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Die neue Kamera - oder: Aller Anfang ist schwer

Melli, (vor 6651 Tagen) 450 Beiträge

Hallo zusammen,

eeeeendlich der erste große Pilzausflug mit der neuerworbenen Canon PowerShot A 650 IS (an dieser Stelle einen besonderen Gruß an alle Clubmitglieder *smile*) - und welche Freude, dass der Taunus pünktlich zu diesem Anlass aus seinem Pilzsommerschlaf erwacht ist und sich in Sachen Artenvielfalt von seiner großzügigen Seite zeigt.

Soweit die guten Voraussetzungen für unsere Expedition - die schlechte Seite war eindeutig das Wetter. Wolkenverhangener Himmel, heftige Regenschauer, die meiste Zeit ziemliche Finsternis unter dem Blätterdach. Große Herausforderungen an jede Kamera - und erst recht an ein Fotografengreenhorn wie mich. Nun, immerhin habe ich heute gelernt, was in der digitalen Fotografie das Phänomen "Bildrauschen" bedeutet.

Die Qualität der Fotos ist also noch weit, weit von dem entfernt, was ich irgendwann mal zu lernen hoffe. Aber ich kneife jetzt trotzdem nicht und stelle meine ersten Versuche hier ein, allein schon deshalb, weil mich die Pilzarten sehr interessieren. Profis, seid also bitte nachsichtig...

Ich fange mal mit den "Baumpilzen" an. Das hier (Nr. 1) müsste der Schmutzbecherling sein:

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Den hier (Nr. 2) kenne ich nicht - ich würde ja auf einen Wirrling tippen, aber das ist geraten:

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Und von unten:

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Ein weiterer mir nicht bekannter Baumpilz (Nr. 3):

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Einmal umgedreht:

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Und dann noch aus der Nähe:

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Nr. 4 finde ich besonders hübsch - wer kann mir den Namen sagen?

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Den hier (Nr. 5) habe ich schon des öfteren gesehen, aber auch ihn weiß ich nicht anzusprechen:

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Nr. 6 wuchs ebenfalls am umgestürzten Baumstamm, ist aber kein Hartpilz:

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Hier der Blick von unten:

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Immer noch auf Baumstumpf, nun aber ein ganz normaler Lamellenpilz, der heute alle paar Meter zu finden war (und den ich trotzdem nicht richtig scharf auf die Speicherkarte gebannt bekommen habe, grrr) - der Rehbraune Dachpilz (Nr. 7):

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Auch Nr. 8 fand ich auf totem Holz. Die Standortfotos sind unzumutbar, daher ein nachträglich aufgenommenes Bild - bei Kunstlicht in der Küche auch kein optischer Genuss, aber zu Bestimmungszwecken hoffentlich ausreichend. Wegen des knallig leuchtenden Orangetons keimte zunächst die Hoffnung auf, das könnte der Ölbaumpilz sein. Das Vorkommen in einer reinen Fichtenschonung und die gegabelten Lamellen entlarvten das jedoch als reines Wunschdenken. Wohl doch nur ein ganz normaler Falscher Pfifferling, oder (auch wenn ich den bisher nur in blasseren Farben gesehen habe)?

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Nr. 9 lässt keine Frage offen, das ist oder besser gesagt war der Tintenfischpilz, dessen Fruchtkörperdasein sich gerade dem Ende nähert:

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Nr. 10 gehört in eine ähnliche Schublade, ließ mich aber trotzdem ein bisschen stutzen - Hexeneier von Stinkmorcheln kurz vor dem Sich-Öffnen haben ja ein bisschen einen anderen Querschnitt, außerdem sieht man da die dunkle Schicht schon. Ist das hier einfach nur ein noch zu junges Exemplar?

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Nr. 11 gab es in Massen - den Knopfstieligen Büschelrübling. Auch da gelang mir in der Finsternis des Waldes kein anständiges Foto. Wenn´s erlaubt ist, möchte ich zu dem Frage der unbeliebten Sorte "K.m.d.e.?" stellen - dass man ihn theoretisch essen kann, weiß ich ja, aber hat den schon mal einer probiert? Wie schmeckt der?

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Und hier noch ein Foto:

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Ich sehe gerade, einen Holzbewohner habe ich vergessen. Damit ich die Nummerierung nicht nachträglich ändern muss, schiebe ich ihn als Nr. 12 hier ein. Eine Holzkeule - ich nehme an, die Vielgstaltige, oder? Wäre ein persönlicher Erstfund für mich.

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Hier ein hübsches Keulchen in Groß:

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Nr. 13 mag banal sein, aber ich werde auch die nächsten 10.000 Exemplare immer noch wunderschön finden. Der Fliegenpilz:

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In Jung gab´s den Gesellen auch (noch ganz grün, pardon gelb hiner den Ohren):

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Nr. 14 bildete zusammen mit dem Rehbraunen Dachpilz und dem Knopfstieligen Büschelrübling das Top3-Team der Massenpilze - der grünblättrige Schwefelkopf (meiner subjektiven Erfahrung nach kommen in freier Wildbahn auf einen graublättrigen gefühlte tausend grünblättrige, und ich probiere sie trotzig jedesmal aufs Neue - bäh):

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Nr. 15 ist zwar alles andere als selten, aber nichtsdestotrotz ein weiterer Erstfund für mich - das Judasohr:

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Nr. 16 habe ich in letzter Zeit öfters hier im Forum gesehen - das müsste Pholiota flammans sein, der Feuerschüppling (einer der wenigen Pilze, bei denen mir aus unerfindlichen Gründen immer zuerst der lateinische Name einfällt - am Ende fängt mein Hirn doch langsam an, auf "Schlau" umzustellen?):

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Schon mal Kompliment fürs Durchhalten an die, die es bis hierhin geschafft haben... ;-) Nr. 17 ist das vorletzte Exemplar. Die Gattung gibt es ja immer noch, aber ich dachte eigentlich, diese spezielle Art sei seit etwa 20 Jahren ausgestorben (kenne ich so nur aus meiner Kindheit):

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Hihi... das war Off-Topic. Jetzt aber nochmal zurück zu den Pilzen. Wenn meine Einschätzung zutrifft, ist Nr. 18 mein persönlicher Knaller von heute. In Großaufnahme sieht der Stiel ja erst mal nicht so recht rauhfüßig aus, aber wenn ich genau hinschaue und nachher auch den kleinen Bruder zu Rate ziehe, komme ich einfach zu keinem anderen Schluss. Im Schnitt verfärbt er langsam übers Rot-Bräunliche ins Schwarze. Fundort war Laubwald mit Eichen, Buchen und Hainbuchen. Die Poren waren ganz und gar gelb. Ist es möglich, dass ich da den Gelbporigen Rauhfuß gefunden habe...?

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So, geschafft für heute *puuuh*. Vielen Dank schon mal an alle, die dieses "Epos" (da ist die Pilzbegeisterung ein bisschen mit mir durchgegangen) ganz gelesen haben und mir vielleicht mit dem ein oder anderen Tipp weiterhelfen können.

Herzliche Grüße und noch ein schönes Wochenende
Melanie

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