Pilze Pilze Forum
Erweitert

Re: Spätschäden von Borreliose

Birgit, (vor 9266 Tagen) 2.644 Beiträge @ DieterB

Hallo Dieter

das Problem ist halt, daß wahrscheinlich die Mehrzahl der Zeckenbisse mit
Borrelien-Übertragung keine typische Wanderröte macht.

Es gibt wohl einige Fälle, wo die typische Wanderröte überhaupt nicht entsteht. Wie gesagt, es reicht schon ein kreisrunder hellroter Fleck von zwei Zentimetern aus (so wars bei mir), um als Wanderröte identifiziert zu werden. Es muß kein klassischer Ring sein!! Daß überhaupt nix auf der Haut zu sehen ist kommt zwar vor, aber m.E. bestimmt nicht in der Mehrzahl der Fälle. Ich hatte bisher jedes Jahr min. 4-5 Zecken und es hat mich nur einmal erwischt (eben bei diesem RIng und nachdem die Zecke mehr als 24 h an mir saugte).
Daher ist es wirklich sehr wichtig jede Erkrankung (gerade z.B. eine angebliche SOmmergrippe, wars nämlich bei mir) noch WOchen nach einem Zeckenbiß als eine mögliche Borreliose zu betrachten. Es gibt m.E. nur wenig Leute (ich vermute, daß das Leute sind, die eine schlechte Immunabwehr haben), die weder ne Wanderröte noch ne akute Erkrankung (deren Symptome zugegebenermaßen weit schwanken können) bekommen und dann gleich ins Spätstadium übergehen.

Es macht deshalb vielleicht doch Sinn, im Spätherbst nach dem Ende der
"Zecken-Saison" sich einen Borrelien-Titer bestimmen zu lassen,
wenn man im Sommer mehrfach erwischt wurde. So kommt man wenigstens den
üblen Spätschäden zuvor.

Tja, das macht vielleicht Sinn, aber in den späteren Stadien ist die Bekämpfung der Borreliosebakterien ungleich schwieriger als bei einer frischen Infektion. Der Weg kann also nur ne absolute Notlösung sein.

Ciao

Birgit

Eintrag gesperrt
34 Aufrufe

gesamter Thread: