen noch entschärfen.
Grüßlis
Thomas

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Re: Baumfällaktionen

AK_CCM, (vor 7547 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

die Blätter wollen ja auch nur leben. Und wenn sogar schon der gemeinen Bevölkerung die toten Bäume auffallen, dann ist das für die Medien natürlich ein gefundenes Fressen. Dennoch rede ich lieber vom Erlensterben als von einer Erlen-Wurzelhalsfäule, weil das die Dimension an den Binnengewässern treffender zum Ausdruck bringt.
Dass die Erle ausstirbt, halte ich jedoch ebenfalls für ein Gerücht. Solche Gehölzkrankheiten sind in der Vergangenheit immer wieder Mal aufgetreten, das wird man auch in Zukunft nicht vermeiden können. Man hätte aber die Ausbreitung eindämmen können, wenn man nicht ein paar Jahre zuvor die Baumplantagen zentralisiert hätte - so war es für Phytophtora alni nicht nur leicht, sich zu verbreiten, sondern sie wurde auch noch von den Forstleuten in "frische Weidegründe" gebracht.
Doch irgendwann wird es wahrscheinlich eine Erle geben, die gegen die Phytophtora immun ist, dann stabilisiert sich das Ganze wieder. Bis dahin können sich noch ein paar echte Pilze über die vielen Baumleichen freuen.

Gruß, Andreas

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Re: Baumfällaktionen

Mäxle, (vor 7547 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas

Bei den gefällten Bäumen handelt es sich hauptsächlich um Eschen. Die ganze Aktion ist auf das letztjährige Hochwasser zurückzuführen, wo Schwemmholzansammlungen zu gebietsweisen Überflutungen führten - eine vorbeugende Massnahme also. Mit kranken Bäumen hatte das nichts zu tun. Dagegen habe ich auch davon gehört, dass in unserer Nähe eine ganze Pappelallee infolge Fäulnis gefällt werden musste; auch damals ging ein Aufschrei durch die Bevölkerung, was die Aktion aber nicht verhindern konnte. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die Uferböschungen der Emme durch das Anpflanzen von Büschen entwickeln werden, nachdem der erste Schock bereits überwunden ist.

Recht verschneite Grüessli vom Mäxle.

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Re: Gut konservierte Samtfussrüblinge *PIC*

elfi ⌂, (vor 7550 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle,
solche Rückschläge gibt es immer wieder.
Vor zwei Jahren sah es auf einem meiner Morchelplätze so aus:
[image] [image]
Glücklicherweise sind die Morcheln trotzdem noch gewachsen:
[image]
Doch im letzten Jahr war dann Schluß, nicht ein kleines Morchelchen.
Da von Deinem Auwald noch ein Rand steht, kannst Du noch hoffen.

Samtis habe ich bei uns noch keine gefunden, dafür haben wir wieder 8 cm Neuschnee...
Grüße
elfi [image]

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Re: Gut konservierte Samtfussrüblinge

Mäxle, (vor 7549 Tagen) @ elfi

Hallo Elfi

Ganz so schlimm wie bei Dir sieht es hier nicht aus. Wenigstens stehen im angrenzenden Gebiet noch ein paar Bäume. Hoffentlich sehen das die Morcheln auch so und ziehen sich nun dorthin zurück, wo sie meinen Sperberaugen nicht entgehen werden. Fragt sich nur, ob der Boden durch die Abtransporte nicht zu stark geschädigt ist. Nun - ich werde es sehen und warte sehnlichst darauf.

Bei uns hat es gestern auch wieder geschneit; er ist aber nicht liegen geblieben. Dafür bläst wieder mal ein kalter Wind wie so oft in den letzten Wochen. Langsam hat man genug davon und sehnt sich nach dem Frühling, der hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.

Ich freu mich schon wieder auf Deine Morchelbilder und wünsch Dir viele schöne Funde.

Ein liebes Grüessli ins Allgäu vom Mäxle.

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Re: Gut konservierte Samtfussrüblinge

tom66, (vor 7549 Tagen) @ Mäxle

Hi Mäxle

Was erwartet mich wohl in meinem Morchelgebiet an der Emme? Schon letzten Frühling haben sie mit dem Abholzen begonnen und die Morchelausbeute wahr daher sehr gering. Ich denke das die betroffenen Böden einige Zeit brauchen um sich zu erholen daher bin ich froh das ich noch andere Gebiete kenne an der Sense und Saane aber auch dort weiss man nie wan sie mit Abholzen beginnen. Komischerweise holzen sie immer dort wo sich die besten Pilzgebiete befinden. Auch an einem meiner besten Plätze für Pfifferlinge und Steinpilze haben diese Idioten gerodet und die Konsequenz war klar - praktisch keine Pilze mehr.

Gruss

Tom

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Re: Gut konservierte Samtfussrüblinge

Mäxle, (vor 7548 Tagen) @ tom66

Hallo Tom

Entschuldige, wenn ich erst heute antworte. Das gleiche habe ich im letzten Jahr in zweien "meiner" Pilzreviere erlebt und bin gespannt, wie sie sich dieses Jahr entwickeln werden, nachdem die Abholzungen wirklich krass waren. Nun müssen wir halt neue Gebiete erforschen, was manchmal ja auch recht interessant sein kann, nur liegen sie dann meist weit entfernt und man muss sich die Ernte regelrecht erlaufen.

Jedenfalls wünsche ich auch Dir viel Sammlerglück. Lieben Gruss vom Mäxle.