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Re: Verbreitungsatlas

Dirk, (vor 9423 Tagen) 155 Beiträge @ uli prokop

hallo allerseits,
ich kenne diese problematik von verschiedenen ornithologischen
verbreitungsatlanten - und in diesem bereich ist es vergleichsweise
einfach, anwesenheit und qualität der anwesenheit einer art festzustellen.
( in diesen quadranten, die man selbst ebenfalls sehr gut kennt, merkt
man, dass nicht alle angaben der eigenen erfahrung entsprechen ).
pilze, auch massenpilze, haben manchmal eine sehr kurze
fruktifikationsperiode, da können sie schon übersehen worden sein - obwohl
das gebiet gewissenhaft begangen wurde. oft können sie auch jahrelang in
einem gebiet ausbleiben, und erscheinen dann bei entsprechenden
klimatischen bedingungen wieder massenweise. ( ich z. b. fand den
narzissengelben wulstling in wäldern, die ich in der saison fast täglich
aufsuche in den letzten 10 jahren nur ganz vereinzelt. heuer war er neben
a. citrina und a. rubescens der häufigste wulstling ).
maßgebend ist auch der beobachtungszeitraum, und der erstreckt sich oft nur
über wenige jahre, weil die projekte eben geld kosten und weil die
ergebnisse aktuell sein sollten.
selber mitmachen wäre ein vorschlag, wenn man glaubt, über die nötige
fachliche qualifikation zu verfügen und die zeit dazu hat; eine wirklich
gute ortskenntnis erhöht die qualität der gelieferten ergebnisse sicher
sehr.

hallo uli,

daß viel Arten manchmal über Jahre ausbleiben ist mir schon klar, doch Arten wie Kahler Krempling oder Dickblättriger Schwarztäubling gibts in den mir bekannten Bereichen eigentlich die komplette Saison jährlich sehr zahlreich (und das sind wirklich nur zwei Bespiele).
Das mit A. gemmata finde ich verblüffend (hab ich nur ganz sporadisch gefunden). Ähnlich gehts mir in letzter Zeit mit dem Halskrausenerdstern (Geastrum triplex), den ich nie gefunden habe, seit einem Jahr in Nordrhein-Westfalen aber ständig.
Viel Grüße
Dirk

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