Historische Wetterfrage

pilzmel ⌂, (vor 7397 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,
die gestern gefallenen wenigen Regentropfen animierten mich zu diesem Posting.
Einleitend die hiesige Situation: Lt. Presse sind in den letzten 6 Wochen 10 mm Niederschlag niedergeschlagen, verteilt auf einige winzige, wirkungslose Schauerchen. Persönlich weiß ich, daß seit Pfingsten fast 100%-ige Dürre herrscht, meist über der 30-Grad-Marke. Mein Garten verwandelt sich systematisch in ein Exsikkat, und nach zwei, drei Schritten wünsche ich mir dürstend, die Evolution hätte den Menschen etwas sukkulenter gestaltet. Ach nee, die hatte bei mir ja Erfolg. Sagt die enge Verwandtschaft. Mit letzterer und weiterer habe ich drüber philosophiert, wieso es eigentlich ständig Meldungen über Unwetter, Starkregen, Hagel etc. gibt, aber die früher (!) gehaßten Regentage ausbleiben. Neuerdings kommt der Segen geballt, heftig und lokal verheerend. Ich kann tatsächlich nicht sagen, wann es letztmalig Schusterjungen regnete, d.h. ein paar Tage am Stück gemütlich bis heftig, aber kerzengrade runter. Spielt mir der galoppierende Alzheimer einen Streich oder ist das Wetter tatsächlich anders als in der guten alten Zeit (mit Regen)?
Trockene Grüße! Pilzmel

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sehr genial

saibling, (vor 7397 Tagen) @ pilzmel

Hallo Pilzmel,

die Erinnerung an den letzten Regen ist mittlerweile auch
aus meinem Hirn verdunstet. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Für diesen Satz:

Mein Garten
verwandelt sich systematisch in ein Exsikkat, und nach zwei, drei
Schritten wünsche ich mir dürstend, die Evolution hätte den Menschen etwas
sukkulenter gestaltet.

hättest du meiner Meinung nach einen Literaturpreis verdient.
Was hab ich gelacht. You made my Day!
Danke dafür.

Liebe Grüße
christian

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Re: Historische Wetterfrage

Jochen Girwert, (vor 7397 Tagen) @ pilzmel

Hallo Pilzmel,

die gute alte Zeit gab es vielleicht nie, sondern nur die selektive Erinnerung. Ich kann mich erinnern, wie sich mein Vater ereifert hat, als ihm Leute einreden wollten, "seit dem die auf dem Mond waren, ist das Wetter nicht mehr so wie früher". Aber wer weiß, vielleicht ist es ja wirklich so.
Niederschlag an drei Tagen hintereinander gab es nach meinen inoffiziellen Messungen am 26.5. (15 mm) + 27.5. (7 mm) + 28.05. (3 mm).

Alles Gute, Jochen.

Hallo Pilzfreunde,
die gestern gefallenen wenigen Regentropfen animierten mich zu diesem
Posting.
Einleitend die hiesige Situation: Lt. Presse sind in den letzten 6 Wochen 10
mm Niederschlag niedergeschlagen, verteilt auf einige winzige,
wirkungslose Schauerchen. Persönlich weiß ich, daß seit Pfingsten fast
100%-ige Dürre herrscht, meist über der 30-Grad-Marke. Mein Garten
verwandelt sich systematisch in ein Exsikkat, und nach zwei, drei
Schritten wünsche ich mir dürstend, die Evolution hätte den Menschen etwas
sukkulenter gestaltet. Ach nee, die hatte bei mir ja Erfolg. Sagt die enge
Verwandtschaft. Mit letzterer und weiterer habe ich drüber philosophiert,
wieso es eigentlich ständig Meldungen über Unwetter, Starkregen, Hagel
etc. gibt, aber die früher (!) gehaßten Regentage ausbleiben. Neuerdings
kommt der Segen geballt, heftig und lokal verheerend. Ich kann tatsächlich
nicht sagen, wann es letztmalig Schusterjungen regnete, d.h. ein paar
Tage am Stück gemütlich bis heftig, aber kerzengrade runter. Spielt mir
der galoppierende Alzheimer einen Streich oder ist das Wetter tatsächlich
anders als in der guten alten Zeit (mit Regen)?
Trockene Grüße! Pilzmel

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Re: Historische Wetterfrage

zuehli ⌂, (vor 7397 Tagen) @ pilzmel

Neuerdings kommt der Segen geballt, heftig und lokal verheerend.

In der Tat. Gestern ist bei uns der ganze Jahresniederschlag innerhalb von zwei Stunden runtergekommen.

Don´t worry, die nächste Eiszeit kommt bestimmt...

Gruß Harald

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... das Wetter wiederholt sich!

Blausprödler, (vor 7397 Tagen) @ pilzmel

Hallo Pilzfreunde,

ich glaube, dass sich das Wetter immer wiederholt. Zumindest in so Zeiträumen von einigen tausend Jahren. lt. Aufzeichnungen gab es auch früher Unwetter ... und was auch immer.

Ein gutes Beispiel besagt der 100 jährige Kalender ...

hier ein Link dazu:

http://www.bauernregeln.net

Gruß

Wolfgang

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ab in die Gobi

interhias ⌂, (vor 7397 Tagen) @ pilzmel

Servus Pilzmel,

vielleicht solltest du deinen Garten herbarisieren und zu Zuehli auswandern. Oder in die Wüste Gobi, dort wüsstest du wenigstens, warum es nicht regnet.

