Re: Arbeitsgemeinschaft AMANITA - wer hat Lust?
Hallo Christoph,
das dachte ich mir doch, dass Du Dich da auch angesprochen fühlst als Amaniten-Freund
))
An einer AG Amanita bin ich sehr interessiert. Der Erfahrungsaustausch und
die Kommunikation unter Spezialisten ist bezüglich der möglichen Synergien
nicht hoch genug einzuschätzen. Zudem hat es den Vorteil, dass man
gemeinsam schneller interessante Aufsammlungen tätigen kann...
Zum Beispiel.
Eher ein Problem habe ich mit dem Ziel der Monographie. Hierzu gehören, will
man es wirklich gut und seriös machen, Typusstudien der beschriebenen
Arten.
Das sehe ich ein bischen anders. Vielleicht habe ich keine so hochgesteckten Erwartungen an eine "wirklich gute und seriöse" Bearbeitung. Man kann meiner Meinung nach auch eine gute Bearbeitung der Gattung vorlegen, ohne jeden Typus selbst untersucht haben zu müssen. Nicht wenige sind bereits ausführlich untersucht (TULLOSS z.B.) und ich wüßte jetzt keinen Grund, warum wir das nochmal machen müßten. Andere sind sehr ausführlich beschrieben, so dass sich da meiner Meinung nach auch eine Nachuntersuchung erübrigt, da nichts neues zu erwarten wäre. Aber sicherlich gibt es auch ein paar Taxa, wo eine Typusuntersuchung angezeigt ist, dann sollte man das auch machen, warum nicht?
Es wird auch schwierig sein, innerhalb der Gruppe einen kompatiblen
Bearbeitungsstand zu entwickeln, sodass es wirklich auf eine im Niveau
gleichmaßig gute Monographie hinausläuft, wenn mehrere Autoren beteiligt
sind.
Nn, da denke ich aber, dass man da vorher zusammen eine Methodik gezielt entwickeln kann, so dass das eben doch gewährleistet ist.
Besser gefällt mir da das Konzept des Amanita-Sonderbands der Gruppo micol.
Bresadola (in dem Du zusammen mit Tuloss über Amanita lactea publiziert
hast).
Natürlich ist sowas auch eine Möglichkeit, da will ich mich sicher nicht verschließen. Ich persönlich würde eine zusammenhängende monografische Bearbeitung à la "Die Pilze Mitteleuropas" halt favorisieren.
Mein Vorschlag: Die Ziele erstmal etwas tiefer stecken (damit niemand
abgeschreckt wird), Hilfestellungen geben, wie man Aufsammlungen richtig
dokumentiert (Stichwort Merkmalsliste - sowohl makroskopisch als auch
anatomisch) und erst, nachdem sich die Gruppe aufgebaut hat, schauen, was
man mittelfristig erreichen kann.
Jein. Es ist vielleicht auch klarer, eine Gruppe aufzubauen, wenn man schon etwas konkretere Zielsetzungen hat. Ansonsten, natürlich ja, Merkmalslisten, Arbeitsmethodik und so, das sollte man alles dann zusammen besprechen, wenn sich entsprechend Interesenten zusammengefunden haben.
Primär würde ich empfehlen, den Mitgliedern (bei Bedarf) Hilfestellung bei
Publikationen zu geben.
Auf jeden Fall, natürlich! Es schadet überhaupt gar nichts, vorab das eine oder andere Interessante zu publizieren. Im Gegenteil, das hat oft sehr positive Effekte.
Publikationsorgane gibt es genügend, die Artikel annehmen würden: ÖZP, Z.
Mykol., Mycol. Bav., Tintling...
.... Boletus .... nicht zu vergessen!
Langer Rede kurzer Sinn: Bin dabei! Kann aber erst ab Mitte 2011 richtig
aktiv werden (was nicht heißt, das ich vorher gar nichts mache ^^)
Das reicht doch noch dicke, das eine Jahr dass Du fehlst kannst Du ja dann in Nachtschichten reinarbeiten *ggg*
Selber habe ich zwar erst zwei Artikel über Amaniten geschrieben (einmal in
der Z. Mykol. zum Thema Kaiserling / Fliegenpilz und einmal in der Mycol.
Bav. - ist im Druck)
Siehste, jetzt schreckst DU aber die Leute ab. Das klingt ja so, als ob man erst mal ein paar Referenzen beibringen müsse, damit man mitmachen darf 
beste Grüße,
Andreas