Schnitt
Hallo Hans-Jürgen!
Danke für Deine schnelle Antwort. Mit "Schnitten" habe ich einfach
nachgefragt wie Du den Winzling (siehe Bild) präpariert hast - einfach so
auf das Trägerglas gelegt, gequetscht o. doch geschnitten?
Nachfolgendes Bild habe ich vorigen Oktober auf einer mykologischen
Arbeitswoche im Waldviertel gemacht - Spinellus fusiger auf Mycena crocata
(Gelborangemilchender Helmling).
Abgesehen von der phantastischen Qualität Deiner Bilder ist vorallem auch die
Auswahl und Entwicklung ein Lehrbeispiel.
Liebe Grüße aus Wiener Neustadt
Hans
Hallo Hans,
die winzigen Sporangiophoren muss man glücklicherweise überhaupt nicht schneiden (das Schneiden kleinster Objekte ist ja so eine Sache für sich ...). Ich habe sie lediglich vorsichtig mit einer Pinzette aus dem Pilzhut gezupft und dann (zunächst ohne jedes Quetschen) einfach in Wasser präpariert. Dabei sind mir einige - wie man auf den Aufnahmen sieht - an der Haltestelle auch umgeknickt. So - also ohne jeden Druck aufs Deckglas - habe ich die ersten Aufnahmen mit den noch intakten Sporangien gemacht, erst dann ein wenig nachgedrückt - und schon platzten die Peridien, wie erwartet. Man muss an der Aperturblende (und an allen möglichen anderen Vorrichtungen) ein bisschen spielen, bis man das rechte Verhältnis aus Schärfentiefe und Auflösung hat.
Dass die Qualität meiner Bilder bei den Spezialisten so gut ankommt, freut mich aus einem ganz besonderen Grund: Ich habe das Mikroskop gerade erst zwei Wochen zum Testen hier gehabt und war mir gar nicht sicher, ob ich es behalten soll. Nun weiß ich wenigstens, was Sache ist (übrigens ein "Billig"import aus China, also keineswegs eines der großen Vier).
Herzliche Grüße vom Blutsee
Hans-Jürgen