Re: Auflösung ( Bild )
Servus Andreas und Harry,
Boletus fuscoroseus und Boletus fechtneri lassen sich zum Glück anhand der Sporenmaße gut trennen. Daher kann man auch alte Fruchtkörper gut nachbestimmen. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich die beiden Arten trenne (zusammen mit dem Reif bei Bol. fechtneri und dessen blassere Töne, im Gegensatz zu jungem Bol. furscoroseus).
Zum P.S.: bei mir ist Bol. fechtneri häufiger als Bol. fuscoroseus. Ersteren finde ich auf Kalk, zusammen mit Boletus satanas, während Bol. fuscoroseus nach meinem Eindruck eher saure Böden bevorzugt. Ob das aber definitiv ist, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls sind alle meine deutschen Funde von Bol. fuscoroseus aus Luzulo-Fageten (Suare Hainsimsen-Buchenwälder), die von Bol. fechtneri aus Hordelymo-Fageten (Kalkbuchenwälder). In Italien (Appeninn) ist Bol. fuscoroseus in Esskastanienwäldern auf Granit (sauer) häufig, z. B. zusammen mit Leccinum quercinum.
Ciao, Christoph
Hallo Harry,
also bei meinem Bildschirm sehen die Poren bei deinem zweiten Bild genau wie
bei älteren B. queletii oder luridus aus: mennige- bis orangerot und zum
Rand hin +/- gelb werdend.
Im Übrigen kann auch B. fechtneri leichte Rosatönung im Hutrandbereich haben
wenn er älter ist. Überhaupt bin ich der Meinung, dass alte Exemplare von
B. fechtneri und B. pdeusoregius/fuscoroseus nicht mehr
auseinanderzuhalten sind, jedenfalls nicht makroskopisch. Die Bereifung
geht weg und die Hutoberflächen sind m.E. nicht mehr unterscheidbar. Die
farbenfrohe Fleischverfärbung ist bei beiden gleich
(himmelblau-dottergelb-rosarot).
Gibt's da was mikroskopisches, Christoph?
Gruß,
Andreas
P.S.: Bei mir ist B. fuscoroseus deutlich häufger als B. fechtneri, letztere
könnte kalkgebunden sein (wie B. satanas - B. fuscooroseus/pseudoregius
und satanas kommen kaum gemeinsam vor!)