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Re: Wachstum der Pilze

Andreas ⌂, (vor 7091 Tagen) @ Werner

Hallo,

Laubwald-Pfifferlinge sind zumindest eine eigene Varietät, eher aber eine eigene Art. Sie wird generell kräftiger als der Echte Pfifferling, das hat also nichts mit irgendeiner Laubauflage zu tun. Zumal im Schönbuch die Laubwald-Pfifferlinge auf nahezu bewuchsfreiem Lehmboden wachsen und somit keinerlei "Zwang" hätten, größer als im Nadelwald wachsende zu werden.
Übrigens wird der Amethyst-Pfifferling tendenziell auch größer als der Echte Pfifferling.

Natürlich sind das keine Trennmerkmale, die man als alleiniges bestimmungskriterium hernehmen kann. Aber ein zusätzlicher Hinweis ist es trotzdem.
Größe von Pilzfruchtkörpern ist sicherlich, wie Werner sagt, eine Frage der äußeren Bedingungen, sowohl was den Standort selbst betrifft, als auch was die klimatologischen Parameter angeht. Daher gibt es immer Zwerge und Riesen, die aus dem normalen Rahmen fallen. Auch wenn Größenangaben nicht selten eine Rolle spielen, und erfahrene Pilzfreunde oft eine bestimmte Art aufgrund von Größe/Kleinheit ausschließen können, so tauchen doch oft überraschende Über-/Untergrößen auf (Holzritterling mit 56 cm Hut, dagegen letztes Jahr nicht wenige Klumpfußarten hier mit Hut 3-4 cm).

Wer sich für die genaue Bestimmung von Pfifferlingen interessiert, der sollte ein besonderes Augenmerk auf eine mögliche Hutbereifung junger Exemplare legen (weißlich oder rosaviolett bereift oder amethystfarben schuppig?), die Färbung von Hut und Leisten genau notieren (Olivton, sattes Dottergelb, blasses Gelblichweiß, Weiß etc.) und vor allem eine etwaige rostgelbe Verfärbung an Druckstellen und die Verfärbungsgeschwindigkeit beobachten. Es gibt in Mittel- und Südeuropa einiges an Cantharellus- und Craterellusarten ....

beste Grüße,
Andreas

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