Kein Becherling - aber was dann? *PIC*

Hans-Jürgen, (vor 7498 Tagen)

Mag sein, dass ich mich jetzt ziemlich blamiere, aber was um alles in der Welt ist dieses becherförmige Gebilde an einem Kiefernzweiglein?

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Es ist offenbar aus Lehm und Steinchen kunstvoll gefertigt. Durchmesser der Öffnung ca. 5 x 7 mm. Insekten?

Eigentlich ein Off-Topic, ich weiß. Aber hier sind so viele Naturkundige unterwegs, dass ich fest auf Hilfe hoffe. Noch zwei Bilder:

Befestigung am Zweig:

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Und ein besserer Einblick ins leere Innenleben:

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Danke für jeden Tipp
Hans-Jürgen

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Re: Kein Becherling - aber was dann?

Thomas Pruß, (vor 7498 Tagen) @ Hans-Jürgen

Moin Hans-Jürgen,
welche Art das genau war, kann ich dir auch nicht mehr sagen, aber das ist auf jeden Fall die „Wabe“ einer solitär lebenden Bienen- oder Wespenart. Die bauen diese kleinen Kugeln aus Lehm, Steinchen oder auch aus Papier, stopfen sie mit Pollen oder einer gelähmten Raupe (Wespe) als Nahrung für die Larve voll und legen genau ein Ei hinein.
Grüßlis
Thomas

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Re: Kein Becherling - aber was dann?

Gelbfieber, (vor 7498 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo und guten Tag Hans-Jürgen,

kleiner Tipp:
Die Pillenwespe Eumenes sp. baut ca. 10mm kleine Brutzellen.

Eine gute Zeit
Gelbfieber

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ein View

Danke, Thomas & Ursula! *oT*

Hans-Jürgen, (vor 7498 Tagen) @ Gelbfieber

- kein Text -

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Danke für den Link, Thomas

Hans-Jürgen, (vor 7497 Tagen) @ Thomas Pruß

Man muss gar nicht bis Japan reisen, wenn man solche Töpfchen sehen will (wie ich auf Deinen und ursulas Hinweis hin herausgefunden habe). Zum Beispiel

da oder
da.

Zwischenzeitlich habe ich meine Fragen auch an die Entomologie-Spezialisten weitergegeben, aber statt einer eindeutigen Antwort bisher eher eine Ausweitung auf eine ebenfalls denkbare Spinnenart bekommen. Falls Dich der Fortgang dort interessiert, findest Du den Thread hier.

Danke und (noch immer morchellose) Grüße
Hans-Jürgen

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Re: Kein Becherling - aber was dann?

Saftling, (vor 7497 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen,

meines Erachtens ist dieses Bauwerk von einem Insekt erzeugt. Dafür spricht das Baumaterial (Spinnen verwenden m.W. nur Seide). Um welches Insekt es sich handelt, ist aber schwieriger zu beantworten, da es eine ganze Menge Arten gibt, die Lehmnester bauen. Unter Berücksichtigung von Größe, Gestalt, Unterlage, unregelmäßigem Schlupfloch, Fehlen eines "Kragens" (Eumenes!) etc. dürfte die Wegwespe Auplopus carbonarius am wahrscheinlichsten sein. (Habe leider kein Foto davon.) Falls sich in dem Bauwerk noch Überreste (leere Puppenhülle, Reste der Nahrung) befinden, könnte man das sogar noch beweisen bzw. ausschließen. Die genannte Wespe - ein ca. 1cm langes, unauffällig schwarzes Tier - verproviantiert die Lehmzellen mit Spinnen, von denen sich die Larven ernähren. Alle anderen Wespen, die solche Lehmzellen bauen, fangen keine Spinnen.

Gruß

Saftling

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Danke auch Dir, Dieter

Hans-Jürgen, (vor 7497 Tagen) @ Saftling

Ich weiß nicht, ob der Kragen von Anfang an fehlte oder ob er bei Raubmordattacken durch einen Vogel einfach in die Brüche gegangen ist. Am nächsten kommen dem von mir gefundenen Becherchen schon die Zellen von Delta campaniforme und Konsorten.

Ich habe jetzt schon ziemlich viele Möglichkeiten recherchiert, aber eigentlich noch nichts wirklich Passendes gefunden. Die Zelle ist ja ganz offenkundig eben nicht an einer Fels- oder Hauswand oder in einem leeren Schneckenhaus angebracht, sondern wirkt sehr natürlich auf dem Zweiglein fixiert. Die Wandung ist übrigens sehr fein gearbeitet und maximal einen halben Millimeter dick.
Habe ein paar Aculeaten-Experten per e-mail angefragt. Wenn ich eine überzeugende Lösung finde, gebe ich sie hier weiter.

Vielen Dank
Hans-Jürgen