Herbstblattln/Nebelkappen

interhias ⌂, (vor 9527 Tagen)

Servus beineinander!

In meinen Schwammerlngründen sind vor kurzem Hebstblattln/Nebelkappen in ziemlich großer Menge aufgetaucht (an Buchenwaldrändern in dicker Laubstreu).

Die Meinungen über den Gebrauchswert dieser makellosen, fleischigen Schwammerln gehen sehr stark auseinander in den einschlägigen Büchern. Von "kein Speisepilz", "mäßig gut", über "bedingt eßbar" und "eßbar, aber abbrühen" bis zu "ausgezeichneter Speisepilz" kann man so ziemlich alles über die Herbstblattln lesen. Individuelle Unverträglichkeiten scheinen ein wenig den Ruf des Pilzes ruiniert zu haben.

Ich habe eine kleinere Portion relativ kurz geschmort verkostet, mein Urteil: Geschmacklich sicher kein Überflieger, aber absolut brauchbar. Ich denke, mit entsprechender Phantasie beim Zubereiten bzw. Konservieren läßt sich durchaus was anfangen mit den Herbstblattln. Sie lassen sich im übrigen hervorragend trocknen und machen kaum Arbeit.

Wie ist eure Meinung zur Nebelkappe? Wer hat schon Erfahrung damit?

Neugierig,
Interhias

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Re: Herbstblattln/Nebelkappen

Katja Tödter, (vor 9527 Tagen) @ interhias

Wenn man die Zeitschrift "Der Tintling" liest, muß man leider zu dem Schluß kommen, die Nebelkappen besser nicht zu essen. Ich habe sie auch schon zubereitet und fand's bäh! Vielleicht ist der Geschack standortabhängig und die Verträglichkeit bei jedem verschieden. Ich lasse es lieber.

Katja

Servus beineinander!
In meinen Schwammerlngründen sind vor kurzem Hebstblattln/Nebelkappen in
ziemlich großer Menge aufgetaucht (an Buchenwaldrändern in dicker
Laubstreu).
Die Meinungen über den Gebrauchswert dieser makellosen, fleischigen
Schwammerln gehen sehr stark auseinander in den einschlägigen Büchern. Von
"kein Speisepilz", "mäßig gut", über "bedingt
eßbar" und "eßbar, aber abbrühen" bis zu
"ausgezeichneter Speisepilz" kann man so ziemlich alles über die
Herbstblattln lesen. Individuelle Unverträglichkeiten scheinen ein wenig
den Ruf des Pilzes ruiniert zu haben.
Ich habe eine kleinere Portion relativ kurz geschmort verkostet, mein Urteil:
Geschmacklich sicher kein Überflieger, aber absolut brauchbar. Ich denke,
mit entsprechender Phantasie beim Zubereiten bzw. Konservieren läßt sich
durchaus was anfangen mit den Herbstblattln. Sie lassen sich im übrigen
hervorragend trocknen und machen kaum Arbeit.
Wie ist eure Meinung zur Nebelkappe? Wer hat schon Erfahrung damit?
Neugierig,
Interhias

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Re: Herbstblattln/Nebelkappen

Barbara, (vor 9520 Tagen) @ Katja Tödter

Wenn man die Zeitschrift "Der Tintling" liest, muß man leider zu
dem Schluß kommen, die Nebelkappen besser nicht zu essen. Ich habe sie
auch schon zubereitet und fand's bäh! Vielleicht ist der Geschack
standortabhängig und die Verträglichkeit bei jedem verschieden. Ich lasse
es lieber.
Katja

Ich habe diesen Pilz mittlerweile oft gegessen und meine Freundin ebenfalls. Magenbeschwerden oder andere Beschwerden hatte ich keine. Den Geruch vor dem Kochen finde ich echt ekelhaft. Das wirkt sich aber nicht auf den Geschmack und den Geruch nach dem Kochen aus. Für die die den Pilz nicht vertragen haben: Vielleicht habt ihr ihn zu wenig gekocht. In der Literatur steht ja mindestens 20 Minuten mit viel Wasser kochen und das Wasser dann wegschütten. Das mach ich dann auch immer + kräftig braten. Dann ist gegen den Pilz nichts einzuwenden.

Guten Appetit

Barbara

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Re: Herbstblattln/Nebelkappen

Uli Prokop, (vor 9527 Tagen) @ interhias

Servus beineinander!
In meinen Schwammerlngründen sind vor kurzem Hebstblattln/Nebelkappen in
ziemlich großer Menge aufgetaucht (an Buchenwaldrändern in dicker
Laubstreu).

