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Re: Täubling aus dem Bergnadelwald

Ingo, (vor 6439 Tagen) 2.661 Beiträge @ interhias

Was mich natürlich am meisten umtreibt an der Geschichte: Wenn es keine R.
badia ist, was ist es dann?

Hallo Hias,

habe heute nochmal mit Felix konferiert. Die Untersuchungen ergaben gut 50%
Übereinstimmung mit R. badia.

Bei einer kriminalistischen Untersuchung mit menschlichem Erbgut dürfte das
Urteil mit einem solchen Übereinstimmungsgrad ziemlich eindeutig ausfallen:
In dubio....

In meinem Fall sei aber noch angemerkt, dass dem Experten Einhellinger und
Sarnari zur Verfügung stehen. Da diese nicht weiter halfen, heißt es nun:
Augen auf im nächsten Herbst und weitere Indizien zusammen tragen.

Du hast übrigens nicht erwähnt, wie sich der Schärfeverlauf nach der Kostprobe
entwickelte. Badia ist erst mild, und schärft dann langsam nach. Oft erst nach
einer Minute. Daran zumindest hielten sich meine braunen Täublinge.

Eine ähnlich aussehende Kollektion mit deutlichem Obstgeruch, die ich leider
nicht fotografiert hatte, schmackte sofort böse scharf.

Meine Meinung dazu ist, dass es im Umfeld von R. badia durchaus noch gute Arten
geben könnte, die auf ihre Erstbeschreibung warten.
Das sorgt immerhin für genügend Motivation, weiter am Ball zu bleiben.

Grüßlis Ingo

p.s. wer heuer auf brandenburgische Morcheln wartet; die Schneeglöckchen
gehen nun langsam auf. Ansonsten gibt es im Wald keinerlei frische Vegetation.
Genauso gut hätte es an einem frostfreien Neujahrstag auschauan können.

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