Umweltdaten

Henning, (vor 9528 Tagen)

Hi
Vor ein paar Woche habe ich mal beim niedersaechsischen Umweltamt wegen der Strahlenbelastung nachgefragt - die ja in Sueddeutschland sehr hoch sein soll.
Ich denke das interessiert auch den einen oder anderen hier.

Hier die Antwort:

Sehr geehrter Herr Beyer,

auf Ihre an Herrn Schostok, Niedersächsisches Umweltministerium, gestellte Frage zur radioaktiven Belastung von Pilzen in Niedersachsen kann ich Ihnen folgende Auskunft geben:

Nach den Untersuchungen des Staatl. Lebensmitteluntersuchungsamtes Braunschweig ist die Belastung der aus den Niedersächsischen Forstämtern eingesandten Waldpilze mit Gammaradionukliden wie Cs-137 dem langjährigen Trend folgend rückläufig. Für die in diesem Jahr bisher untersuchten 15 Proben Maronenröhrlinge wurden Cs-137-Gehalte von 18,2 bis 396 Bq / kg Frischware gemessen. Der Cs-137-Mittelwert beträgt ca. 164 Bq/kg (Medianwert: 142 Bq Cs-137 / kg).

Für Steinpilze, die naturgemäß geringer mit Cs-137 belastet sind, wurden an bisher 14 Proben Werte von 11,6 bis 247 Bq Cs-137 / kg ermittelt. Der Mittelwert beträgt 73,4 Bq Cs137 / kg bei einem Medianwert von 50 Bq/ kg.

An weiteren Pilzarten (z. B. Perlpilz, Pfifferling, Butterpilz, Hallimasch u. a.) konnte bisher nur jeweils eine Probe untersucht werden. Alle Cs-137 Messwerte dieser Pilzarten liegen bis auf zwei Proben ( 65,3 und 122 Bq/kg) unterhalb von 50 Bq/kg.

Bei Pilzeproben ausländischen, vorwiegend osteuropäischen Ursprungs konnte auf Grund wirksamer Kontrollmechanismen an den Grenzeinlaßstellen keine Überschreitung des Grenzwertes von 600 Bq/kg Gesamtcäsium festgestellt werden. Dies gilt sogar für eine mit belorussischem Ursprung untersuchte Probe Pfifferlinge.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage

Ch. Grugel

Eintrag gesperrt
ein View

Re: Umweltdaten

Katja Tödter, (vor 9527 Tagen) @ Henning

Das kann ich bestätigen. Unser Förster (Kreis Lüchow-Dannenberg, Gemarkung Gohlau) schickt schon lange keine Pilze mehr ein, weil die Werte immer weit unter der Grenze sind.

Grüße
Katja

Hi
Vor ein paar Woche habe ich mal beim niedersaechsischen Umweltamt wegen der
Strahlenbelastung nachgefragt - die ja in Sueddeutschland sehr hoch sein
soll.
Ich denke das interessiert auch den einen oder anderen hier.
Hier die Antwort: Sehr geehrter Herr Beyer,
auf Ihre an Herrn Schostok, Niedersächsisches Umweltministerium, gestellte
Frage zur radioaktiven Belastung von Pilzen in Niedersachsen kann ich
Ihnen folgende Auskunft geben: Nach den Untersuchungen des Staatl.
Lebensmitteluntersuchungsamtes Braunschweig ist die Belastung der aus den
Niedersächsischen Forstämtern eingesandten Waldpilze mit
Gammaradionukliden wie Cs-137 dem langjährigen Trend folgend rückläufig.
Für die in diesem Jahr bisher untersuchten 15 Proben Maronenröhrlinge
wurden Cs-137-Gehalte von 18,2 bis 396 Bq / kg Frischware gemessen. Der
Cs-137-Mittelwert beträgt ca. 164 Bq/kg (Medianwert: 142 Bq Cs-137 / kg).
Für Steinpilze, die naturgemäß geringer mit Cs-137 belastet sind, wurden an
bisher 14 Proben Werte von 11,6 bis 247 Bq Cs-137 / kg ermittelt. Der
Mittelwert beträgt 73,4 Bq Cs137 / kg bei einem Medianwert von 50 Bq/ kg.
An weiteren Pilzarten (z. B. Perlpilz, Pfifferling, Butterpilz, Hallimasch u.
a.) konnte bisher nur jeweils eine Probe untersucht werden. Alle Cs-137
Messwerte dieser Pilzarten liegen bis auf zwei Proben ( 65,3 und 122
Bq/kg) unterhalb von 50 Bq/kg.
Bei Pilzeproben ausländischen, vorwiegend osteuropäischen Ursprungs konnte
auf Grund wirksamer Kontrollmechanismen an den Grenzeinlaßstellen keine
Überschreitung des Grenzwertes von 600 Bq/kg Gesamtcäsium festgestellt
werden. Dies gilt sogar für eine mit belorussischem Ursprung untersuchte
Probe Pfifferlinge.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage
Ch. Grugel