Hallo und servus!

so wie du sagst, kein Überflieger, aber als Massegeber in einem Mischpilzgericht auf alle Fälle brauchbar; manche stören sich am Geruch, aber der verschwindet nach dem ersten Erhitzen.
Also "bäh..." würd ich wirklich nicht sagen.

Bei uns hab ich noch keine gesehen.

grüße.

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Re: Herbstblattln/Nebelkappen

Frank Adam, (vor 9526 Tagen) @ interhias

Servus beineinander!
In meinen Schwammerlngründen sind vor kurzem Hebstblattln/Nebelkappen in
ziemlich großer Menge aufgetaucht (an Buchenwaldrändern in dicker
Laubstreu).
Die Meinungen über den Gebrauchswert dieser makellosen, fleischigen
Schwammerln gehen sehr stark auseinander in den einschlägigen Büchern. Von
"kein Speisepilz", "mäßig gut", über "bedingt
eßbar" und "eßbar, aber abbrühen" bis zu
"ausgezeichneter Speisepilz" kann man so ziemlich alles über die
Herbstblattln lesen. Individuelle Unverträglichkeiten scheinen ein wenig
den Ruf des Pilzes ruiniert zu haben.
Ich habe eine kleinere Portion relativ kurz geschmort verkostet, mein Urteil:
Geschmacklich sicher kein Überflieger, aber absolut brauchbar. Ich denke,
mit entsprechender Phantasie beim Zubereiten bzw. Konservieren läßt sich
durchaus was anfangen mit den Herbstblattln. Sie lassen sich im übrigen
hervorragend trocknen und machen kaum Arbeit.
Wie ist eure Meinung zur Nebelkappe? Wer hat schon Erfahrung damit?
Neugierig,
Interhias

Hallöle,
als ich noch in Berlin wohnte, fand ich eines schönen Herbsttages in der Nähe des Grossen Fensters (See) eine stattliche Menge an Nebelkappen. Mitgenommen, zubereitet und mit den Schwiegereltern verspeist. Der Geschmack störte ein wenig, war aber etwas überlagert von dem unvermeidlichen Speck, der in Schwiegerelterns Küche an allen Pilzen nicht fehlen darf. Nächsten Tag hatten Schwiegereltern Durchfall und Magenkneifen. Meine Frau und ich komischerweise nicht! Habe daraufhin alles durchgelesen, was mir an Geschriebenem zu diesem Pilz zur Verfügung stand und musste feststellen, das die Möglichkeit bestand, daß die Pilze nicht genügend gegart waren und somit Magenbeschwerden verursacht hatten.
Jahre später gab es eine Schwemme dieser Pilze in Südhessen.Mein bester Freund aus Heidelberg und ich sammelten jeder ca. zwei Kilo, die frisch aus dem Wald blanchiert (in wallendem Wasser gegart), sofort eingefroren wurden.
Dabei blieb nicht sehr viel übrig! Dieser Rest wurde von meinem Freund eine Woche später aus der Truhe dierekt in die heisse Pfanne gehauen und nach allen Regeln der Kunst zubereitet. Später am Tel. berichtete er mir, dass alle Mitessenden nach ca. drei Stunden Magenschmerzen hatten und die Kinder Durchfall.
Seit diesen Erfahrungen lasse ich diese Pilze stehen,wenngleich sie sehr appetitlich aussehen. Der Geruch dennoch erinnert sehr an den Geschmack, und wer mit diesem Geschmack schlechte Erfahrungen gemacht hat, den verschreckt dann auch der Geruch.
Gruss: Frank Adam

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Geruch

Birgit, (vor 9526 Tagen) @ interhias

Hallo Interhias,

auch hier tauchen die Dinger in größeren Mengen im Nadelwald auf. Ich laß sie stehen, weil ich den Geruch widerlich finde.
Inkonsequent bin ich dann allerdings bei den anderen Lepistas (Nuda und Personata), da zumindestens der personata ebenfalls in der Pfanne einen ähnlichen Geruch entwickelt, der sich aber Gott sei Dank nichjjt auf den Gescmack auswirkt.

Gruß

Birgit

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Re: Geruch

ralph, (vor 9526 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit!

