wie groß war euer größter pilz? *PIC*

andi aus vorarlberg, (vor 7520 Tagen)

hallo
ich frage mich was wohl der größteständerpilz mitteleuropas ist, vom hutdurchmesser? ich glaube der parasol oder? also mein größtes exemplar hatte einen durchmesesr von gut 30cm und war noch essbar, nachdem ich die shcon etwas verlederte oberste haut abgezogen habe, aber seht selbst:

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was sagt ihr dazu? habt ihr schon größere funde gemacht? waren die dann noch essbar?

ich freue mich schon auf euere antworten

mfg ando

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Re: wie groß war euer größter pilz?

Thomas Pruß, (vor 7520 Tagen) @ andi aus vorarlberg

Moin Andi,
Solche „Wagenräder“ haben schon etwas sehr beeindruckendes an sich, und ihr Fund ist immer wieder faszinierend!
Mein größter Parasol hatte einen Hutdurchmesser von genau 35,4 cm und war „taufrisch“. Gefunden hatte ich ihn in der Nähe des bekannten Pferdesportortes Luhmühlen in der Lüneburger Heide in Niedersachsen an einem Wegrand im Jahr 1995. Ähnlich große Parasole mit Hutdurchmessern um oder etwas über 30 cm fand ich in einem Buchenhochwald in der Eifel nahe Kordel, in den Jahren, in denen ich dort wohnte.
Der größte Champignon war wohl ein bisporus. Ihn fanden mein Vater und ich Mitte der 70er Jahre auf einer Wiese nahe des Bitburger Flughafens. Der Hut passte so eben in eine Spülschüssel, hatte demnach auch >30 cm Durchmesser. Es war aber nicht der einzige, der dort stand. Insgesamt konnten wir, so weit ich mich erinnere, 6 dieser Riesen dort ernten. Allerdings hatten die Hutdurchmesser >30 cm. Sie waren ebenfalls „taufrisch“, d. h. hatten hellrosa Lamellen. Von der B 51 aus, die zwischen TR und BIT am Flughafen vorbeiführte, sahen sie aus einer Entfernung von rund 100 m aus als hätte jemand Zeitungen zerknüllt und auf dem Feld verstreut.
Mein größter Steinpilz hatte 55,2 cm Hutdurchmesser. Ich fand ihn, ebenfalls in der 70er Jahren, in einer Buchenschonung im Wald zwischen Trier-Ehrang und Butzweiler, in der Nähe einer steinzeitlichen Höhle, die dort als Genovevahöhle bekannt ist. Allerdings war dieser Steini nicht mehr essbar!
Grüßlis
Thomas

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Re: wie groß war euer größter pilz?

Christoph G, (vor 7520 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

so große champignons hab ich auch schon auf Wiesen gefunden, allerdings glaub ich nicht das meine A.bisporus waren, ich denk die werden nicht soooo groß. A macrosporus soll öfters so groß werden, ich hab sie nicht mikroskopiert, aber makroskopisch haben meine auf den "großsporigen" sehr gut gepasst. Vielleicht waren ja Deine auch diese Art...

LG Christoph

Moin Andi,
Solche „Wagenräder“ haben schon etwas sehr beeindruckendes an sich, und ihr
Fund ist immer wieder faszinierend!
Mein größter Parasol hatte einen Hutdurchmesser von genau 35,4 cm und war
„taufrisch“. Gefunden hatte ich ihn in der Nähe des bekannten
Pferdesportortes Luhmühlen in der Lüneburger Heide in Niedersachsen an
einem Wegrand im Jahr 1995. Ähnlich große Parasole mit Hutdurchmessern um
oder etwas über 30 cm fand ich in einem Buchenhochwald in der Eifel nahe
Kordel, in den Jahren, in denen ich dort wohnte.
Der größte Champignon war wohl ein bisporus. Ihn fanden mein Vater und ich
Mitte der 70er Jahre auf einer Wiese nahe des Bitburger Flughafens. Der
Hut passte so eben in eine Spülschüssel, hatte demnach auch >30 cm
Durchmesser. Es war aber nicht der einzige, der dort stand. Insgesamt
konnten wir, so weit ich mich erinnere, 6 dieser Riesen dort ernten.
Allerdings hatten die Hutdurchmesser >30 cm. Sie waren ebenfalls
„taufrisch“, d. h. hatten hellrosa Lamellen. Von der B 51 aus, die
zwischen TR und BIT am Flughafen vorbeiführte, sahen sie aus einer
Entfernung von rund 100 m aus als hätte jemand Zeitungen zerknüllt und auf
dem Feld verstreut.
Mein größter Steinpilz hatte 55,2 cm Hutdurchmesser. Ich fand ihn, ebenfalls
in der 70er Jahren, in einer Buchenschonung im Wald zwischen Trier-Ehrang
und Butzweiler, in der Nähe einer steinzeitlichen Höhle, die dort als
Genovevahöhle bekannt ist. Allerdings war dieser Steini nicht mehr essbar!
Grüßlis
Thomas

