Noch ein Isar-Täubling (8 Fotos) *PIC*

interhias ⌂, (vor 7411 Tagen)

Servus,

den folgenden Täubling, gefunden im Kalk-Buchenwald an der Isar an einer wärmebegünstigten, gut besonnten Stelle, habe ich als R. maculata, den Gefleckten Täubling, bestimmt. Da ich die Art aber nicht kenne, wär's kein Wunder, wenn ich daneben liege.

Fotos und Beschreibung:
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Beschreibung:
Hut: 2,5-7 cm breit, etwas schmierig bis schwach klebrig, Huthaut schlecht ablösbar, nur am Rand, maximal bis zur Hälfte, rot, vor allem im Zentrum ockerlich ausblassend, das junge Exemplar creme bis blassocker und nur rötlich überhaucht; Stiel: bis 7 cm lang, bis 3 cm breit, jung voll, alt wattig ausgestopft, weiß, bisweilen deutlich rötlich überhaucht und stellenweise rostfleckig; Lamellen: gedrängt, ziemlich dick, am Grund aderig verbunden, jung cremeweiß, alt cremegelb, in der Aufsicht mit orangeockerfarbenem Schein; Fleisch: weiß, an Fraßstellen bräunend; Geruch: angenehm obstartig; Geschmack: Hutfleisch mild, angenehm obstartig, nach längerem Kauen pikant, aber nicht brennend, Lamellen sofort deutlich scharf; HDS: Pileozystiden: in SV dunkelgrau, schlangenförmig, meist mit keulig verdickten Enden, manchmal 1-2x septiert, 60-110 x 4-8; Haare: zylindrisch, an der Spitze verjüngt, aber abgerundet, verzweigt, bisweilen etwas knorrig, wellig, Länge der Endzellen 9-35 µm, intrazellulär orangerot pigmentiert (fleckig, keine Inkrustationen); keine Primordialhyphen mit Inkrustationen beobachtet; Sporen: rundelliptisch, isoliert grobwarzig, mit wenigen kurzen Graten und vereinzelten feinnetzigen Verbindungen, in Melzer mit auffallender, grauer (amyloider) Plage, Ornament ca. 0,5-0,8 vorstehend, 9,3 x 8,4 (8-10 x 7,5-9), Q=1,1 (1-1,2); Sporenpulver: dottergelb, IVc bzw. 60Y28M; Chemie: FeSO4 auf Stieltrama: negativ, beim Eintrocknen blass graugrünlich verfärbend;

Mikros:
Pileozystiden in Wasser:
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Pileozystiden und Haare in Wasser:
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Sporen in Melzer:
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Würde mich über eure Einschätzung freuen!

Gruß aus München
Hias

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Re: Noch ein Isar-Täubling (8 Fotos) *PIC*

Jochen Girwert, (vor 7411 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

Deine Beiträge sind eine wirkliche Bereicherung und gefallen mir sehr gut. Kompliment!
An maculata mag ich hier nicht so recht glauben. So wie ich die Art kenne, ist der Hut in der Regel tatsächlich gefleckt und insgesamt von hellerem Orangerot. Bei Bon lese ich noch schnell, dass der Stiel ausnahmsweise rot überhaucht sein kann und ich finde, dass der Stiel Deines Pilzes doch recht deutlich rot gefärbt ist. Außerdem sollte FeSO4 doch nicht zu einer Grünfärbung führen. Anbei drei Aufnahmen von mir. Natürlich denke ich, kann maculata auch mal ziemlich dunkel ausfallen; weiß nicht, was andere Quellen über die FeSO4-Reaktion schreiben. (Natürlich ahne ich schon den Aufschrei einiger Forumsteilnehmer, wonach die Chemie sowieso unzuverlässig sei. Persönlich habe ich aber damit gute Erfahrungen gemacht.)

Alles Gute, Jochen.

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Servus,
den folgenden Täubling, gefunden im Kalk-Buchenwald an der Isar an einer
wärmebegünstigten, gut besonnten Stelle, habe ich als R. maculata, den
Gefleckten Täubling, bestimmt. Da ich die Art aber nicht kenne, wär's kein
Wunder, wenn ich daneben liege.
Fotos und Beschreibung:


