Re: 2 Problem-Röhrlinge aus Thüringen vom letzten
Hallo Andreas (und natürlich hallo Jürgen),
ich habe mit dem Kiefernsteinpilz auch keine Probleme. Mir ist eine
Aufsammlung unter Eiche auf saurem Boden bekannt. Die Steinpilze können
immer mal fremdgehen. In den Alpen wächst bisweilen Boletus aestivalis
(Sommersteinpilz) im reinen Fichtenwald ohne Laubbäume; Boletus edulis
s.str. kann auch ohne Fichte wachsen (in Skandinavien bei Birke, in
Italien bei Esskastanie usw.).
Zu dem Suillus sage ich nichts. Da müsste man wirklich ausgewachsene
Exemplare haben. Hybridbildung: warum nicht? Die Sporenpulverfarbe wäre
interessant, da sich meines Wissens (ich mache fast nix mit Suillus) die
Sporenabwürfe vom Goldröhrling und Grauen Lärchenröhrling unterscheiden:
Goldröhrling --> olivbraun
Grauer Lärchenröhrling --> rein braun ohne Olivtöne
Drum haben manche Amis die Gattung Fuscoboletinus von Suillus abgetrennt (um
die reinen Braunsporer abzutrennen). Lass doch alle drei mal aussporen
(also typische als Kalibrierung und den vermeintlichen Hybrid zum
Vergleich).
Auf alle Fälle ein interessanter Fund! Schön wäre eine genaue Dokumentation.
LG
Christoph
Hallo Christoph,
ja, ich hoffe, dass wir den Suillus am Montag wiederfinden. Da sind wir mit dem nächsten Kurs wieder in diesem Waldstück. Dummerweise weiß ich nicht genau wo die standen, denn sie tauchten erst im Arbeitsraum aus den Tiefen eines Korbes auf *HEUL*
Sommersteinpilz unter Fichte kenne ich aus dem Schönbuch, allerdings eine ca. 15-20 jährige Aufforstung auf ehemaligem Laubwaldgebiet. Dort drin hatte z.B. auch Lactarius evosmus und Russula decipiens "überlebt".
beste Grüße,
Andreas