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Re: wie groß war euer größter pilz?

phragmobasidie, (vor 7520 Tagen) @ andi aus vorarlberg

Hallo Andi,

die sehen klasse aus:

Beitrag 85614

Besonders beeindruckt haben mich letztes Jahr Wollige Milchlinge, die man,
weil konkave Hüte ausbildend, gut und gern als Obstschale hätte benutzen können

schöne Grüße
Robin

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das kommt auf den pilz an... *PIC*

elfi ⌂, (vor 7519 Tagen) @ andi aus vorarlberg

Hallo andi, ando?
Größe ist relativ, der Tisch ist 100 cm lang, der große Bovist war 42 cm lang.
Wenn Du bei idealen Wetterbedingungen einen Riesenchampignon findest,
kann er auch 40 cm haben, habe ich schon gesehen, leider existiert kein Bild.
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alle Boviste wogen 5,480 kg
Grüße
elfi [image]

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Re: wie groß war euer größter pilz? *PIC*

Alpenhans, (vor 7519 Tagen) @ andi aus vorarlberg

Hallo Andi!

Dein Pilz ist ganz schön groß - meistens sind solche Exemplare nicht sehr einladend zum Essen. Ich habe den abgebildeten Steinpilz nicht vermessen und auch nicht geerntet, aber es war ein Prachtexemplar - noch steinharter Stiel. Ich freue mich immer wenn es einem Pilz gelingt in einem starkfrequentiertem Suchgebiet so lange zu überleben, ich genieße seinen Anblick, fotografiere, helfe ihm bei der Tarnung und hoffe dass er weiterhin überlebt - vielleicht bin ich außer einem pilzkundlichen und fotografischen Würstchen auch noch ein Spinner - das kann ich aber leicht ertragen.
Da Wiener Neustadt doch etwas weit von Dir entfernt ist werden wir kaum gemeinsam auf Pirsch gehen können.
Wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Facharbeit und Matura
Hans

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Re: wie groß war euer größter pilz? *PIC*

Trametenlotti, (vor 7519 Tagen) @ andi aus vorarlberg

Hallo zusammen

Ob dies mein grösster Pilz ist, den ich je gefunden habe, weiss ich nicht. Aber vielleicht gefällt euch ja der Schuppige Porling, der mir im letzten Herbst so gut als Regenschutz diente.

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Herzlich Lotte

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Und hier mit Bild.... *PIC*

zuehli ⌂, (vor 7519 Tagen) @ Trametenlotti

Hallo zusammen
Ob dies mein grösster Pilz ist, den ich je gefunden habe, weiss ich nicht.
Aber vielleicht gefällt euch ja der Schuppige Porling, der mir im letzten
Herbst so gut als Regenschutz diente.

[image]

Herzlich Lotte

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macrosporus

Thomas Pruß, (vor 7519 Tagen) @ Christoph G

Moin Christoph,
ich meinte ja auch macrosporus. War mit meinen Gedanken beim klingelnden Telefon, sorry!
Grüßlis
Thomas

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Parasol, inkl. kulinarischer Ueberlegungen *PIC*

Harald Andres Schmid, (vor 7517 Tagen) @ andi aus vorarlberg

Hallo,
Jonas ("Falkenauge") Vogt, der Sohn von Malou, Tüftler, Träumer, Bastler und Hirschtrüffel-Experte, hat vor zwei Jahren dieses hübsche Exemplar angebracht - es ist zwar nicht riesig, aber doch sehr eindrücklich:

