Re: DNA-Analyse-Theoriefrage
Hallo Pascal,
Wie oben schon gesagt wurde, kann man Arten zum teil nicht anhand der
gentischen Informationen unterscheiden.
Ich glaube, dass diese Technik der genetischen Sequenz-Analyse oft missverstanden wird. Es geht nicht um "Bestimmung" sondern um "Vergleich".
Es werden lediglich verwandschaftliche Beziehungen her- und dargestellt. Dazu braucht es nur wenige Genabschnitte, die "stabil" genug sein müssen (hochkonservativ, nicht-codierend). Wollte man einen Organismus "bestimmen", würden solche "kurzen" Genabschnitte (ITS1/2 der rRNA z.B.) wahrscheinlich gar nicht ausreichen.
Die Arten, die genetisch überprüft werden, sind ja schon bekannt und bestimmt; es geht um die Einordnung in den phylogenetischen Stammbaum. Ich bezweifle auch schwer, ob das Kriterium der "guten Art" zukünftig nur "gen-statistischer" Natur sein wird; schließlich ist unsere Vorstellung einer Art auch mit sicht- und erfahrbaren Trennmerkmalen verbunden.
Grüßle
Juergen
p.s.: Ich finde es jedenfalls sauspannend was sich da bei den Pilzen gerade tut!