Beschreibung: Hut: 2,5-7 cm breit, etwas schmierig bis schwach klebrig,
Huthaut schlecht ablösbar, nur am Rand, maximal bis zur Hälfte, rot, vor
allem im Zentrum ockerlich ausblassend, das junge Exemplar creme bis
blassocker und nur rötlich überhaucht; Stiel: bis 7 cm lang, bis 3 cm
breit, jung voll, alt wattig ausgestopft, weiß, bisweilen deutlich rötlich
überhaucht und stellenweise rostfleckig; Lamellen: gedrängt, ziemlich
dick, am Grund aderig verbunden, jung cremeweiß, alt cremegelb, in der
Aufsicht mit orangeockerfarbenem Schein; Fleisch: weiß, an Fraßstellen
bräunend; Geruch: angenehm obstartig; Geschmack: Hutfleisch mild,
angenehm obstartig, nach längerem Kauen pikant, aber nicht brennend,
Lamellen sofort deutlich scharf; HDS: Pileozystiden: in SV dunkelgrau,
schlangenförmig, meist mit keulig verdickten Enden, manchmal 1-2x
septiert, 60-110 x 4-8; Haare: zylindrisch, an der Spitze verjüngt, aber
abgerundet, verzweigt, bisweilen etwas knorrig, wellig, Länge der
Endzellen 9-35 µm, intrazellulär orangerot pigmentiert (fleckig, keine
Inkrustationen); keine Primordialhyphen mit Inkrustationen beobachtet;
Sporen: rundelliptisch, isoliert grobwarzig, mit wenigen kurzen Graten
und vereinzelten feinnetzigen Verbindungen, in Melzer mit auffallender,
grauer (amyloider) Plage, Ornament ca. 0,5-0,8 vorstehend, 9,3 x 8,4 (8-10
x 7,5-9), Q=1,1 (1-1,2); Sporenpulver: dottergelb, IVc bzw. 60Y28M;
Chemie: FeSO4 auf Stieltrama: negativ, beim Eintrocknen blass
graugrünlich verfärbend;
Mikros: Pileozystiden in Wasser:
Pileozystiden und Haare in Wasser:

Sporen in Melzer:

Würde mich über eure Einschätzung freuen!
Gruß aus München
Hias

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Re: Noch ein Isar-Täubling (8 Fotos) *PIC*

Piwo, (vor 7411 Tagen) @ interhias

Servus,
den folgenden Täubling, gefunden im Kalk-Buchenwald an der Isar an einer
wärmebegünstigten, gut besonnten Stelle, habe ich als R. maculata, den
Gefleckten Täubling, bestimmt. Da ich die Art aber nicht kenne, wär's kein
Wunder, wenn ich daneben liege.

hallo Hias,

zur Klärung deines Problems kann ich nur wenig beitragen, da ich die Art erst zweimal in der Rhön gefunden habe. Sie wurden bestimmt von W. Jurkeit. Das erste Bild zeigt einen der Rhönfunde

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Der Täubling des nächsten Bildes ist zwar auch deutlich gefleckt, es ist aber eindeutig ein Hainbuchentäubling

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und um die Vielfalt vieler Täublinge zu zeigen hier noch ein drittes Bild, das ebenfalls einen Hainbuchentäubling zeigt.

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ein schönes Wochenende wünscht

Piwo

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Re: Noch ein Isar-Täubling (8 Fotos)

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7411 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

wie schon erwähnt, sind die Bilder nicht typisch für maculata. Aber es sind sehr junge Exemplare, und mit dem gelben Sporenpulver könnte das schon diese Art sein. auch die Mikromerkmale stimmen. Einhellinger betont die Variabilität der Hutfarben, der Rosatönung des Stiels und der Schärfe.
Da bin wohl ich gemeint mit der Skepsis der Reagentien: Nun, einige kann man schon gebrauchen, aber ich weiss gerade vom FESO4, dass ein Glas, frisch von einem Laboranten zubereitet, gerade einmal etwa die "Halbwertszeit" eine Woche hatte...
Mit vielen Grüssen, Markus

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Re: Noch ein Isar-Täubling (8 Fotos)

interhias ⌂, (vor 7409 Tagen) @ Piwo

zur Klärung deines Problems kann ich nur wenig beitragen, da ich die Art erst
zweimal in der Rhön gefunden habe. Sie wurden bestimmt von W. Jurkeit. Das
erste Bild zeigt einen der Rhönfunde

Hallo Wolfgang, Markus und Jochen,

danke für eure Stellungnahmen. Wenn ich gewusst hätte, dass Werner Jurkeit ausgerechnet am Tag nach meinem Fund in den Pilzverein kommt, hätte ich jetzt kein Problem mehr.

So bleibe ich vorläufig mal bei R. maculata mit dickem Fragezeichen, denn ich habe keine vernünftige Alternative in den Schlüsseln gefunden.
Mal sehen, vielleicht zeigt sich am gleichen Standort irgendwann mal ein typisches Exemplar.

Beste Grüße
Hias