Re: Spätschäden von Borreliose
Hallo Dieter
Es gibt wohl einige Fälle, wo die typische Wanderröte überhaupt nicht
entsteht. Wie gesagt, es reicht schon ein kreisrunder hellroter Fleck von
zwei Zentimetern aus (so wars bei mir), um als Wanderröte identifiziert zu
werden. Es muß kein klassischer Ring sein!! Daß überhaupt nix auf der Haut
zu sehen ist kommt zwar vor, aber m.E. bestimmt nicht in der Mehrzahl der
Fälle. Ich hatte bisher jedes Jahr min. 4-5 Zecken und es hat mich nur
einmal erwischt (eben bei diesem RIng und nachdem die Zecke mehr als 24 h
an mir saugte).
Die Statistik sagt das 50 % aller Borreliose-Patienten sich nicht mal an
einen Zeckenbiss erinnern koennen (!).
So gehts mir auch - keine Ahnung wann mich eine Zecke erwischt haben soll -
ich habs nicht gemerkt...
Daher ist es wirklich sehr wichtig jede Erkrankung (gerade z.B. eine
angebliche SOmmergrippe, wars nämlich bei mir) noch WOchen nach einem
Zeckenbiß als eine mögliche Borreliose zu betrachten. Es gibt m.E. nur
wenig Leute (ich vermute, daß das Leute sind, die eine schlechte
Immunabwehr haben), die weder ne Wanderröte noch ne akute Erkrankung
(deren Symptome zugegebenermaßen weit schwanken können) bekommen und dann
gleich ins Spätstadium übergehen.
Ne ne - 50% (s.o.) ich denke das viele von Nymphen (also noch nicht aus-
gewachsenen Zecken) gebissen werden ohne es zu merken - die sind ja auch
nur Stecknadelkopf gross.
Da ich fuer das Thema sensibilisiert war habe ich drauf geachtet ob ich
Zeckenbisse habe und ob da ein roter Ring kommt - wobei ich mich ja an
keinen erinnern kann...
Also auch wenn man lange mach dem Pilzesuchen noch eine "Grippe" bekommt
dran denken. Auch wenn die zahl der Zipperlein irgendwie ansteigt und man
meint rapide aelter geworden zu sein.
MfG
Henning