Hier ist immer wieder von dem eigenartigen bis widerwärtigen Geruch und Geschmack der Nebelkappe zu lesen. Zwar kenne ich den Geschmack dieses Pilzes nicht, aber sein Geruch stieg mir im Wald bislang auch nicht unangenehm in die Nase. eher roch er so wie die meisten Pilze, eben unauffällig pilzig. Vielleicht fehlen mir ja nur die entsprechenden Geruchsrezeptoren.

Lepista nuda, seit diesem Jahr einer meiner Lieblingspilze, entwickelt beim scharfen Anbraten auch eher einen würzigen, appetitanregenden Duft.

Kannst Du (oder auch andere Forumsteilnehmer) den typischen Nebelkappengeruch beschreiben ?

Interessiert
Ralph

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Re: Geruch

Uli Prokop, (vor 9525 Tagen) @ ralph

Kannst Du (oder auch andere Forumsteilnehmer) den typischen Nebelkappengeruch
beschreiben ?

der geruch von l. nebularis wird in der literatur äußerst unterschiedlich beschrieben - was sich ja auch in den meinungen der forumsteilnehmer widerspiegelt.

ich find ihn nicht unbedingt angenehm, würd ihn am ehesten als süßlich parfümiert beschreiben. ein typischer, aromatischer pilzgeruch ist es jedenfalls für mich nicht. ( auch den mehlartigen beiton, der oft beschrieben wird, kann ich nicht bestätigen )- vielleicht variieren pilzgerüche auch standortsabhängig. ( ? )
trotzdem verwende ich ihn, allerdings nur in kombination mit wirklich würzigen pilzen ( z. b. herbsttrompeten, semmelstoppelpilzen ).

grüße aus einer föhngeplagten steiermark. ( heute 26° )

uli

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Re: Geruch

Uli Prokop, (vor 9525 Tagen) @ ralph

Kannst Du (oder auch andere Forumsteilnehmer) den typischen Nebelkappengeruch
beschreiben ?

hallo und servus,

der geruch von l. nebularis wird in der literatur äußerst unterschiedlich beschrieben - was sich ja auch in den meinungen der forumsteilnehmer widerspiegelt.

ich find ihn nicht unbedingt angenehm, würd ihn am ehesten als süßlich parfümiert beschreiben. ein typischer, aromatischer pilzgeruch ist es jedenfalls für mich nicht. ( auch den mehlartigen beiton, der oft beschrieben wird, kann ich nicht bestätigen )- vielleicht variieren pilzgerüche auch standortsabhängig. ( ? )
trotzdem verwende ich ihn, allerdings nur in kombination mit wirklich würzigen pilzen ( z. b. herbsttrompeten, semmelstoppelpilzen ).

grüße aus einer föhngeplagten steiermark. ( heute 26° )

uli

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Re: Herbstblattln/Nebelkappen

Matthias, (vor 9525 Tagen) @ interhias

hallo interhias

wir sind seit jahren auf der suche nach standorten von herbsttrompeten, haben aber leider außer im saarland keine fundorte ausmachen können und auch die mengen dort waren nicht geschmacklich zu deuten. wo können wir welche finden?

Matthias

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Herbsttrompeten?

interhias ⌂, (vor 9522 Tagen) @ Matthias

hallo interhias
wir sind seit jahren auf der suche nach standorten von herbsttrompeten, haben
aber leider außer im saarland keine fundorte ausmachen können und auch die
mengen dort waren nicht geschmacklich zu deuten. wo können wir welche
finden?
Matthias

Servus Namensvetter!

Von Herbsttrompeten war eigentlich nicht die Rede, Herbstblattln sind Nebelkappen. Aber irgendwo müßtest du doch Herbsttrompeten auftreiben können, ich habe nicht den Eindruck, daß sie selten sind.
Meiner Erfahrung nach wachsen die Herbsttrompeten am liebsten in der Laubstreu unter Buchen, - zugegeben, es ist nicht ganz einfach, sie zu entdecken, wenn man aber erstmal eine erspäht hat, merkt mann ziemlich bald, daß die ganze nähere Umgebung damit besetzt ist.

Interhias

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Re: Herbsttrompeten?

Matthias, (vor 9521 Tagen) @ interhias

Hallo Interhias,

bedankt für die Kommentierung. Und dennoch, hier im Westfälischen ist uns trotz intensivster Suche noch keine Herbsttrompete ins Netz gegangen.

Gruß (wahrscheinlich mehr in Richtung Süden)

Matthias