Runzling *PIC*

Piwo, (vor 7480 Tagen)

den Ahorn-Runzelschorf (Rhytisma acerinum) kennen wohl viele. Zur Zeit kann man auf der Unterseite von vorjährigen Salweideblättern (Salix caprea) den wohl weniger bekannten Weiden-Runzelschorf (Rhytisma salicinum) finden.

Gruß

Piwo

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Re: Runzling

Seraph, (vor 7480 Tagen) @ Piwo

den Ahorn-Runzelschorf (Rhytisma acerinum) kennen wohl viele. Zur Zeit kann
man auf der Unterseite von vorjährigen Salweideblättern (Salix caprea) den
wohl weniger bekannten Weiden-Runzelschorf (Rhytisma salicinum) finden.
Gruß
Piwo

hallo Piwo,

hmpf, den hatte ich letztens noch eingesammelt aber nicht fotografiert :/ danke aber für den hilfreichen beitrag, ich hatte es nicht für eine Rhytisma gehalten ;)

gruß Seraph

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Re: Runzling

Seraph, (vor 7480 Tagen) @ Peter W.

Auch ich kannte nur den Runzelschorf auf Ahorn. Es gibt aber noch eine Reihe
weiterer Arten.
Einen sehr schönen Schlüssel und noch schönere Tafeln findet man hier.
http://www.biodiversity.ac.psiweb.com/papers/rhytukra/index.htm
Gruß Peter Welt

hallo,

jo, den Schlüssel kenne ich, ist auch in meiner I-Funghi-Sammlung aufgenommen worden, ebenso natürlich einige Bilder. Es ist nicht so, dass ich diese Art nicht kannte (ich kenne ca. 3-4 Arten), es ist nur so, dass ich sie nicht als solche sofort erkannt habe ;)

Gruß Seraph

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Detail-Bild vom Weiden-Runzelschorf *PIC*

Piwo, (vor 7480 Tagen) @ Piwo

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Gruß
Piwo

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Re: Detail-Bild vom Weiden-Runzelschorf

Heinz Butin, (vor 7479 Tagen) @ Piwo

Hallo Piwo,

ich möchte dem Kritiker Seraph Schützenhilfe leisten, denn ich vermute in den Bildern auch etwas anderes als Rhytisma. Zunächst sehen beide Bilder nicht nach Blattunterseite aus, eher wohl Oberseite! Weiterhin ist R. salicinum i.d.R. viel größer, ca. 1 - 2 cm. Meiner Erinnerung nach dürfte es sich am ehesten um Teleutosporenlager des Weidenrostes (Formengruppe Melampsora salicina) handeln, die in der abgebildeten Form jetzt häufug zu finden sind. Im übrigen müßte ein mikroskopischer Schnitt Klarheit bringen. Bei Rhytisma finden sich in den Sklerotien entweder Asci oder die vorher gebildete Melasmia-Mikrokonidienform. Wenn es sich aber um die Teleutolager vom Weidenrost handelt, findet man pallisadenartig angeordnete, bräunliche Teleutosporen. Also ran ans Mikroskop!

Gruß aus Wolfenbüttel

Heinz

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Re: Detail-Bild vom Weiden-Runzelschorf

Seraph, (vor 7479 Tagen) @ Heinz Butin

hallo,

nicht, dass ich es jetzt nicht für eine Rhytisma gehalten hätte, aber nach dieser Info kommt mir das ganze ebenfalls komisch vor. Ich habe die Art ebenfalls eingesammelt weil ich es für "rhytismaverdächtig" hielt. Da sich aber innerhalb von mehreren Tagen trotz Vorhandensein von Feuchtigkeit rein gar nichts geändert hat (keine Becherchen erschienen), habe ich es auch nicht fotografiert, da ich es für was anderes hielt.
Leider gibt es über Rhytisma salicinum nicht allzu viel Literatur (Foto z.B. in Laux: Der große Kosmos Pilzführer).

