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Re: Speisepilze 2008 bzw. Fragen zum Wachstum

Gábor, (vor 6587 Tagen) 3.965 Beiträge @ pfifferling3

Hallo Frank,

Die Witterung empfinde ich im Rückblick alles andere als passend, denn es war hier zeitweise doch sehr trocken.

Für mich war es hier in der Kölner Umgebung - hauptsächlich Bergisches Land und das Oberbergische - ein eher durchschnittliches Jahr, was die Speisepilzausbeute anbelangt.

Es gab zwar im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz so viele Steinpilze, jedoch konnten meine Maronenröhrlingsplätze auch heuer mit ordentlich knackigen, madenfreien Pilzen aufwarten. Und es gibt immmer noch ordentlich viele Birkenpilze hier.
Die Ausbeute bei Birkenpilzen ist natürlich sehr standortabhängig. In moorigen Gegenden sind sie häufig sehr labberig und weich. Hier kann man auf das Sammeln getrost verzichten, finde ich persönlich.
Hier jedoch habe ich sehr schöne trockene Plätze, an denen auch Birkenpilze schöne feste Fruchtkörper bilden.

Und neben Röhrlingen gab es diesjahr sogar für mein Empfinden überdurchschnittlich viele Täublinge. Insbesondere Russula violeipes war hier sehr verbreitet und zumindest bei mir stets willkommen.
Und ich fand auch das ganze Jahr über bemerkenswert viele Austernseitlinge.

Auf jeden Fall konnte ich hier heuer eine sehr große Artenvielfalt verzeichnen:
Beitrag 144284
Beitrag 144377

2008 ist für mich das Jahr der Stachelbärte und der sog. 'seltenen Röhrlinge'.
Letztere waren doch sehr zahlreich vertreten:

B. radicans und B. impolitus:
Beitrag 141806

B. appendiculatus:
Beitrag 143416

B. radicans würde ich im Übrigen durch seine Häufigkeit bedingt den RL3-Rang nicht mehr vergeben.

Und ich fand so viele Birkenreizker Lactarius volemus, wie in kaum einem anderen Jahr vorher.

Doch das ist etwas OT, da Du ja nach Speisepilzen fragtest...

LG, Gábor

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