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Re: Hallimatsch, mal blöd gefragt...

Pilzmann, (vor 6244 Tagen) 437 Beiträge @ Klaas

Lieber Klaas,

mit den Hallimaschen ist das die gleiche Frage wie mit vielen anderen Gattungen. Es besteht noch Klärungsbedarf. Je nachdem, ob man die Arten auch an Biotopen und Substraten festmacht, gibt es bis zu 12 verschiedene Arten. In "Die Großpilze Baden-Württembergs" wird das Aggregat A. mellea in fünf Arten aufgeteilt: A. mellea, A. borrealis, A cepistipes, A. gallica und A. ostoya, weil sie in der Petrischale nicht miteinander "poppen" können. Ob dieses ansonsten in der Biologie entscheidende Artenmerkmal bei Pilzen greift, ist umstritten.
Eigenständig daneben stehen der Moor-Hallimasch (A. ectypa), der durch sein Biotop gekennzeichnet ist, sowie der Ringlose Hallimasch (A. tabescens), also mit "ohne Ring".

A. mellea im engeren Sinne ist für mich deutlich durch Gelbfärbung am Ring, manchmal auch auf dem Hut erkennbar. Deshalb zeigt dein Foto für mich eindeutig diese Art. Sie wächst anscheinend ganz überwiegend nur auf Laubholz.
A. ostoya ist ohne Gelbtönung und hat, wohl im Gegensatz zu A. borealis, einen braun gerandeten Ring. Dies und der "Zwiebelfuß" von A. borealis trennt wohl diese beiden sonst gleich aussehenden Arten.
Für mich einigermaßen unterscheidbar sind A. mellea, A. ostoya und A. tabescens sowie A. ectypa. Die Unterscheidung der anderen Arten war mir bislang schnurz. Nach der Pfanne sehen sie eh alle gleich aus, wobei A. ostoya von Nadelholz anscheinend die bestverträglichsten Fruchtkörper hat.

Mit liebem Gruß, Peter!

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