Re: DNA-Analyse-Theoriefrage
Hallo Ditte,
Deine Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Aber auch an andere. Wird man eines Tages den Messfühler in den Pilz stecken und das Display zeigt den Pilznamen? Ich vermute, dass im Moment niemand sagen kann, ob so eine Technik mal allgemein verfügbar wird wie GPS und Handys. Allerdings vermute ich, dass die alten Feldmethoden nicht ganz verschwinden werden. Denn alle Lebewesen weichen voneinander genetisch irgendwie ab und ob eine genetische Abweichung zu erheblichen Abweichungen in den Lebewesen führt, wird man erst an dem Lebewesen selbst in Feld und Wald und unterm Mikroskop sehen. So vermute ich und verstehe es vorerst nicht besser: Man wird durch Vergleich mit den bekannten Analysebilder unterscheiden können, ob ein Sommer- oder Fichtensteinpilz vorliegt, aber nicht ob ein unbekanntes Analysebild zu einer neuen Art gehört. Das wäre ja allzu einfach: Messfühler rein und schon ist eine neue Art beschrieben.
Natürlich wäre es nett, wenn sich hier jemand äußern würde, der die modernen Analysemethoden schon mal Aug in Aug kennengelernt hat.
Alles Gute, Jochen.
Liebe Leute, ich habe mich angesichts der ständigen Um-Ordnungen von Pilzen
zu anderen Gattungen und Arten etc. und der diversen Uneinigkeiten
diesbezüglich schon mehrfach gefragt, was denn sein wird, wenn denn einmal
DNA-Analysen gang und gäbe und nicht mehr aufwendig sein werden (ist ja
schließlich denkbar, oder nicht?). Sind eure (im weitesten Sinne) jetzigen
Bestrebungen dann Schnee von gestern, weil man auf Knopfdruck
gewissermaßen festellen kann, wer zu wem gehört? Und denkt ihr, dass
dadurch sehr viel wieder über den Haufen geworfen werden wird, was ihr und
andere nun mühselig erarbeitet habt? Also ne Menge neuer Schlüssel nötig
sein werden? Und drittens: Wird dann auf Dauer noch so ein mühseliges
"Erarbeiten" einer Pilzbestimmung mit Frisch- und
Trockenmaterial nötig sein?
Bitte verzeiht mir, wenn es eine dumme Frage ist von einer
Nicht-Naturkundlerin ....
Herzlich
Ditte