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Dazu ein paar persönliche Ueberlegungen:
Ich finde es auch ein unbeschreibliches Erlebnis, ungewohnt grossen, schönen Pilzen zu begegnen.
Stolz hochaufgereckten Parasolpilzen mit selbstbewusst ausgespannten Schirmen, möglichst gleich eine ganze Kolonie in einer Waldlichtung aufgereiht; bestürzend schönen, prallen Riesen-Steinpilzen mit Stielen wie Sportlerwaden, einer gepflegten Huthaut-Bräune, die jeden Skiilehrer erblassen lässt, einem prall-saftig-grünen Röhrenfutter, das auch einem bisher unbekannten Korallenriff-Bewohner gut zu Gesicht stünde...
Alles schön.
Aber nichts zum Essen.
Das ist Nahrung für die Augen, nicht für den Magen.
Einen solchen Steinpilz betrachte ich ungläublig und demütig staunend aus der Entfernung, umrunde vielleicht entspannt, unaufdringlich und ohne zu Hetzen den Fundort, schaue unauffällig aus dem Augenwinkel nach allfälligen jüngeren Schwesterchen und Brüderchen des Prachtexemplars und verhalte mich eher wie bei einer Audienz denn wie ein gerade das Waldstück seinem Willen unterwerfender Eroberer.
Das hinterlässt einen günstigen Eindruck; wenn man mal wiederkommt - man wird von den Bäumen, den Farnen, den unermüdlichen Brennesseln und Bromberranken ganz anders begrüsst.
Für die Pfanne geeignet sind Pilze in jüngeren bis mittleren Jahren, edle Greise lässt man stehen und zeigt den gebührenden Respekt.
Wer sich nicht daran hält, wird zur Strafe zähe, oder dann holzig-morsche Pilzstiele zu rüsten versuchen, pappig-nachgiebiges Hutfleisch unter dem Messer haben, grausliches Röhrenfutter, das wie Matsch durch die Finger rinnt oder dann wie ein brüchiger, trockener Schwamm ein zugegebenermassen interessantes Innenleben von Insekten und Würmchen offenbart, - das alles treibt dann hoffentlich die Schamröte auf die Wangen, Schamröte in der Erkenntnis, dass man am Schönen gefrevelt hat, trotz Harald-Andres' Ermahnungen.
Auch die Parasole in voll aufgeschirmter Schönheit lässt man stehen.
Für die Pfanne geeignet sind Exemplare, die eben fast (!) nur ganz aufgeschirmt sind, die noch ein wenig das Glockige ihrer Jugend andeutungsweise zeigen.
Sie kommen auch gerne mit, lassen sich mühelos pflücken; wer statt dessen mit brutaler Gewalt eine erhabene Parasol-Statue aus dem Boden reisst, wird wenig begeistert sein beim Kochen.
Gegen den Stiel zu ist das Hutfleisch bei diesen Exemplaren sehr fest und zäh, gebraten ist es dann an dieser Stelle stets nicht ganz durch und hat eine leicht glasige Konsistenz wie nicht ganz gar durchgekochter Fisch und schmeckt grässlich.
Die Lamellen sind bei diesen grossen, alten Exemplaren auch stets greisenhaft raschlig-papierern und bräunlich-pergamentig dünn geworden, haben nichts mehr von der schmiegsam-weichen, nach Braten in der Pfanne schreienden, schmeichelnden Konsistenz.
Eigentlich wären all die Ermahnungen nicht nötig.
Fragt doch mal mit dem Blick des Aestheten, statt mit dem Blick des geifernden Pilzjägers die Pilze selbst, ob sie mitkommen wollen.
Ihr werdet staunen...
Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Parasol, inkl. kulinarischer Ueberlegungen

Alpenhans, (vor 7517 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres!

Du sprichst mir aus der Seele - ich kann das in allen Punkten nachvollziehen - habe mir Deine eindrucksvollen Worte kopiert, weil ich es selbst noch nie so schön ausdrücken konnte.

Liebe Grüße
Hans

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Re: Parasol, inkl. kulinarischer Ueberlegungen

Lonco, (vor 7517 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,

es soll Schreiberlinge geben, die bekommen Geld für ihre Werke, die nicht annähernd an das heranreichen, was Du hier zu "Papier" bringst! (Wieso muß ich gerade jetzt an ein Pilz-Kochbuch denken, grübel ;) )

Beeindruckte Grüße,
Thomas.