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Re: Trompetenpfifferlinge ganz einfach

michaelk, (vor 5839 Tagen) 134 Beiträge @ Snowwhite

So viel Arbeit mache ich mir nicht- Schalotten, Butter, ein Schuß Sahne,
Petersilie, Salz und ab aufs Toast. Das essen sogar meine sonst Pilz
verschmähende Kinder. Habe gerade gestern den Korb voll gekriegt
(Zugspitze). Waren "heuer" nicht so maßig wie sonst - aber
zuverläßig. LG - Rebecca

Na ja - die Arbeit machte ich mir deshalb, weil ich solch widersprüchliche Angaben zum Speisewert des Pilzes gefunden hatte. Ich habe ihn jetzt auch als getrockneten Pilz verwendet (den ich freundlicherweise getrocknet von Pfalzpilz erhalten hatte):
18 g trockene Trompetenpfifferlinge wurden in lauwarmem Wasser mit viel Zitronensaft 24 Std. kalt eingeweicht. Sie roch danach sehr würzig und herzhaft, viel stärker als frische Pilze. Das Einweichwasser war schwarzbraun und wurde aufgehoben.
Dann habe ich diese Pilze genauso zubereitet, freilich 15' gekocht (waren vorher halt ein wenig zäh).
Geschmacklich war das Ergebnis deutlich besser, viel würziger, als mit den frischen Pilzen. Richtig lecker! In dieser Form kann man diesen Pilz wirklich weiter empfehlen. Er liegt übrigens nicht so schwer und lange im Magen wie Echte Pfifferlinge.
Warum diese relativ schwer verdaulich sind habe ich bisher nicht herausbekommen können. Ein Vergleich der Inhaltsstoffe
http://www.daskochrezept.de/bundeslebensmittelschluessel/naehrwerte/pfifferling_K713011...

mit denen des Steinpilzes brachte überhaupt nichts, das weiterhalf.

Wie dem auch sei: wer spät im Jahr noch Pilzfieber hat oder in einer armen Mittelgebirgsregion mit unendlich vielen Fichten lebt hat mit dem Trompetenpfifferling sicherlich einen schmackhaften Speisepilz vor der Haustür. Erst trocknen und dann zubereiten macht zwar mehr Arbeit, lohnt sich aber nach meiner bescheidenen Meinung.

Gruß,

michaelk

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