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Re: Bisporella an Brombeere

Ingo Wagner, (vor 5757 Tagen) 4.044 Beiträge @ DirkW

Hallo Dirk!

dass mollisia-bestimmung ein ganz
altes geschäft ist und schon in der steinzeit ein verbreitetes hobby war.
klingt einleuchtend! viel zerstreuung gab es damals ja auch nicht.

Im ersten Moment klingt das beinahe so als wenn du dich lustig machst?

Leider hast du und Gabor da etwas missverstanden. Diese geniale optimierte Art und Weise der Sporenverbreitung, ist keine Entwicklung, die es schon seit Urzeiten gibt. Nein, erst in den letzten ca. 200 Jahren ist diese Überlebungsstrategie nachweisbar, man kann also von einer Kurzanpassung und daraus resultierender Turbo-Arten-Entwicklung der gesamten Gattung Mollisia plus Pyrenopeziza und nah verwandte Arten sprechen. Das ist ja auch der Grund, warum sich viele Becherchen dieser Gattungen mikroskopisch und makrokopisch noch so ähnlich sehen.

Allerdings ist diese Anpasung auch immer regional beschränkt. In Gegenden, wo kaum "Stöckchenwerfer" hantieren (das kann man leicht auf Fundlisten nachprüfen), behaupten sich lediglich die Mollisia-Urformen wie Mollisia cinerea (Graues Weichbecherchen). In meinen Gefilden dagegen sind es wohl inzwischen um 20 halbwegs eideutig bestimmte und viele unbestimmte Arten. Und ich weiß, dass das nicht nur bei mir so ist. Schätze bei dir verhält sich das nicht viel anders.

VG Ingo W

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