Re: Seltene Arten schützen
Hallo lieber Pilzfreund
Ich bin auch in der Schweiz zu Hause und habe meinen Ochsenröhrlings - Standort erst nach dem Wechsel des Revierförsters schützen können. Zumindest habe ich den Eindruck, dass es der Förster ernst meint mit seiner Zusage, diesen Fundort zu schützen. Es ist ja auch nur ein sehr kleines Waldstück. Er hat mir gesagt, dass ihm ab diesem Jahr sogar eine neue Software zur Verfügung stehe, mit welcher er "seinen" Wald im Detail verwalten könne. Neuaufforstungen, Neophyten, seltene Pflanzen und Tiere könne er nun standortbezogen erfassen.
Ich habe ihm eine kleine, farbige Doku überreicht mit den seltenen Pilzen dieses Waldstückes. Dazu habe ich erwähnt dass diese Pilze auch über die Landesgrenzen hinaus bei den Spezialisten Interresse erwecken.
Bei alten Röhrlingen musst Du gut aufpassen, die sind nur schwer zu bestimmen. Grad am letzten Dienstag hat mir eine befreundete Pilzkontrolleurin freudig einen alten Ochsenröhrling gezeigt. Ich bin überhaupt kein Röhrlingsspezialist, würde aber trotzdem mit einem höheren Betrag dagegen wetten, dass es sich bei diesem Pilz um einen alten Netzstieligen Hexenröhrling handelt.
Liebe Grüsse
Max
Ich hatte auch an so etwas ähnliches gedacht. Ich hoffe mein Förster ist den
Pilzen wohl gesinnt:)
Leider habe ich schon oft das Gefühl, dass Pilzschutz nicht so richtig ernst
genommen wird. Wohingegen die Frauenschuhstandorte in meinem Pilzwald
schon lange geschützt sind. Was natürlich gut ist.
Nein nein. ;) Es war schon nicht die Varietät luteocupreus. Ich weiss nicht
mehr von wo ich ihn genau kenne. Ich gebe zu, mein gefundenes Exemplar
heute war sehr alt. Dennoch waren die gelben Poren und der sehr düstere
und blaufleckende Hut noch zu erkennen. Auffallend schwer war der
Fruchtkörper jedoch keineswegs. Anfangs dachte ich: "Häh, was soll
das denn sein?". Nie hätte ich gedacht den Ochsen-Röhrling in
"meinem" Wald zu finden.