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Re: Lauter fragliche....

Lothar, (vor 6367 Tagen) 2.294 Beiträge @ Pio

Hallo Pio - und Ditte,
also ich weiß nicht - ... ich möchte Ditte gerne rehabilitieren. Immehin hat sie einen starken Knoblauchgeruch festgestellt und ich glaube nicht, dass sie halluziniert (oder gabs vielleicht Spaghetti allio oglio? *g*). Aber Spaß beiseite - ich glaube, es ist kein Zufall, dass Du (Pio) die gleichen Pilze auch neben M. scorodonius gefunden hast. Die bekommen nämlich erst etwas später sehr dunkle Stiele, junge Fruchtkörper (und Dittes Pilz ist ja noch ganz klein) haben helle(re) Stiele. Junge, noch +- ganz durchfeuchtete Fruchtkörper sehen eben auch anders aus als ältere, teils oder ganz ausgetrocknete (Prozess von Alterung und Hygrophaneität kombiniert). Und so kann es eben sein, dass eine Art sehr unterschiedlich aussehen kann. Also: so lange mir keiner eine bessere Alternative hat, bleibe ich bei Dittes Deutung.
LG von Lothar

Hallo Ditte,
die Nr. 3 würde ich keinesfalls als Marasmius scorodonius (Mousseron)
durchgehen lassen. Ich sammle jedes Jahr ein paar Hände voll davon, weil
sie vorzügliche Gewürzpilze sind. Meine Großmutter hat mir früher mal
erzählt, dass diese Pilze noch viel früher mal als richtig teure
Gewürzpilze in Deutschland angeboten wurden.
Von dem Stiel kann man ja nicht viel erkennen. Er sollte sehr dünn und
ziemlich dunkel (schwarzbraun) sein. Auf jeden Fall stimmt die
Hutoberfläche nicht. Die auf dem Bild sichtbaren radial nach außen
verlaufenden "Speichen" mit großem Abstand (wie bei einem
Regenschirm) sollten nicht vorhanden sein. Diese Sorte von Pilzchen habe
ich auch schon öfter gesehen, mitunter auch an meinen Mousseron-Stellen,
aber ich weiß nicht, was es für welche sind, habe mich auch nicht weiter
dafür interessiert. Die Hutoberfläche ist je nachdem, wie alt das Exemplar
ist und wie oft es schon mal geschrumpft und bei Regen wieder weitergelebt
hat entweder relativ glatt oder unregelmäßig ein wenig
"knitterig", Farbe orgendwo zwischen hellbeige (bei alten
trockenen Exemplaren fast weiß) über beige bis bräunlich. Der Hut ist sehr
dünn. So würde ich es jedenfalls aus meiner Erinnerung beschreiben. Der
Geruch ist zumindest bei Feuchtigkeit extrem stark knoblig. Bei
vertrocknetem Hut hilft ein Wassertropfen oder wenig Spucke sofort, um den
Pilz zu identifizieren.
Es gibt andere ähnliche Pilze, aber ich habe noch nie einen gefunden, der so
stark nach Knoblauch riecht. Einzige mir bekannte Ausnahme wäre der große
Knoblauchschwindling, den ein Bekannter vor längerer Zeit aus Tschechien
mitgebracht hatte. Er hat damals einen Batzen davon getrocknet und die
Tüte in seinem Koffer verstaut. Im Zugabteil sind die Leute dann fast
abgekippt. Es entzieht sich aber meiner Kenntnis, ob man dieses Pilzchen
auch kulinarisch einsetzen kann.
Guck die mal ein Paar Fotos aus der Bildersuche bei Google an, da kann man
die Oberfläche des Hutes ganz gut sehen.
Viele Grüße - Pio

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