Auch die bayerische Landeshauptstatt wird derzeit von den blauen Flecken des Regenradars zwar umzingelt aber konsequent gemieden. Gestern wollte es nicht einmal in meinen Erdäpfelsalat hineinregnen, als ich ihn in den Garten hinausstellte, ein Trick, der sonst immer funktioniert.

Möglicherweise ist das die Rache für Bruno. Schnappi ist schuld, dass es nicht mehr regnet.

Ich überlege, ob ich meine Stöckli-Dörrgerät wegschmeißen oder bei Ebay verscherbeln soll.
Meine letzte Pilzexkursion habe ich in ein Bachbett verlegt. Im Normalfall würde einen dieser Bach wegspülen, aber zur Zeit ist er begehbar und der bequemste Weg, die Brombeeren zu umgehen.

Was soll's, nie aufgeben. Jetzt gehe ich Pilze suchen, vielleicht in ein Moor.

Gruß aus München
Hias

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Re: ab in die Gobi

AK_CCM, (vor 7397 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

das mit dem Moor haben wir Augsburger uns auch schon gedacht - am Dienstag klappern wir Mal bei uns in der Ecke ein paar der feuchten Stellen ab - so oder so ein interessantes Biotop.

Übrigens hat es heute bei mir in Mertingen wenigstens ein paar Tropfen geregnet und vor allem abgekühlt - wünsche euch ebenfalls etwas von dem kühlen Nass und nen Haufn Schwammerl!

Gruß, Andreas

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Re: ab in die Gobi

Frank H., (vor 7397 Tagen) @ AK_CCM

Also bei uns hier an der Oberen Lahn war gestern ein Unwetter, das sich gewaschen hatte. Gute drei Stunden satte Regenfälle, danach nochmals drei Stunden Landregen. Ob´s was gebracht hat, werde ich heute nachmittag erkunden. Aber die Häufung der Unwetter die lokal begrenzt sind, ist in den letzten Jahren schon auffällig geworden. Oder man beachtet sie aufgrund der Klimadiskussion eher. Ich habe jedenfalls den Eindruck, das in unserem Raum die Gewitter früher heftiger, dafür aber bei weitem nicht so zahlreich waren. Bin mal gespannt was heute zu finden ist. Und nächste Woche soll´s ja richtig verbreitet regnen und recht kühl werden.

Gruß, Frank

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ab in die Gobi

interhias ⌂, (vor 7397 Tagen) @ pilzmel

Servus Pilzmel,

vielleicht solltest du deinen Garten herbarisieren und zu Zuehli auswandern. Oder in die Wüste Gobi, dort wüsstest du wenigstens, warum es nicht regnet.

Auch die bayerische Landeshauptstatt wird derzeit von den blauen Flecken des Regenradars zwar umzingelt aber konsequent gemieden. Gestern wollte es nicht einmal in meinen Erdäpfelsalat hineinregnen, als ich ihn in den Garten hinausstellte, ein Trick, der sonst immer funktioniert.

Möglicherweise ist das die Rache für Bruno. Schnappi ist schuld, dass es nicht mehr regnet.

Ich überlege, ob ich meine Stöckli-Dörrgerät wegschmeißen oder bei Ebay verscherbeln soll.
Meine letzte Pilzexkursion habe ich in ein Bachbett verlegt. Im Normalfall würde einen dieser Bach wegspülen, aber zur Zeit ist er begehbar und der bequemste Weg, die Brombeeren zu umgehen.

Was soll's, nie aufgeben. Jetzt gehe ich Pilze suchen, vielleicht in ein Moor.

Gruß aus München
Hias

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Mist, hat sich selbst verdoppelt ... ignorieren! *oT*

interhias ⌂, (vor 7397 Tagen) @ interhias

- kein Text -

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Ergänzung

pilzmel ⌂, (vor 7396 Tagen) @ pilzmel

Hallo Pilzfreunde,
aus euren Meldungen ersehe ich, daß Wetterkapriolen offenbar flächendeckend präsent sind. Hier hat es heute früh gegen halb vier Uhr begonnen, heftig zu regnen. Zwei Stunden lang, und natürlich, wie gehabt, von Getöse begleitet. Sag ich ja: Es gibt keinen Regen mehr, sondern nur noch Unwetter. Anschließend machten sich Sonne und Wind ans Werk, und zu Mittag war alles wieder staubtrocken. Hier existiert ja kein speichernder Wald oder gar lustig quellende Bächlein im Tal (Täler hat´s ja auch nicht).
Vor 30 Jahren verlief der Juli ähnlich! Allerdings mit der Konsequenz, daß Trinkwasser knapp wurde und als Getränke Malzkaffee und Syrupzeugs herhalten mußte. In der Presse las man so gewaltige Sätze wie: "...Die Industriebetriebe werden aufgefordert, ohne Einschränkung der Produktion weitere Einsparungen von Trinkwasser durch Verwendung und Zuschaltung aller betriebseigenen Brunnen und Wassererfassungen zu gewährleisten. Rat des Kreises Karl-Marx-Stadt"
Beste Grüße! Pilzmel