Gruß Seraph

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Re: Detail-Bild vom Weiden-Runzelschorf

Piwo, (vor 7479 Tagen) @ Heinz Butin

Hallo Piwo,
ich möchte dem Kritiker Seraph Schützenhilfe leisten, denn ich vermute in den
Bildern auch etwas anderes als Rhytisma. Zunächst sehen beide Bilder nicht
nach Blattunterseite aus, eher wohl Oberseite! Weiterhin ist R. salicinum
i.d.R. viel größer, ca. 1 - 2 cm. Meiner Erinnerung nach dürfte es sich am
ehesten um Teleutosporenlager des Weidenrostes (Formengruppe Melampsora
salicina) handeln, die in der abgebildeten Form jetzt häufug zu finden
sind. Im übrigen müßte ein mikroskopischer Schnitt Klarheit bringen. Bei
Rhytisma finden sich in den Sklerotien entweder Asci oder die vorher
gebildete Melasmia-Mikrokonidienform. Wenn es sich aber um die
Teleutolager vom Weidenrost handelt, findet man pallisadenartig
angeordnete, bräunliche Teleutosporen. Also ran ans Mikroskop!
Gruß aus Wolfenbüttel
Heinz

hallo Heinz und Seraph,

so ist das, da geht der alte Narr - von Entzugserscheinungen gekennzeichnet - hinaus und kramt, auf den Knien liegend, zwischen Blättern und Ästchen. Das Glück ist ihm hold, er findet Weidenblätter mit pilzlichen Gebilden, die einem Runzelschorf recht ähneln. Zu Hause nachgeblättert: siehe da, es gibt einen Weiden-Runzelschorf. Da ist es schon passiert: Rhytisma salicinum gefunden. Daß er Blattober und -Unterseite verwechselt, fällt da nicht mehr ins Gewicht. So ist schon manche Kuh als kapitaler Hirsch erlegt worden.
Was es aber ist, weiß ich leider auch nicht. Unter dem Mikro habe ich meist eine braune, netzige Struktur (bienenwabenartig) gesehen. Bei den zahlreichen Präparaten fand ich einmal wenige Asci und wenige Sporen. Sie waren 1fach septiert und an der Septe leicht eingeschnürt (7-9 x 3). Konidien totale Fehlanzeige.
Bei Heinz bedanke ich mich für den kritischen Hinweis.

Gruß aus Gießen

Piwo

p.s.: nur gut, daß ich nicht kartiere

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Re: Detail-Bild vom Weiden-Runzelschorf

42, (vor 7478 Tagen) @ Piwo

Hallo Piwo,

so ist das, da geht der alte Narr - von Entzugserscheinungen gekennzeichnet -
hinaus und kramt, auf den Knien liegend, zwischen Blättern und Ästchen.
[...] So ist schon manche Kuh als kapitaler Hirsch erlegt worden.

Ich bin eh' überzeugt, dass unsereiner eines Tages als mehr oder weniger
kapitales Wildschwein einer Verwechslung zum Opfer fallen wird ...
(ich sehe den verzweifelten Jäger vor meinem geistigen Auge, in einem
schockähnlichen Zustand vor sich hinmurmelnd: 'Das kann doch nicht sein - kein
normaler Erwachsener krabbelt auf allen Vieren durch den Wald und gibt
grunzähnliche Geräusche von sich' (er kann ja nicht ahnen, dass diese unsere
[letzten] Laute der Begeisterung angesichts eines seltenen Minipilzes
zugrunde liegen).

Beste Grüße
Thomas Wallner

p.s.: nur gut, daß ich nicht kartiere

Dito!

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Re: Detail-Bild vom Weiden-Runzelschorf

Piwo, (vor 7478 Tagen) @ 42

Hallo Piwo,
Ich bin eh' überzeugt, dass unsereiner eines Tages als mehr oder weniger
kapitales Wildschwein einer Verwechslung zum Opfer fallen wird ...
(ich sehe den verzweifelten Jäger vor meinem geistigen Auge, in einem
schockähnlichen Zustand vor sich hinmurmelnd: 'Das kann doch nicht sein -
kein
normaler Erwachsener krabbelt auf allen Vieren durch den Wald und gibt
grunzähnliche Geräusche von sich' (er kann ja nicht ahnen, dass diese unsere
[letzten] Laute der Begeisterung angesichts eines seltenen Minipilzes
zugrunde liegen).
Beste Grüße
Thomas Wallner
Dito!

hallo Thomas,

danke für die trostreichen Worte. Sie waren Balsam auf die geschundene Seele.

Liebe Grüße
Piwo